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Isarkraftwerk

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Wasserkraft

Seit Langem ist die Wasserkraft fester Bestandteil im Energiemix der SWM. Sie ist eine umweltfreundliche Art der Stromgewinnung, die keinerlei Schadstoffe erzeugt. Hier erfahren Sie mehr über die bestehenden und geplanten Wasserkraftwerke der SWM und wie diese funktionieren.

Wasserkraftwerke der SWM:

Wasserwerk Uppenborn
Uppenbornwerk 1

Rund 60 km nördlich von München zwischen Moosburg und Landshut gelegen, nutzen die beiden Laufwasserkraftwerke den mittleren Isarkanal zur Stromproduktion. Zusammen mit den Uppenbornwerken wurden zwei große Speicherseen angelegt, die heute wesentlicher Bestandteil des 1982 eingerichteten Naturschutzgebietes „Vogelfreistätte Mittlere Isar“ sind.

Uppenbornwerk 1:
Drei Kaplan-Turbinen mit je 8,8 MW Leistung und einem Gefälle von 8,8-14 m.

Wasserwerk Uppenborn
Uppenbornwerk 2

Uppenbornwerk 2:
Drei Kaplan-Turbinen mit je 6 MW Leistung und einem Gefälle von 7,7-10,6 m.

Wasserwerk Leitzach
Wasserkraftwerk Leitzachwerk 1, 2

Das Leitzachwerk als Pumpspeicherkraftwerk nutzt das Wasserangebot der Flüsse Mangfall, Leitzach und Schlierach. Als Oberwasserspeicher dient der Seehamer See. Nach dem Durchfließen der Turbinen wird ein Großteil des Wassers in drei künstlich angelegten Becken gespeichert. Nach Bedarf kann es wieder in den Seehamer See zurückgepumpt werden. Mit den drei Unterwasserbecken fügen sich die Leitzachwerke ideal in das Landschaftsbild ein.

Leitzachwerke 1 und 2: Eine Pumpturbine: Turbine 49 MW, Pumpe 45,5 MW, zwei Francis-Spiralturbinen mit je 24,6 MW Leistung, 2 Hochdruckspeicherpumpen mit je 18,4 MW Leistung, 125 m Gefälle.

Wasserwerk Leitzach
Wasserkraftwerk Leitzachwerk 3

Leitzachwerk 3:
Zwei Kaplan-Rohr-Turbinen mit je 355 kW Leistung, 2-4,8 m Gefälle.

Das Laufwasserkraftwerk Leitzach 3 am Auslauf der Unterwasserbecken hat vor allem die Aufgabe, die den Flüssen entnommene Wassermenge gleichmäßig über 24 Stunden wieder an die Mangfall abzugeben.

Modernisierung der Isarwerke

Die SWM modernisieren bestehende Wasserkraftwerke an der Isar, die dann mehr Ökostrom erzeugen und noch mehr Kohlendioxid einsparen.

So verfügt das Isarwerk 2 seit 2010 über vier neue Maschinensätze und erzeugt jetzt pro Jahr 3,6 Millionen Kilowattstunden Ökostrom mehr als mit den alten Turbinen, damit können zusätzlich 1.400 Münchner Haushalte versorgt werden.

Seit 2017 hat auch das Isarwerk 3 an Leistungsfähigkeit gewonnen: Die Sanierung des Leerschusses – eine Schleuse, über die das Wasser zur Not am Kraftwerk vorbeigeleitet werden kann – haben die SWM genutzt, um die Leistung der Anlage zu steigern. Im sogenannten Anstrombereich, in dem das Wasser auf die Turbinen zufließt, wurde ein Pfeiler neu modelliert. Dadurch werden die Turbinen nun besser vom Wasser durchströmt.

Dank dieses kleinen und kostengünstigen Bauwerks produziert das Isarwerk 3 nun 200.000 Kilowattstunden mehr Ökostrom pro Jahr – genug für 80 Münchner Haushalte. Insgesamt steigt die Stromproduktion auf 17,2 Millionen kWh pro Jahr.

Mehr Informationen zur Ertüchtigung des Isarkraftwerks 3 (PDF, 187 KB)

Isarwerk 1

Isarkraftwerk 1
Wasserkraftwerk Isar 1

Unterhalb von Baierbrunn wird der Werkkanal von der Isar abgeleitet. Etwas oberhalb der Großhesseloher Brücke geht er in den Besitz der Stadtwerke München über. Im weiteren Verlauf wird das Gefälle von drei Wasserkraftwerken, den Isarwerken 1, 2 und 3 zur Stromerzeugung genutzt.

Etwa 1,8 km unterhalb der Wehranlage Großhesselohe wurde 1908 das Isarwerk 1 fertiggestellt.

Technische Angaben: Drei Francis- Doppelzwillingsturbinen mit je 800 kW Leistung, 5,6 m Gefälle

Umgebungsplan (JPG, 58 KB)

Isarwerk 2

Isarwerk 2
Wasserkraftwerk Isar 2

In den Jahren 1921-23 wurden rund 2,2 km unterhalb von Isarwerk 1 das Isarwerk 2 und am Ende des Werkkanals, unmittelbar unterhalb der Braunauer Eisenbahnbrücke, das Isarwerk 3 errichtet.

Technische Angaben: Vier vertikale Kaplanturbinen mit je 630 kW Leistung, 4,2 m Gefälle

Umgebungsplan (JPG, 143 KB)

Isarwerk 3

Isarwerk 3
Wasserkraftwerk Isar 3

Technische Angaben: Zwei Kaplan- Rohrturbinen mit je 1,65 MW Leistung, 5,7 m Gefälle

Umgebungsplan (JPG, 71 KB)

Maxwerk
Wasserkraftwerk Maxwerk

Im Jahr 1895 wurde am Auer Mühlbach kurz vor Einmündung in die Isar das Maxwerk errichtet. Hier bestimmte der königliche Hof, der vor über hundert Jahren den Grund zur Verfügung stellte, die Architektur: Das Kraftwerk wurde im Stile eines barocken Lustschlösschens gebaut.

Maxwerk: eine Propeller-Turbine mit 0,4 MW Leistung, 4,8 m Gefälle

Umgebungsplan (JPG, 68 KB)

Im April 2012 wurde der Generator des Maxwerks erneuert. Dadurch wird das Maxwerk voraussichtlich zusätzliche 300.000 Kilowattstunden Ökostrom pro Jahr erzeugen. Damit könnten etwas mehr als 100 Münchner Haushalte versorgt werden.

Gesamte Stromerzeugung des Maxwerks: 3 Millionen Kilowattstunden pro Jahr

Wassserkraftwerk Stadtbachstufe

Um die Gefällestufe des Stadtbachs in Höhe des Isarwerks 3 zu nutzen, haben wir das Wasserkraftwerk, genannt Stadtbachstufe, gebaut, das nach dem Prinzip der archimedischen Schraube (Wasserschnecke) funktioniert.

Stadtbachstufe: eine Wasserkraftschnecke mit 50 kW Leistung, 2,8 m Gefälle

Praterkraftwerk
© Green City Energy

Gemeinsam mit einem Partner haben die SWM unsichtbar im Flussbett der Münchner Isar ein Wasserkraftwerk, das Praterkraftwerk, errichtet. Der SWM Anteil entspricht 2.800 Haushalten.

Praterkraftwerk:
eine Kaplan-Rohr-Turbine mit 2,5 MW Leistung, 9 m Gefälle

Lageplan Praterkraftwerk (PDF, 1061 KB)

 

Wasserwerk Sempt
Wasserschnecke an der Sempt

Am Zufluss der Sempt in den Mittleren Isar-Kanal haben wir ein kleines Wasserkraftwerk errichtet. Die Energieerzeugung mit einer Wasserkraftschnecke erlaubt die Fischwanderung flussabwärts und erhält die naturnahe Fliessgewässerdynamik der Sempt.

Die Anlage in Wang bei Moosburg, in Sichtweite des Uppenbornwerks 1, ging Ende September 2011 in Betrieb.

Kleinwasserkraftwerk an der Sempt: eine Wasserkraftschnecke mit 50 kW Leistung, 2,1 m Gefälle

Film: Kleinwasserkraftwerk in Wang (September 2011)

Wasserwerk Hammer
Kleinwasserkraftwerk Hammer

Das Kleinwasserkraftwerk Hammer liegt in Fischbachau, ca. 60 km südlich von München an der Leitzach. Es ist seit 1976 in Betrieb und hat eine Leistung von 37 kW.

Die Kraft des Wasser nutzen - so funktioniert es:

Im Laufe der Zeit entwickelten sich aus den ursprünglich eingesetzten einfachen Wasserrädern zur Verrichtung von Arbeit die heutigen Turbinen. Um Strom erzeugen zu können,  besteht ein Wasserkraftwerk seitdem mindestens aus einer Turbine und einem Generator. Die natürlichen Gegebenheiten werden dabei heute optimal ausgenutzt, indem Wasserkraftwerke speziell auf ihren Einsatzort zugeschnitten werden.

Es gibt Pumpspeicher- und Laufwasserkraftwerke. Letztere nutzen das natürliche Gefälle des Wassers, um Strom zu erzeugen. Im Pumpspeicherkraftwerk dagegen fließt das Wasser aus einem Speichersee über ein Gefälle in Rohren zu den Turbinen. Unterwasserbecken fangen es auf. Von hier aus kann es zur Speicherung der Energie wieder nach oben in den Speichersee gepumpt werden.


Herzstück des Wasserkraftwerks: die Turbine

Je nach Fallhöhe und Wassermenge werden verschiedene Turbinenarten eingesetzt:

Grafik: Wasserkraftschnecke

Wasserkraftschnecken: Wasserkraftschnecken werden gerade bei geringen Wassermengen und kleinen Fallhöhen eingesetzt. Zwischen den Schraubenflächen zweier aufeinander folgender Gänge fließt kontinuierlich Wasser von oben nach unten durch die Schraubengänge und versetzt die Schnecke durch das Gewicht des Wassers in eine dauernde Drehbewegung.

Grafik: Kaplan-Turbine

Kaplan-Turbine: Für veränderliche Wassermengen und Fallhöhen wurde die Kaplan-Turbine entwickelt. Bei ihr lassen sich sowohl die Schaufeln des Laufrades (ähnlich einem Schiffspropeller) als auch die Zuleitung durch die Leitschaufeln verstellen.

Grafik: Francis-Turbine

Francis-Turbine: Am weitesten verbreitet ist die Francis-Turbine. Bei ihr wird das Wasser durch verstellbare Leitschaufeln auf die gegenläufig gekrümmten Schaufeln des Laufrades (innen) gelenkt.

Zukünftige Wasserkraftwerke und Projekte

Die SWM planen weitere Wasserkraft-Projekte in der Region, z.B. ein besonders ökologisches und fischfreundliches „Bewegliches Kleinwasserkraftwerk“ an der Ampermündung in die Isar bei Wang.

Zudem untersuchen sie, ob auf dem Gelände des Tierparks Hellabrunn ein innovatives Kleinwasserkraftwerk realisiert werden kann.

Die SWM modernisieren bestehende Wasserkraftwerke an der Isar, die dann mehr Ökostrom erzeugen und noch mehr Kohlendioxid einsparen.

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