Wasserversorgung

Trinkwassergewinnung für München

Direkt aus dem bayerischen Voralpenland kommt das Münchner Trinkwasser in die bayerische Landeshauptstadt: Quellfrisch leiten wir es im natürlichen Gefälle nach München und deckt dort den Bedarf von über 1,5 Millionen Menschen und der dazugehörigen Wirtschaft. Unsere drei Versorgungsgebiete sind das Mangfalltal, das Loisachtal und als Reserve die Münchner Schotterebene.

Trinkwasser für München

Für eine Millionenstadt wie München ist die sichere Trinkwasserversorgung rund um die Uhr unverzichtbar. Unsere Gewinnungsanlagen sorgen dafür, dass das M-Wasser immer in der benötigten und gewünschten Menge da ist. Die wichtigsten befinden sich im Mangfalltal, am Fuß des Taubenbergs, und im Loisachtal zwischen Oberau und Farchant. Die Anlagen ergänzen sich sinnvoll und bringen eines der besten Trinkwasser Europas aus dem Voralpenland direkt nach München ­in jedes Haus.

Quellgebiet Mangfalltal

Wasser aus dem Herzen der Natur

Die Mangfallregion um den Taubenberg enthält einen einzigartigen Grundwasserschatz: Vier ergiebige Grundwasserströme treffen hier unter der Erde zusammen. Als Quellen entspringen sie im Talgrund und an den Steilhängen des Mangfalltals.

Die Grundwasserfassungen im Mangfalltal liegen rund 100 Meter über dem Zentrum Münchens. Diese günstige Höhenlage erlaubt es, das gewonnene Wasser in freiem Gefälle nach München zu leiten. Ohne zusätzlichen Energieaufwand fließen so durchschnittlich rund 2.800 Liter Wasser in der Sekunde von dort in die bayerische Landeshautstadt: ein Großteil der benötigten Grundmenge und etwa 75 Prozent des täglichen Münchner Wasserbedarfs.

Für Bedarfsspitzen stehen zusätzlich die Brunnengruppen Thalham Nord und Thalham Süd zur Verfügung.
 

Quellgebiet Loisachtal

Ideale geologische Bedingungen für die Trinkwassergewinnung

Das Loisachtal zwischen Garmisch-Partenkirchen und Eschenlohe ist bekannt für seinen Wasserreichtum. Hydrogeologische Untersuchungen haben bestätigt: Das große Quellgebiet im Tal bietet besonders günstige Voraussetzungen zur Trinkwassergewinnung. 

So bildet das beiderseits von steil abfallenden Felswänden begrenzte und mit eiszeitlichen Sanden und Schottern aufgefüllte Tal einen mächtigen, ergiebigen Grundwasserleiter. Tonige Zwischenschichten schützen die unteren Grundwasserstockwerke. Das dort gestaute Grundwasser (artesisch gespannt) kann ohne Energiebedarf gefördert werden. Vier Vertikal- und ein Horizontalfilterbrunnen zwischen Farchant und Oberau versorgen München mit Trinkwasser: Sie decken im Durchschnitt rund 20 Prozent des Wasserbedarfs der Landeshauptstadt.
 

Reservegebiet Münchner Schotterebene

Ausgleich bei Bedarfsspitzen

Bei erhöhtem Wasserbedarf und bei einem möglichen Ausfall anderer Werke gewinnen die SWM zusätzlich Trinkwasser in der südlichen Münchner Schotterebene – und zwar in den Förderwerken Trudering, Deisenhofener Forst, Höhenkirchener Forst, Forstenrieder Park und Arget. Die fünf „Spitzenwerke“ können fünf Prozent des Münchner Wasserbedarfs decken.

Sichere Wasserversorgung Münchens

Sicherheit von der Quelle bis zum Hausanschluss: Das ist unser oberstes Gebot. Die Quellgebiete im Mangfalltal und Loisachtal sind durch Gesteinsschichten bestens geschützt und werden regelmäßig überwacht. Die Wasservorkommen dort sind sehr ergiebig, ja praktisch unerschöpflich.

Über unterirdische Leitungen transportieren wir das frisch gewonnene Wasser aus den Gewinnungsgebieten in die Hochbehälter im Süden der Stadt. Wir achten darauf, dass immer die richtige Wassermenge am richtigen Ort ist.

Die Gewinnungsanlagen und die Wasserleitungen sind so ausgerichtet, dass sie sich jederzeit gegenseitig ersetzen können: Ein möglicher Ausfall einer Anlage kann kurzfristig durch eine andere aufgefangen werden. So ist die Wasserversorgung Münchens jederzeit gewährleistet.


Optimaler Wasserdruck

Ob Sie auf Giesings Höhen wohnen oder im Isartal: Das Wasser soll immer mit drei bis sieben bar aus der Leitung kommen. Für einen konstanten Wasserdruck sorgen wir mit neun großen Druckregulierstationen, sieben Kleinstationen, 27.000 Hydranten und 31.000 Schiebern.

Eine technische Herausforderung stellen die unterschiedlichen Höhenlagen der Münchner Stadtteile dar. Deswegen sind sie drei Druckzonen zugeteilt: der Hoch-, Mittel- und Niederzone. Die Hochzone erhält ihr Wasser von den Behältern Forstenrieder Park und Kreuzpullach, die Niederzone vom Behälter Deisenhofen. Die Mittelzone wird aus der Hochzone gespeist und gibt Wasser an die Niederzone ab.

Auf diese Weise kontrollieren wir ein Leitungsnetz, das rund 3.400 Kilometer lang ist. Um die Versorgung zu optimieren und die Trinkwasserqualität auch künftig zu sichern, erweitern, modernisieren und warten wird das Netz laufend.
 

Das könnte Sie auch interessieren

Auszeichnungen