Abwärme wird als Heizenergie genutzt
Bei der Erzeugung von Strom entsteht Wärme. Während herkömmliche Kraftwerke diese Abwärme nicht nutzen, leiten Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlagen die Wärme in das Fernwärmenetz ein. Dabei wird die Heizenergie zentral in modernen Kraftwerken nach den neuesten Technologiestandards erzeugt, direkt in die Häuser transportiert und dort über Wärmetauscher in Zentralheizungen eingespeist. Das abgekühlte Wasser wird dann in das Heizkraftwerk zurück gepumpt. Beim Transport entstehen nur geringe Energieverluste.
Mit der kombinierten Erzeugung von Strom und Wärme lässt sich der eingesetzte Brennstoff – bei den SWM vor allem umweltfreundliches Erdgas – wesentlich effektiver nutzen als bei herkömmlichen Kraftwerken: Während Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlagen Wirkungsgrade von bis zu 90 % erzielen, wandeln selbst moderne Kohlekraftwerke nur rund 45 % der eingesetzten Energie in Strom um.
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Fernwärme spart Ressourcen und reduziert CO2-Emissionen
Durch die Nutzung der Abwärme als Fernwärme stehen den Münchner Haushalten vier Milliarden Kilowattstunden umweltschonend erzeugte Heizenergie zusätzlich zur Verfügung. Zum Vergleich: Um die gleiche Menge an Heizenergie in ölbetriebenen Hausheizungen zu erzeugen, wären etwa 450 Millionen Liter Heizöl nötig – deren Verbrennung würde die Münchner Luft mit etwa 1,1 Millionen Tonnen CO2 zusätzlich belasten. Diese gewaltige Menge – mehr CO2 als der ganze Münchner PKW-Verkehr pro Jahr ausstößt – können die SWM der Münchner Luft durch die Nutzung der Fernwärme ersparen.
Das Münchner Fernwärmenetz ist mit rund 800 Kilometern Länge eines der größten Europas. Rund 70 Prozent des Stroms für München gewinnen die SWM in umweltschonenden Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlagen. Damit belegen sie europaweit einen Spitzenplatz.
Weitere Informationen zur Fernwärme finden Sie unter www.fernwaerme-info.com.
