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Geothermie

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SWM Fernwärme-Vision

Um die Energiewende auch im Wärmemarkt zu erreichen, haben die SWM im Jahr 2012 eine Fernwärme-Vision entwickelt: Bis 2040 wollen sie den Münchner Bedarf an Fernwärme CO2-neutral decken. Überwiegend werden sie Ökowärme aus Geothermie gewinnen.

Erfahren Sie mehr über die Fernwärme-Vision 2040

Der Film wurde von muenchen.tv zur Verfügung gestellt.

München hat eines der größten Fernwärmenetze in Europa. Derzeit erzeugen die SWM Fernwärme zum größten Teil in sehr energieeffizienten Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen (KWK). Langfristig sollen die fossilen Brennstoffe jedoch durch erneuerbare Wärme abgelöst werden. Dann wird die Geothermie den wesentlichen Beitrag für die Fernwärmeversorgung Münchens liefern. Für eine Übergangszeit bleiben die Heizkraftwerke Nord und Süd mit ihrer umweltschonenden KWK als Brückentechnologie unverzichtbar für Münchens Versorgungssicherheit.

Broschüre Gestalter der Wärmewende (PDF, 1267 KB)

Geothermie in und um München

Nord-Süd-Schnitt durch das Voralpenland
Nord-Süd-Schnitt durch das Voralpenland

Durch die Ökowärme werden die SWM die ohnehin schon sehr gute Klima- und Ressourcenbilanz der Fernwärme noch einmal erheblich verbessern.

Im Münchner Umfeld sind die geologischen Voraussetzungen für die Nutzung der Erdwärme so gut wie in nahezu keiner  anderen Region Deutschlands. Die geothermische Energiequelle  ist heißes Thermalwasser aus gut durchlässigen Kalksteinschichten (Malm). In einer Tiefe von 2.000 bis über 3.000 Metern hat das Wasser 80 bis über 100 Grad Celsius und lässt sich optimal zum  Heizen nutzen. Dazu wird das Wasser an die Oberfläche gepumpt und über Wärmetauscher geleitet, wobei ihm die Energie entzogen wird. Abgekühlt wird es wieder in die Tiefe zurückgeführt. Somit ist Erdwärme ein Kreislauf ohne Eingriff ins Ökosystem.

Ausbau geht stetig voran

Geothermieanlage Riem

Im Stadtteil Riem sowie in der Gemeinde Sauerlach, südlich von München, nutzen die SWM die Erdwärme bereits seit längerem erfolgreich. Mit dem über 90 Grad heißen Wasser aus 3.000 Metern Tiefe wird der Wärmebedarf der Wohnbebauung in der Messestadt, der Gewerbebetriebe und der Messe München zum größten Teil gedeckt.

Geothermieanlage Freiham

Seit Herbst 2016 deckt die Geothermieanlage Freiham die Grundlast des Wärmebedarfs des neuentstehenden Stadtteils Freiham sowie benachbarter Gebiete im Münchner Westen.

Geothermieanlage beim Heizkraftwerk Süd

Nach drei Monaten wurde die erste Geothermie-Bohrung im Juli 2018 am Heizkraftwerk Süd erfolgreich abgeschlossen. Pumpversuche ergaben in einer Tiefe von 2.800 Metern über 100 Grad heißes Wasser mit einer Schüttung von gut 120 Litern pro Sekunde. Bis Ende 2019 sollen die Arbeiten an allen 6 Bohrungen abgeschlossen sein.
Am HKW Süd in Thalkirchen entsteht die stärkste Geothermieanlage Münchens – und die bislang größte Geothermieanlage Deutschlands. Mit einer Leistung von 50 Megawatt und mehr, soll sie ab dem Jahr 2020 Ökowärme für mindestens 80.000 Münchnerinnen und Münchner liefern.

 

Im Münchner Süden und im südlichen Umland wollen die SWM, auch in Kooperation mit benachbarten Gemeinden, weitere Geothermiepotenziale erschließen. Die SWM Geothermie-Anlagen in Kirchstockach und Dürrnhaar werden zu Heizkraftwerken ausgebaut. Sie und das Geothermie-Heizkraftwerk in Sauerlach sollen dann mit dem Münchner Fernwärmenetz verbunden werden. So können auch die Gemeinden im südlichen Landkreis von der Fernwärme-Vision der SWM profitieren. Zur Umsetzung dieser Vision wollen die SWM in Kürze den Untergrund im Einzugsbereich der drei Anlagen detaillierter untersuchen. 

Darüber hinaus stünden – abhängig vom erforderlichen Wärmebedarf, der technischen Entwicklung und der Verfügbarkeit – noch die beiden „grünen Brennstoffe“ Biogas bzw. in einem letzten Schritt auch Windgas zur Erzeugung von regenerativer Fernwärme zur Verfügung. Einen weiteren Beitrag kann der erneuerbare Anteil im Restmüll liefern.

Bei der Realisierung ihrer Vision kommt den SWM zugute, dass der Energiebedarf zu Heizzwecken durch Energieeinspar- und durch Energieeffizienzmaßnahmen wie Gebäudesanierungen langfristig nach und nach sinken wird, während der Warmwasserbedarf relativ konstant bleiben wird.

Wie kann die Wärmewende in München gelingen?

Die SWM haben die Forschungsgesellschaft für Energiewirtschaft (FfE) beauftragt, anhand des tatsächlichen Münchner Gebäudebestands zu untersuchen, welche Maßnahmen unter realen Bedingungen ergriffen werden können.

Fazit der SWM
Es wird für die Landeshauptstadt und auch für die SWM eine herausfordernde Aufgabe sein, die erforderlichen Einsparungen zu erreichen und das sehr ehrgeizige Klimaschutzziel zu erreichen. Voraussetzung und gemeinsames Ziel muss es zunächst sein, Akzeptanz zu schaffen – sowohl innerhalb der Verwaltung als auch in der gesamten Stadtgesellschaft. Das bedeutet, der Wärmewende Priorität einzuräumen und Maßnahmen zu ergreifen, um die Münchnerinnen und Münchner dafür zu gewinnen.
Grundsätzlich bestätigt die FfE den SWM, auf dem richtigen Weg zu sein – hinsichtlich der Ausbauoffensive Erneuerbare Energien wie der Fernwärmevision. Fernwärme aus Geothermie erweist sich in den Berechnungen als effektivste Maßnahme, um im Münchner Wärmesektor CO2 einzusparen.

Details zur Studie und Handlungsempfehlungen (PDF, 160 KB)

Weitere Informationen
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