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Ausbauoffensive Erneuerbare Energien

Die Stadt München hat die Zeichen der Zeit erkannt. Sie setzt sich mit Hilfe ihres kommunalen Energie- und Infrastrukturunternehmens Stadtwerke München (SWM) an die Spitze des Klima- und Umweltschutzes. Die SWM sind Gestalter der Energiewende.

Offshore-Windpark Sandbank (Quelle: Vattenfall / Jan Oelker)

Offshore-Windpark Sandbank ist in Betrieb

Über die Hälfte auf dem Weg zu 100 Prozent Ökostrom für München ist geschafft

Weiterer Erfolg für die SWM Ausbauoffensive Erneuerbare Energien: Mit der jetzt erfolgten Inbetriebnahme des Offshore-Windparks Sandbank können die SWM bereits mehr als die Hälfte des Münchner Stromverbrauchs mit Ökostrom decken. Sandbank ist ein gemeinsames Projekt von Vattenfall (51 Prozent) und den SWM (49 Prozent). Der Windpark liegt 90 Kilometer westlich der Insel Sylt in der deutschen Nordsee und erstreckt sich auf eine Fläche von rund 60 Quadratkilometern. Die 72 installierten, fast 160 Meter hohen Windenergieanlagen haben insgesamt eine Leistung von 288 Megawatt und werden jährlich bis zu 1,4 Milliarden Kilowattstunden Ökostrom produzieren.

Dr. Florian Bieberbach, Vorsitzender der SWM Geschäftsführung: „Mit Sandbank haben wir ein weiteres Großprojekt unserer Ausbauoffensive Erneuerbare Energien erfolgreich realisiert. Es ist der vierte Offshore-Park, an dem wir beteiligt sind. Unser Anteil daran entspricht dem Jahresverbrauch von immerhin 250.000 Münchner Haushalten. Sandbank bringt uns damit unserem ehrgeizigen Ziel 100 Prozent Ökostrom für München einen gewaltigen Schritt näher.“

Ganzheitliche Energiestrategie

Die SWM setzen die Energiewende ganzheitlich um. Im Rahmen ihrer Ausbauoffensive Erneuerbare Energien forcieren sie die erneuerbare Energienutzung im Strom- wie auch im Wärmebereich. Denn nur wenn Strom und Wärme regenerativ erzeugt werden, kann die Energiewende gelingen.

Die Ziele der SWM:

  • Bis 2025 wollen die SWM so viel Ökostrom in eigenen Anlagen produzieren, wie ganz München benötigt. München wird damit weltweit die erste Millionenstadt, die dieses Ziel erreicht! Seit 2008 setzen die SWM ihre Ausbauoffensive Erneuerbare Energien um, ausgestattet mit einem Budget von 9 Milliarden Euro. Inzwischen verfügen sie über eine Erzeugungskapazität, die mehr als die Hälfte des Münchner Strombedarfs entspricht.

  • Um die Energiewende auch im Wärmemarkt zu erreichen, haben die SWM 2012 eine Fernwärme-Vision entwickelt: Bis 2040 soll München die erste deutsche Großstadt werden, in der Fernwärme zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energien gewonnen wird. Den wesentlichen Beitrag für die Ökowärme wird Geothermie leisten.

  • Ein weiterer regionaler Baustein des Klimaengagements ist M-Fernkälte. Dank der Ökokälte von Grundwasser und Stadtbächen sinkt der Energieverbrauch für die Kälteerzeugung um rund 70 Prozent. Schwerpunkt ist das wachsende Fernkältenetz in der Innenstadt.

Erneuerbare Energien-Anlagen der SWM

Heute verfügen die SWM über eine Erzeugungskapazität von rund 3,9 Milliarden Kilowattstunden Ökostrom. Das entspricht schon mehr als 50 Prozent des Münchner Stromverbrauchs. Die SWM erzeugen also schon deutlich mehr Ökostrom, als alle Münchner Privathaushalte und die elektrischen Verkehrsmittel der MVG verbrauchen. Neben regionalen Anlagen, die Wasser, Geothermie und Sonne nutzen, spielt der Wind die zentrale Rolle in der SWM Strategie.

Engagement regional und europaweit

Vorrang haben für die SWM Projekte in München und der Region. So betreiben die SWM hier derzeit 24 Photovoltaikanlagen, 13 Wasserkraftanlagen, eine Biogasaufbereitungsanlage, fünf Geothermieanlagen (zwei davon zur reinen Wärmeerzeugung) und eine Windkraftanlage. Weitere Erzeugungsanlagen sind in Planung.

Die SWM können im Raum München aber nicht so viel erneuerbaren Strom erzeugen, wie die Millionenstadt benötigt, da das regionale Potenzial begrenzt ist. Deshalb engagieren sie sich auch in Deutschland und in Europa. Innerhalb Europas wählen und nutzen sie die energetisch und wirtschaftlich am besten geeigneten Standorte zum Bau von Anlagen für regenerative Energieerzeugung. Diese Potenziale sichern die SWM für Münchens Energiezukunft.

Eingespeist wird der Strom dort, wo er produziert wird, u.a. um Verluste in den Leitungen durch lange Transportwege zu vermeiden. Das europäische Strom-Verbundnetz ist mit einem riesigen See zu vergleichen. Jeder, der Strom erzeugt, speist in diesen „Strom-See“ ein; jeder, der Strom verbraucht, entnimmt etwas. Jede regenerativ erzeugte Kilowattstunde macht den europäischen See sauberer.

Die Beteiligungen an klimafreundlichen Energiegewinnungsanlagen außerhalb Münchens sind also genauso sinnvoll wie die in München. Denn ihr Umwelteffekt kommt auch den Münchnerinnen und Münchnern zu gute. Allein durch die bereits produzierenden erneuerbaren Energien Anlagen der SWM wird jedes Jahr der Ausstoß von rund 2,5 Millionen Tonnen Kohlendioxid vermieden und mehr als 1,1 Tonnen radioaktiver Abfall. Je mehr sauberer Strom in den „Stromsee“ eingespeist wird, desto mehr verdrängt dieser den umweltbelastenden Strom aus herkömmlichen Energiequellen.

Erfahren Sie mehr über das Erklärmodell "Stromsee"

Im Wärmebereich wird in Deutschland die meiste Energie eingesetzt. Er macht rund 40 Prozent des Gesamtenergieverbrauchs aus, in Privathaushalten benötigen Heizung und Warmwasserbereitung sogar rund 90 Prozent. Die Energiewende kann als Ganzes nur gelingen, wenn hier ebenfalls erneuerbare Energiequellen konventionelle ersetzen. Der SWM Ansatz ist ein ganzheitlicher: Die Ausbauoffensive Erneuerbare Energien beinhaltet auch diesen großen, politisch wie auch wirtschaftlich lange vernachlässigten Teil der Energieerzeugung.

Mit gut 800 Kilometern Länge hat München eines der größten Fernwärmenetze in Europa. Derzeit erzeugen die SWM Fernwärme größtenteils in sehr energieeffizienten Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen (KWK). Bis 2040 sollen die fossilen Brennstoffe schrittweise durch erneuerbare Wärme abgelöst werden. Dann wird Geother­mie den wesentlichen Beitrag der Fernwärmeversorgung liefern. Für die Übergangszeit bleiben die Heizkraftwerke Nord und Süd mit ihrer klimaschonenden KWK als Brückentechnologie unverzichtbar für Münchens Versorgungssicherheit.

Nord-Süd-Schnitt durch das Voralpenland

Ökowärme: Geothermie­schatz unter München

Durch die langfristige Umstellung der Fernwärme auf regenerative Energiequellen werden die SWM die ohnehin schon sehr gute Klima- und Ressourcenbilanz der Fernwärme noch einmal erheblich verbessern. In München
und dem Umland sind die geologischen Voraussetzungen für die Nutzung der Erdwärme so gut wie in nahezu
keiner anderen Region Deutschlands. Die geothermische Energiequelle ist heißes Thermalwasser aus gut durchlässigen Kalksteinschichten (Malm). München sitzt auf einem riesigen Vorrat dieser natürlichen Energieart: In einer Tiefe von 2.000 bis über 3.000 Metern hat das Wasser 80 bis über 100 Grad Celsius. Die Wärme aus diesem Thermalwasser lässt sich optimal zum Heizen nutzen. Dazu wird das Wasser an die Oberfläche gepumpt und über Wärmetauscher geleitet, wobei ihm die Energie entzogen wird. Abgekühlt wird es wieder in die Tiefe zurückgeführt. Somit ist Erdwärme ein Kreislauf ohne Eingriff ins Ökosystem.

Im Stadtteil Riem und in der Gemeinde Sauerlach, südlich von München, nutzen die SWM die Erdwärme bereits seit längerem erfolgreich. Die Geothermieanlage im neuen Stadtteil Freiham ist seit Herbst 2016 in Betrieb. Eine weitere Anlage wird ab 2018 auf dem Gelände des Heizkraftwerks Süd entstehen. Vier weitere Geothermieanlagen wollen die SWM bis 2025 bauen.

Bei der Realisierung ihrer Vision kommt den SWM zugute, dass der Energiebedarf zu Heizzwecken durch Energieeinspar- und durch Energieeffizienzmaßnahmen wie Gebäudesanierungen langfristig nach und nach sinken wird.

Fernwärme-Vision der SWM

Der sommerliche Strombedarf in München nähert sich immer mehr dem im Winter an. Hauptgrund ist der zunehmende Einsatz von Klimaanlagen. Rechenzentren erfordern eine energieaufwändige Kühlung. Aber wegen des gestiegenen Komfortanspruchs gehört die Klimatisierung auch bei hochwertigen Büro- und Wohngebäuden sowie Einzelhandelsflächen inzwischen zur Grundausstattung. Dazu kommen extreme Klimaphänomene, wie sie besonders deutlich in den „Jahrhundert-Sommern“ der Jahre 2003, 2006 und 2015 aufgetreten sind.

M-Fernkälte bietet Vorteile für Klima, Kunden und die Stadt

Das Fernkälte-Prinzip ist ähnlich dem der Fernwärme: Wasser wird zentral abgekühlt und über eine Rohrleitung an die Kunden geliefert. Dort nimmt es Abwärme aus der Gebäudeklimatisierung auf. Anschließend wird es über eine zweite, parallel verlaufende Leitung der zentralen Kälteerzeugung zugeführt, wieder abgekühlt und den Kunden erneut zur Verfügung gestellt. Die SWM nutzen zur Kälteerzeugung auch Grundwasser und unterirdisch verlaufende Stadtbäche. Diese kühlen direkt oder werden zur Rückkühlung zentraler Kälteanlagen genutzt. Da es sich bei der Fernkälte um ein geschlossenes System handelt, gibt es keinen Eingriff in die Wasserökologie.

Durch diese natürliche Kühlung wird erheblich weniger elektrische Energie für die Kälteerzeugung benötigt – es ist eine Gesamtstromersparnis von rund 70 Prozent gegenüber individueller Maschinenkälte mit Kühlturm möglich. M-Fern­kälte ist Teil der SWM Strategie, in der Klimaschutz und die Reduzierung der Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen zentrale Bestandteile sind.  Insgesamt haben die SWM bislang allein in den Ausbau der Fernkälte in München über 30 Millionen Euro investiert.

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