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Trinkwasser-Gewinnung

Loisachtal

Direkt aus dem bayerischen Voralpenland kommt das Trinkwasser für die bayerische Hauptstadt. Aus drei verschiedenen Gewinnungsgebieten fließt es quellfrisch im natürlichen Gefälle nach München.

Das hervorragende Trinkwasser steigert die Lebensqualität der Weltstadt München. Um den Bedarf von 1,4 Millionen Menschen ökologisch verantwortungsbewusst zu decken, haben die Stadt und die Stadtwerke München im Laufe der Jahrzehnte drei Versorgungsgebiete erschlossen, die sich sinnvoll ergänzen und eines der besten Trinkwasser Europas aus dem Voralpenland nach München bringen: das Mangfalltal, die Schotterebene und das Loisachtal.

Wasserschloss im Mangfalltal
Grundwasserfassung Reisach

Die Mangfallregion um den Taubenberg – Naherholungsgebiet von außerordentlicher Schönheit und Naturparadies. Geformt durch die Gletscher der letzten Eiszeit prägen Berge und Wasserreichtum diese Landschaft. Das Gebiet birgt einen einzigartigen Grundwasserschatz. Vier ergiebige Grundwasserströme treffen hier im Untergrund zusammen. Als Quellen entspringen sie im Talgrund und an den Steilhängen des Mangfalltals.

Münchens Stadtväter haben die einmaligen Gewinnungsmöglichkeiten des Mangfalltals früh erkannt. Bereits in den Jahren 1879/1880 beschlossen sie, hier Trinkwasser zu gewinnen und in das 40 Kilometer entfernte München zu leiten.

Von der ersten Ausbaustufe bis zum dritten Freispiegelwerk – die Mangfalltal-Fassungen

In nur zwei Jahren, vom Frühjahr 1881 bis 1883, wurde die erste Ausbaustufe der zentralen Münchner Wasserversorgung aus dem Mangfalltal abgeschlossen. 1883 floss zum ersten Mal reines Quellwasser nach München.

Die erste Ausbaustufe umfasste im Wesentlichen:

  • Die Fassung der Mühlthaler Hangquellen.
  • Die erste Zuleitung von Mühlthal nach Deisenhofen mit 30 Kilometern Länge.
  • Die Erstellung von zwei Kammern des Hochbehälters Deisenhofen mit 38.000 m3.
  • Die Erstellung von zwei Druckrohrsträngen von 70 Zentimetern Durchmesser mit jeweils neun Kilometern Länge zum Stadtgebiet.

Noch vor dem ersten Weltkrieg wurden dann weitere Quellund Grundwasservorkommen erschlossen. So kamen zur Mühlthaler Fassung 1893 bis 1901 die Gotzinger Hangquellfassung und 1902 bis 1913 die sehr ergiebige Reisacher Grundwasserfassung hinzu. Bei diesen Gewinnungsanlagen handelt es sich um so genannte Freispiegelwerke, bei denen das Wasser ohne Einsatz von Pumpen in freiem Abfluss zutage tritt.

In der Reisacher Fassung wird das Grundwasser durch drei sternförmig auf einen Verteilungsschacht zuführende Sammelstollen gewonnen. Die in den wasserführenden Untergrund eingesetzten Sammelstollen weisen eine Länge von insgesamt etwa 1,8 Kilometer auf. Die Fassung gilt in ihrer Bauweise als Vorläufer der modernen Horizontalfilterbrunnen.

Für rund 80 Prozent des täglichen Wasserbedarfs

Die Fassungen im Mangfalltal liegen rund 100 Meter über dem Zentrum Münchens. Diese günstige Höhenlage erlaubt es, das gewonnene Wasser in freiem Gefälle, also ohne zusätzlichen Energieaufwand, nach München zu leiten.

Die drei Freispiegelwerke liefern mit durchschnittlich rund 2.800 Litern Wasser in der Sekunde einen Großteil der Grundlast und decken damit etwa 80 Prozent des täglichen Münchner Wasserbedarfs.

Für den Spitzenbedarf stehen noch zusätzlich die Brunnengruppen Thalham Nord und Thalham Süd zur Verfügung. Sie entstanden 1948 und 1949 und fördern aufgrund ihrer Ausbautiefe Grundwasser aus tiefen Regionen.

2009 haben wir die neue Trinkwasserzuleitung aus dem Mangfalltal in Betrieb genommen. Die moderne, unterirdisch verlaufende Druckleitung ersetzt eine Zubringerwasserleitung. Die neue Leitung wird die Versorgung Münchens mit Trinkwasser bester Qualität auch für die nächsten Generationen sicherstellen.

Durch die Wasserschutzinitiative der SWM eines der größten ökologisch bewirtschafteten Gebiete Deutschlands entstanden.

Brunnenhaus Loisachtal
Brunnenhaus zwischen Farchant und Oberau

Kleine Bachläufe, eindrucksvolle Wasserfälle, glasklare Quelltümpel: Das Loisachtal zwischen Garmisch-Partenkirchen und Eschenlohe ist bekannt für seinen Wasserreichtum. Als Anfang der 1950er-Jahre der Wasserbedarf in der Landeshauptstadt stark anstieg, griff der Stadtrat den Vorschlag des Ingenieurs Thiem aus dem Jahre 1876 auf, Trinkwasser im oberen Loisachtal zu gewinnen und nach München zu leiten.

Beste geologische Bedingungen

Umfangreiche hydrogeologische Untersuchungen bestätigten, dass das große Quellgebiet im Tal besonders günstige
Voraussetzungen zur Trinkwassergewinnung bietet: Das beiderseits von steil abfallenden Felswänden begrenzte und mit eiszeitlichen Sanden und Schottern aufgefüllte Tal bildet einen mächtigen, ergiebigen Grundwasserleiter. Tonige Zwischenschichten sorgen für eine hohe Schutzfunktion für die unteren Stockwerke. Unter ihnen wird das Grundwasser außerdem gestaut („gespanntes Grundwasser“), so dass es teilweise in artesischen Brunnen im Saughebeverfahren, das heißt ohne Energiebedarf, gefördert werden kann.

Vier Vertikal- und ein Horizontalfilterbrunnen, gebaut 1964/65 zwischen Farchant und Oberau, tragen heute zur Versorgung Münchens bei. Sie decken im Durchschnitt 20 Prozent des Wasserbedarfs der Landeshauptstadt.

Artenschutz und Artenvielfalt

Als Naturraum bietet das Loisachtal ein vielfältiges Nebeneinander unterschiedlichster Lebensräume. Hier befinden sich Fließgewässer, Quellbereiche, Hochmoore, Übergangsmoore, Niedermoore, Streuwiesen, Wälder, Weiden und ähnliche Bereiche. Sie sind die Heimat von etwa 500 bedrohten Tier- und Pflanzenarten. Die Moore des Loisachtals sind in Bayern und Deutschland von herausragender Bedeutung.

Die SWM und die zuständigen Naturschutzbehörden haben daher seit Beginn der Wassergewinnung ein aufwändiges Überwachungsprogramm entwickelt. Grundwasserstände und Wasserstände von Bächen werden ständig gemessen und regelmäßig bewertet. Unabhängige Gutachter untersuchen und bewerten darüber hinaus regelmäßig ausgewählte Lebensräume. Ziel aller Maßnahmen ist es, den Naturraum Loisachtal in seiner einzigartigen Vielfalt zu erhalten.

Hochbehälter Forstenrieder Park
Hochbehälter Forstenrieder Park

Reserve für Spitzenzeiten
Im Falle von Bedarfsspitzen gewinnen die SWM zusätzlich Trinkwasser in der südlichen Münchner Schotterebene. In den Jahren 1949 bis 1972 entstanden hier die fünf Förderwerke Trudering, Deisenhofener Forst, Höhenkirchener Forst, Forstenrieder Park und Arget.

Die Förderwerke in der Schotterebene waren bis zur Erschließung des dritten Gewinnungsgebiets im oberen Loisachtal zur Ergänzung der Grundlast aus dem Mangfalltal eingesetzt. Heute dienen sie als „Spitzenwerke“ für die Versorgungssicherheit: Sie werden zu Zeiten eines erhöhten Wasserbedarfs und bei einem möglichen Ausfall anderer Werke herangezogen.

Sichere Versorgung und beste Qualität – auf beides kommt es an

Sicherheit von der Quelle bis zum Wasserhahn ist oberstes Gebot. Die Quellgebiete im Mangfalltal und Loisachtal sind durch Gesteinsschichten bestens geschützt und werden regelmäßig überwacht. Da die Wasservorkommen aus dem regenreichen Rand des Gebirges gespeist und ständig nachgebildet werden, sind sie außerdem sehr ergiebig
und unerschöpflich.

Auch eine sichere Zuleitung ist von hoher Bedeutung. Durch mehrere unterirdische Leitungen wird das frisch gewonnene Wasser aus den Gewinnungsgebieten in die Hochbehälter im Süden der Stadt geleitet. Dabei kommt es darauf an, dass immer die richtige Wassermenge am richtigen Ort ist.

Sowohl die Gewinnungsanlagen als auch die Wasserleitungen sind so ausgerichtet, dass sie sich jederzeit gegenseitig ersetzen können. Ein möglicher Ausfall einer Anlage kann kurzfristig durch eine Anlage an anderer Stelle aufgefangen werden. So kann jederzeit Versorgungssicherheit gewährleistet werden.

Mehr zum erstklassigen Naturprodukt M-Wasser erfahren Sie in unserer Broschüre (PDF, 3280 KB).

Optimale Wasserdruck-Regulierung

Ob Sie auf Giesings Höhen wohnen oder im Isartal, im Erdgeschoss oder im fünften Stock - der Wasserdruck soll immer gleich sein. Um sicherzustellen, dass das Wasser immer mit drei bis sieben bar aus der Leitung kommt, haben wir insgesamt neun große Druckregulierstationen und sieben Kleinstationen eingerichtet. Mehr als 27.000 Hydranten und 31.000 Schieber sorgen zusätzlich für Ihre Versorgungssicherheit.

Mit diesem Aufwand kontrollieren wir ein Leitungsnetz, das bereits auf rund 3.200 Kilometer angewachsen ist. Von den ringförmig angelegten Hauptleitungen, den "Schlagadern" des Systems, zweigen zahlreiche kleinere Leitungen mit den unterschiedlichsten Durchmessern zum Verbraucher ab. Um die Versorgung zu optimieren, wird das Netz laufend erweitert. Und wir tun noch mehr. Für die Modernisierung und Instandhaltung der Leitungen geben wir jedes Jahr Millionensummen aus - damit sichern wir auch die zukünftige Trinkwasserqualität.

Hoch-, Mittel- und Niederzone

Eine technische Herausforderung stellen die unterschiedlichen Höhenlagen der Stadtteile dar. Deswegen sind die Stadtgebiete drei unterschiedlichen Druckzonen zugeteilt. Die Hochzone erhält ihr Wasser von den Behältern Forstenrieder Park und Kreuzpullach, die Niederzone vom Behälter Deisenhofen. Die zwischengeschaltete Mittelzone wird aus der Hochzone gespeist und gibt ihrerseits Wasser an die Niederzone ab.

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