Photovoltaik: Lohnt sich Solarstrom im Eigenheim?

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Photovoltaik: Lohnt sich Solarstrom im Eigenheim?

29.05.2020
Das Geschäft mit der Sonne boomt: Zahlreiche Solarmodule glänzen bereits von deutschen Wohngebäuden, und das Interesse an Photovoltaikanlagen ist weiterhin ungebrochen. Doch vor dem Kauf einer Solaranlage fragt sich jede/r Hauseigentümer*in: Lohnt sich eine Solaranlage auf dem eigenen Dach überhaupt?
Von Rendite profitieren
Die gute Nachricht vorweg: Eine Photovoltaikanlage im Eigenheim lohnt sich in fast allen Fällen. Doch warum eigentlich? Immerhin müssen Hauseigentümer*innen für das Kraftwerk auf dem Hausdach zunächst einmal investieren: Rund 10.000 Euro kostet eine Solaranlage mit fünf Kilowatt installierter Leistung samt Zubehör. Doch die Investition rentiert sich gleich mehrfach – denn der Solarstrom bringt zum einen Geld vom Staat und spart zum anderen Kosten für den Strom vom Versorger. Sonnige Aussichten für Besitzer*innen von PV-Anlagen auch in Sachen Rendite: Laut einer Studie der htw Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin 1 geht man bei PV-Anlagen von einer Gesamtkapitalrendite zwischen 2,8 und 4,7 Prozent aus. Setzen Hauseigentümer*innen auf Sonnenenergie, leisten sie zudem einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz.
 

Solarstrom einspeisen und Vergütung sichern

Hauseigentümer*innen mit einer eigenen Solaranlage können „ihren“ Strom entweder selbst nutzen oder in das öffentliche Stromnetz einspeisen. Beides lohnt sich und ist denkbar unkompliziert. Denn der Teil des Solarstroms, der nicht genutzt wird, fließt automatisch in das öffentliche Stromnetz. Dafür erhalten Hauseigentümer*innen sogar einen festen Abnahmepreis pro Kilowattstunde (kWh), die sogenannte Einspeisevergütung, fix für die Dauer von 20 Jahren. Je früher eine Photovoltaikanlage ans Netz geht, desto höher fällt die Vergütung aus. Die Fördersätze sinken zwar mit der Anzahl gebauter Photovoltaikanlagen – das gleicht sich jedoch dadurch aus, dass auch Solaranlagen immer günstiger werden.  
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Solarstrom selbst nutzen und profitieren

Wollen Hauseigentümer*innen zu ihren eigenen Stromlieferanten werden, sollten sie möglichst viel des Solarstroms selbst nutzen. Eigenverbrauch senkt den Bedarf an Netzstrom und lohnt sich ganz besonders. Denn zum Vergleich: Netzstrom kostet rund 28 Cent pro kWh netto, der Solarstrom einer 10-Kilowatt-Anlage nur etwa 10 bis 12 Cent pro kWh. 

Um einen hohen Eigenverbrauch zu erreichen, sollten PV-Anlagenbesitzer*innen Strom möglichst mittags nutzen, wenn die Sonneneinstrahlung hoch ist. Denn dann liefert die Anlage den meisten Strom. Wollen Hauseigentümer*innen den grünen Strom rund um die Uhr nutzen, lohnt sich ein Solarstromspeicher – er bewahrt den nicht genutzten Strom aus den Mittagsstunden für die Zeit auf, in der er benötigt wird. Damit lässt sich die Eigenverbrauchsquote nahezu verdoppeln.

Einfache Montage für alle Dächer

Photovoltaikanlagen gehören daher zu den risikoärmsten Investitionen im Wohnbereich – und zu den klimafreundlichsten. Eine Solaranlage mit sechs Kilowatt installierter Leistung spart beispielsweise jährlich 2.900 Kilogramm CO 2 ein, das entspricht der Leistung von rund 240 Bäumen. Außerdem steigert sie den Wert Ihrer Immobilie. Ein weiterer Vorteil: Solarmodule eignen sich für fast alle Dächer mit Ausrichtung nach Süden, Westen oder Osten. Die Südausrichtung sichert die höchsten Erträge. Solarmodule, die nach Ost oder West zeigen, liefern Strom am Morgen und Abend – genau dann, wenn der Strombedarf zuhause in der Regel am höchsten ist. .

Die Montage ist zudem einfacher als gedacht, in ein bis zwei Werktagen ist die Anlage installiert. Wichtig dabei: Auf die entsprechende Qualifizierung der Solar-Monteure achten. 
Haben Sie Fragen zum Erwerb und der Installation einer Photovoltaikanlage?
Informieren Sie sich über die Leistungen und Photovoltaik-Lösungen der Stadtwerke München. Unsere Mitarbeiter*innen beraten Sie gerne.

 
Weitere Infos
Tipps Photovoltaik
1 htw Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin im Auftrag der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen: Kurzstudie Sinnvolle Dimensionierung von Photovoltaikanlagen für Prosumer (März 2019)

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