EEG-Umlage, Steuern und Netzentgelte

So setzt sich Ihr Strompreis zusammen

10.08.2022 | Wird der Strom immer teurer? Wie setzt sich eigentlich der Strompreis zusammen? Und wie werden Verbraucher*innen entlastet? Diese Fragen stellen sich viele unserer Stromkund*innen. Wir haben die wichtigsten Antworten für Sie zusammengestellt.

Wegfall der EEG-Umlage

Stromkund*innen werden entlastet

Die Bundesregierung hat beschlossen, die Umlage zur Förderung der Energieerzeugung aus erneuerbaren Energien – kurz EEG-Umlage – zu streichen: Die EEG-Umlage sank ab 1. Juli 2022 von aktuell 3,72 Cent pro Kilowattstunde auf 0 Cent.

Diesen Wegfall geben wir vollständig an unsere Kund*innen weiter.
Die Verrechnung erfolgt automatisch mit der nächsten Rechnung.

Der Münchner Durchschnittshaushalt (2.500 kWh/Jahr, M-Strom) spart seit Juli 9,23 Euro pro Monat. 

Die Preise für Strom sind in der vergangenen Zeit stark gestiegen. Grund sind die explosionsartig gestiegenen Einkaufspreise, die die Versorger am Energiemarkt bezahlen. Doch die Strombeschaffung macht nur etwa die Hälfte des Strompreises aus. Die andere Hälfte entfällt auf Steuern, Abgaben und Umlagen sowie Netzentgelte.

Das sind die 3* Bestandteile des Strompreises:

Die Verteilung der Strombestandteile ist bei allen Stromanbietern gleich, bei Großkonzernen genauso wie bei kommunalen Unternehmen wie den SWM. 

  • 29 Prozent sind Steuern, staatliche Umlagen und Abgaben.
  • 49 Prozent erhalten die Stromanbieter (also z. B. die Stadtwerke München) dafür, dass sie den Strom erzeugen oder beschaffen, für den Vertrieb und den Kundenservice. 
  • 22 Prozent sind Netzentgelte, die die örtlichen Netzbetreiber dafür erhalten, dass sie die Stromnetze betreiben, instand halten, erneuern und erweitern. Sie sind für alle Stromanbieter in einem Netzgebiet gleich und gesetzlich reguliert.

* Quelle der Prozentwerte für einen Haushalt in Deutschland mit 3.500 kWh Jahresverbrauch: www.bdew.de, BDEW Juli 2022

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