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Smart Meter

Einführung von Smart Metern

11.11.2019
Nach und nach hält die intelligenten Messtechnik Einzug in die deutschen Haushalte. In einem ersten Schritt werden bis Ende 2020 zehn Prozent der heutigen Stromzähler auf moderne Messeinrichtungen (mMe) umgestellt. Die Stadtwerke München treiben diese neue Messtechnik aktiv voran.
Was bedeutet Smart Metering?
2016 ist das Gesetz zur Digitalisierung der Energiewende in Kraft getreten. Dessen Ziel war es, Stromnetze, Energieerzeugung und Energieverbrauch miteinander zu verknüpfen. Die Umsetzung des Gesetzes führt auch zum Austausch der klassischen, analogen Stromzähler durch elektronische, digitale Messeinrichtungen.

Für die Kund*innen ändert sich durch den Zählertausch zunächst nichts. Erst ab einem Jahresverbrauch über 6.000 kWh wird im Laufe der nächsten 10 bis 16 Jahre ein Gateway an den Zähler angeschlossen. Damit besitzt man dann ein intelligentes Messsystem und kann von sämtlichen Vorteilen der intelligenten Messung profitieren.
 
Smart Meter Grafik
Wie funktioniert ein Smart Meter?
Ist an einen Stromzähler eine Datenschnittstelle mit integriertem Sicherheitsmodul - ein so genanntes Gateway - angebunden, überträgt diese ihre Zählwerte automatisch an den zuständigen Messstellenbetreiber und weitere berechtigte Marktpartner. Diese Einheit aus Zähler und Gateway nennt man intelligentes Messsystem oder Smart Meter.

Die intelligenten Messsysteme sorgen für mehr Transparenz im Stromverbrauch und ermöglichen den Kund*innen, herauszufinden, wo sie im Haushalt Energie sparen können und ihr Verbrauchsverhalten bewusst zu steuern. Während der Zählerstand bei Privatkund*innen bisher nur einmal im Jahr abgelesen wurde, messen und melden die intelligenten Messsysteme den Zählerstand alle 15 Minuten. Sie sind zukünftig in einem Portal online einsehbar.

 
Vorteile durch intelligente Messysteme

Mit intelligente Messsystemen können Energiekosten gesenkt und  Effizienz und Komfort gesteigert werden.
  • Transparenz und Stromsparen: Sie können Ihren Stromverbrauch viel genauer und transparenter nachverfolgen als bisher und so Ihr Verbrauchsverhalten und Ihre Stromrechnung leichter nachvollziehen. Damit fällt auch das Stromsparen leichter.
  • Genauere und bequemere Abrechnung: Die Verbrauchsdaten werden automatisch an den Messstellenbetreiber übermittelt. Der Ablesedienst muss nicht mehr zu Ihnen kommen, was Mühe, Zeit und Geld spart. Es gibt keine Abschlagszahlung und Nachzahlungen mehr, weil Sie genau so viel Strom zahlen, wie verbraucht wurde.
  • Ein Gerät für Strom, Gas, Wasser und Wärme: Die Smart-Meter-Gateways können auch Ihren Gas-, Wasser- oder Wärmeverbrauch verarbeiten. Falls Ihr Messstellenbetreiber dies anbietet, können Sie alle Verbräuche messen und auf einen Blick analysieren, z. B. über eine App. Das spart Geld und ist bequem.
  • Energiewende sicherstellen: Mit intelligenten Messsystemen kann mehr Strom aus erneuerbaren Energien in die Stromnetze aufgenommen werden. Erneuerbare Energien wie Wind und Sonne unterliegen Schwankungen, dennoch muss der Strom immer gleichmäßig fließen. Auch der Verkehr soll zunehmend auf erneuerbare Energie umgestellt werden. Die intelligenten Messsysteme ermöglichen, die Erzeugung und den Verbrauch aufeinander abzustimmen, wenn viele Elektroautos gleichzeitig laden, so dass die Netze nicht überlastet werden.

Smart Metering in der Testphase
Die SWM haben u. a. ein eigenes Testlabor aufgebaut, in dem die technischen Komponenten wie Zähler und Gateway und die Datenübertragung einzeln als auch im Zusammenspiel getestet werden.

Darüber hinaus wird es mehrere Pilotprojekte geben. In den Gebäudekomplexen großer Wohnungsbaugesellschaften werden wir die Digitalisierung der Stromzähler mit unterschiedlichen Kommunikationsanbindungen testen.
 
Fragen und Antworten zu Smart Meter

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