Arbeitspreis, Grundpreis, Messpreis – einfach erklärt
Ihre Stromkosten setzen sich aus dem Grundpreis, dem Arbeitspreis und – je nach Tarif – dem Messpreis zusammen. Hier erfahren Sie, was sich hinter den einzelnen Bestandteilen verbirgt.
Was sind die Unterschiede zwischen Arbeitspreis, Grundpreis und Messpreis?
- Arbeitspreis:
Das ist der Betrag, den Sie in Cent pro verbrauchter Kilowattstunde (kWh) zahlen. Er richtet sich nach Ihrem tatsächlichen Stromverbrauch. - Grundpreis:
Beim Grundpreis handelt es sich um Kosten, die unabhängig von Ihrem Verbrauch anfallen. - Messpreis:
Das sind die Kosten für den Betrieb und die Messung für Ihren Stromzähler. Sie fallen jährlich unabhängig von Ihrem Verbrauch an. Die Höhe des Messpreises ist abhängig von Ihrem zuständigen Messdienstleister und von Ihrer Stromzählerart. In bestimmten Tarifen, wie beispielsweise M-Strom Fix, ist der Messpreis bereits im Grundpreis enthalten.
Strompreis am Beispiel der Grundversorgung München
Strompreis am Beispiel der Grundversorgung München
Folgende Faktoren fließen in den Grundpreis, Arbeitspreis und Messpreis ein:
Arbeitspreis
Cent pro kWh
-
Strombeschaffung
-
Vertriebskosten
-
Steuern, Umlagen und staatliche Abgaben
-
Netzentgelte (Betrieb des Stromnetzes)
Grundpreis
Euro pro Jahr
- Personal- und Sachkosten
- Netzentgelte (Betrieb des Stromnetzes)
Messpreis
Euro pro Jahr
- Installation, Wartung und regelmäßiger Austausch des Zählers
- Ablesen und Übermittlung der Verbrauchsdaten
Was ist beim Stromtarif besser: ein höherer Grundpreis oder ein höherer Arbeitspreis?
Ob ein hoher Grundpreis oder ein hoher Arbeitspreis besser ist, hängt davon ab, wie viel Strom Sie verbrauchen:
- Höherer Grundpreis, niedriger Arbeitspreis: Dieser Tarif lohnt sich vor allem für Haushalte mit hohem Stromverbrauch, zum Beispiel für Familien oder Menschen, die viel im Homeoffice arbeiten.
- Niedriger Grundpreis, höherer Arbeitspreis: Dieser Tarif passt besser zu Haushalten mit geringem Verbrauch, etwa Single-Haushalten oder Zweitwohnungen