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M-Fernkälte

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M-Fernkälte

Klimatisierungssystem der Zukunft

Fernkälte ist eine umweltschonende, energieeffiziente und kostengünstige Alternative zu konventionellen Klimaanlagen. Sie ermöglicht es, Gebäude umweltschonend zu klimatisieren.

Der Nutzen für die Umwelt ist beachtlich: Im Vergleich zu herkömmlichen Klimaanlagen verursacht Fernkälte weniger CO2-Emissionen und etwa die Hälfte des Primärenergieaufwands lässt sich sparen.

Die SWM haben ihren regenerativen Erzeugungsmix längst um den Baustein Fernkälte erweitert. Der Ausbau der „Öko-Energie“ schreitet rasch voran: So haben wir beispielsweise die Kältezentrale im Stachus-Bauwerk erneuert. Das Ergebnis ist eine Art Fern-Klimaanlage, die über isolierte Kältenetze die umliegenden Verbraucher versorgt.

Ihre Vorteile

Nicht nur die Umwelt profitiert von der Fernkälte. Sie bietet Ihnen zudem diese Vorteile:

  • Reduzierte Investitionskosten, da keine Kaltwassersätze und Rückkühler benötigt werden.
  • Minimierter Instandhaltungsaufwand: Inspektionen, Wartungen und Reparaturen an Kältemaschinen und Rückkühlwerken sind nicht mehr notwendig.
  • Energieeffiziente Kältetechnik: Sie bekommen kaltes Wasser geliefert und haben Ihre Kältemittelproblematik an einen kompetenten Dienstleister outgesourct.
  • Raumgewinn: Sie können teuren Raum anderweitig nutzen und müssen ihn nicht mehr zum Aufbau einer Kälteversorgung bereit halten.
  • Geringere Störungsanfälligkeit: Sie haben keine Störungen mehr an Kältemaschinen und Rückkühlwerken.
  • Keine Schall- und Hygieneproblematik durch Rückkühlwerke
  • Keine zusätzliche Kosten für zukünftige Modernisierungen


Kühlung aus dem Stadtbach

Mit Fernkälte wollen die SWM in den heißen Sommermonaten die Büros und Läden der Innenstadt kühlen. Es entsteht quasi eine Art Fern-Klimaanlage, die dann über isolierte Kältenetze die umliegenden Verbraucher versorgt. Dabei trägt der Stadtbach, der unterirdisch am Stachus vorbeifließt, zur Kühlung bei: Das Wasser wird über eine Rohrleitung an die Kunden geliefert. Dort nimmt es Abwärme aus der Gebäudeklimatisierung auf. Anschließend wird es über eine zweite, parallel verlaufende Leitung der zentralen Kälteerzeugung zugeführt, wieder abgekühlt und den Kunden erneut zur Verfügung gestellt.

Der Umweltnutzen dieses innovativen Kühlsystems ist hoch: Weil die Kälte zentral erzeugt wird und obendrein der Stadtbach als Kühlmittel aushilft, werden wertvolle Ressourcen geschont. Im Vergleich zu herkömmlichen, dezentralen Kälteanlagen lässt sich etwa die Hälfte des Primärenergieaufwands sparen.


Kaltes Grundwasser – eine natürliche Energiequelle

In München wird eine Fernkälteversorgung auch möglich, indem das Grundwasser aus U-Bahn Dükern genutzt wird. Dabei wird das vorhandene Grundwasser als Energiequelle „angezapft“ und in einem geschlossenen Kreislauf zur Kühlung verwandt, also energetisch sinnvoll genutzt.

Hier ist der Beitrag zum Umweltschutz noch größer. Als Energieverbrauch zum Kühlen fällt nur Strom für die Pumpen an. Zahlreiche Anlagen der Münchner U-Bahn verlaufen in grundwasserführenden Bodenschichten. In 182 unterirdischen Bauwerken, so genannten Dükern, wird das anströmende Grundwasser gesammelt, unter den U-Bahn-Anlagen hindurchgeleitet und kann dann als Fernkälte genutzt werden.

Wir haben bereits in Zusammenarbeit mit BMW diese umweltfreundliche Kälteversorgung erfolgreich realisiert.

Pressemitteilung vom 12.05.2017 (PDF, 473 KB)

Fernkältenetz Innenstadt
Seit 2011 betreiben die SWM ein inzwischen mehr als 14 Kilometer langes Fernkältenetz in der Münchner Innenstadt. In den Untergeschossen des Stachusbauwerks befinden sich zwei Kältezentralen, eine weitere am Odeonsplatz. Am Stachus tragen zudem neun große Eisspeicher dazu bei, aktuell nicht genutzte Kälte wirtschaft-lich und umweltschonend für Verbrauchsspitzen am Folgetag bereitzustellen.
Die SWM nutzen auch die natürliche Kälte des unterirdisch fließenden Westlichen Stadtgrabenbachs. Dadurch erreicht der EER (Energy Efficiency Ratio; Verhältnis Kälteleistung/Strombedarf) im Jahresmittel den Spitzenwert von 5,3 inklusive aller Hilfsenergien. In konventionellen Kälteanlagen liegt die Effizienz bei nur etwa der Hälfte, in kleineren Anlagen liegt sie sogar deutlich darunter.

Auch abseits der Innenstadt wird M-Fernkälte seit vielen Jahren eingesetzt:

  • Seit 2004 versorgen die SWM das Forschungs- und Innovationszentrum (FIZ) der BMW Group mit kaltem Wasser aus U-Bahndükern. Für dieses innovative und umweltschonende Projekt haben die SWM und die BMW Group im Jahr 2006 den Bayerischen Energiepreis erhalten. SWM und BMW Group: mehr zum Fernkälteprojekt
  • Die SWM Zentrale in Moosach nutzt seit 2005 Grundwasserkälte, seit 2014 auch das nebenan errichtete IT-Rathaus München. Eine Erweiterung des Kältenetzes wird u.a. die zukünftige Bebauung am Georg-Brauchle-Ring erschließen.
  • Seit 2017 stellen die SWM die ökologische Kälteversorgung einer Großdruckerei an der Dessauerstraße sicher. An der nahe gelegenen Moosacher Straße erhalten in Kürze weitere Gewerbebetriebe M-Fernkälte.
  • Seit 2018 wird ein neues Büro- und Geschäftshaus am Heimeranplatz mit Grundwasserkälte aus U-Bahndükern versorgt. Innovativ: Hierbei wird auch Wärme gewonnen. Die gleichzeitige Kälte- und Wärmenutzung trägt zu einer thermisch ausgeglicheneren Bilanz des Wasserhaushalts bei.
  • Weitere Fernkälteversorgungen im Stadtgebiet sind bereits geplant und im Bau.

Wir erzeugen die Kälte für Sie

Sie erhalten Fernkälte für Ihr Gebäude von uns als Rundum-Sorglospaket geliefert.

Interessiert?

Gerne arbeiten wir für Sie eine maßgeschneiderte Lösung aus. Denn: Grundsätzlich ist der Aufbau eines Fernkältesystems fast überall in München realisierbar. Gut zu wissen: Fernkälte rechnet sich ab einer Leistung von ca. 100 kW; dies ist jedoch von mehreren Faktoren, wie z. B. Vollbenutzungsstunden und Lage der Immobilie, abhängig. Damit ist Fernkälte vor allem für Bürokomplexe, Industrieanlagen, Hotels, Krankenhäuser, Shops und Kaufhäuser geeignet. Auch die Realisierung eines Contracting-Modells ist möglich.

Film zur M-Fernkälte

Stand: April 2018

Dieser Film wurde von muenchen.tv zur Verfügung gestellt.

Wünschen Sie ein Angebot oder haben Sie Fragen?

SWM Versorgungs GmbH
Emmy-Noether-Straße 2
80992 München

Herr Jürgen Hering
Tel: 089/23 61-45 53

Fax: 089/23 61-70 45 53
E-Mail: hering.juergen@swm.de