Biogas-Anlagen der SWM:
So funktioniert die Biogas-Anlage im Tierpark Hellabrunn
Futterreste und Mist, Substrat genannt, werden mit dem Radlader in gasdichte Fermenter, die Faulräume der Anlage, eingebracht und dort unter Luftabschluss mit Hilfe anaerober Bakterien vergoren. Beim Gärungsprozess entsteht Gas mit einem Methangehalt von 50 bis 54 Prozent. Das Wasser, das beim Gärungsprozess aus dem Substrat austritt, Perkolat genannt, wird im Fermenter verdüst.
Nach etwa 30 Tagen ist das Substrat vergoren und es wird kaum noch Methan gebildet. Der Fermenter wird entleert und mit neuem Substrat befüllt.
Die Biogas-Anlage besitzt insgesamt drei Fermenter, die jeweils um zehn Tage versetzt befüllt werden. Das sichert eine dauerhafte Biogaslieferung.
Das Biogas wird aus den Fermentern abgesaugt und über einen Speicher zum BHKW geleitet, einen modernen 4-Takt-Motor, sechs Zylinder. Im BHKW wird durch Kraft-Wärme-Kopplung umwelt schonend Strom erzeugt und gleichzeitig Wärme. Dadurch wird die eingesetzte Energie optimal genutzt.
Der Strom wird ins SWM Netz eingespeist. Die Wärme wird zur Beheizung der Fermenter und im Tierpark genutzt. Die Anlage liefert 240.000 kWh Strom und 230.000 kWh Wärme für den Tierpark. Gegenüber dem Einsatz von fossilen Brennstoffen wird so der Ausstoß von 190 Tonnen Kohlendioxid jährlich vermieden.
