Das Münchner Pilotprojekt "Fernkälte" überzeugt vor allem durch seine hohe Energie- und Schadstoffeinsparung. Es wurde 2006 mit dem Bayerischen Energiepreis ausgezeichnet. Zudem wurde das Projekt mit Mitteln des Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit und des Bayerischen Staatsministeriums für Wirtschaft, Infrastruktur, Verkehr und Technologie gefördert.
Hoher Umweltnutzen
Im Gegensatz zur konventionellen Kälteerzeugung mittels Kompressionskältemaschinen spart die Fernkälte jährlich rund 10 Millionen Kilowattstunden Strom ein. Das entspricht dem Jahresstromverbrauch von rund 3.000 Münchner Haushalten. Durch die Fernkälteanlage werden bis zu 6.300 Kohlendioxid pro Jahr vermieden. Rund 6,5 Millionen Euro investierten die SWM in das Fernkältepilotprojekt, das seit April 2004 in Betrieb ist.
Kaltes Wasser statt herkömmlicher Klimaanlage
Aus acht Dükern im Bereich der U-Bahnhöfe Feldmoching, Hasenbergl und Dülferstraße sowie aus je zwei in konventioneller Bauweise errichtenden Brunnenanlagen wird das etwa 11 bis 13 Grad kalte Grundwasser entnommen und über eine circa 4,6 Kilometer lange Rohrleitung in das BMW FIZ transportiert. Im FIZ wird dann anstelle einer konventionellen Klimaanlage die Kälte des Düker-Grundwassers zur Verfügung gestellt. Nach dem "Kühleinsatz" wird das auf etwa 17 Grad erwärmte Wasser wieder in die Düker und somit in den Grundwasserkreislauf zurückgespeist.
