Von der Quelle bis zum Wasserhahn

Trinkwasserversorgung einfach erklärt

06.12.2021 | Die SWM liefern rund 1,6 Millionen Menschen in München und Region quellfrisches Trinkwasser – und sichern dessen hervorragende Qualität. Doch wie kommt der natürliche Durstlöscher eigentlich ins Glas?

Das Münchner Trinkwasser ist ein Geschenk der Natur. Es stammt aus drei bestens geschützten Wassergewinnungsgebieten : aus dem etwa 40 Kilometer von München entfernten Mangfalltal, aus dem oberen Loisachtal zwischen Garmisch-Partenkirchen und Eschenlohe sowie aus der Schotterebene südöstlich von München. Diese liegen rund 100 Höhenmeter über dem Zentrum der Stadt.  

Durch diese Höhenlage können die SWM das gewonnene Grundwasser in natürlichem Gefälle durch unterirdische Leitungen in Sammelbecken leiten, und zwar in die Hochbehälter Kreuzpullach, Deisenhofen und Forstenrieder Park. Von dort fließen täglich bis zu 350 Millionen Liter Trinkwasser in das Leitungssystem der Stadt. 

Illustration: Fabia Matveev 

Reisacher Wasserschloss

Mitten im Wasserschutzgebiet im Mangfalltal steht die Reisacher Grundwasserfassung – auch bekannt als Wasserschloss. Das Reisacher Wasserschloss ist nicht nur ein imposantes Bauwerk, sondern auch ein wichtiger Bestandteil der Münchner Wasserversorgung. Denn: Hier beginnt der Weg des Trinkwassers nach München. 80 Prozent der Münchner bekommen das Wasser aus dem Mangfalltal. 

Im neun Meter tiefen, kreisrunden Sammelbecken des Schlosses rauscht das Wasser. Pro Sekunde machen sich 1.300 Liter davon auf den Weg in die Münchner Haushalte. Und das Ganze sogar ohne zusätzlichen Energieaufwand. Denn die Grundwasserfassung im Mangfalltal liegt rund 100 Meter über dem Zentrum Münchens. Es dauert rund sieben Stunden, bis es in den Hochbehältern im Münchner Süden ankommt. Und von dort dann nochmal etwa 20 Stunden, bis es in den Haushalten angekommen ist. 

Hochbehälter

Es gibt insgesamt drei Hochbehälter: im Forstenrieder Park, in Kreuzpullach und in Deisenhofen. Über unterirdische Leitungen wird das frisch gewonnene Wasser aus den Gewinnungsgebieten in die Hochbehälter im Süden der Stadt transportiert. Die Anlagen und Wasserleitungen sind so ausgerichtet, dass sie sich jederzeit gegenseitig ersetzen können. Ein möglicher Ausfall einer Anlage kann kurzfristig durch eine andere aufgefangen werden. So ist die Wasserversorgung Münchens jederzeit gewährleistet. 

SWM Labor

Trinkwasser ist eines der bestkontrollierten Lebensmittel. Im akkreditierten SWM Wasserlabor werden monatlich über 1.200 Wasserproben untersucht. Das Trinkwasser wird dafür aus allen Anlagen entnommen, die es durchläuft. Also aus Gewinnungsanlagen, Zuleitungen, Hochbehältern und aus dem Verteilungsnetz. Durch diese Messungen wird die Wasserqualität analysiert und bewertet. So stellen die SWM sicher, dass das M-Wasser eines der besten Trinkwasser Europas bleibt. 

Wassernetz

Ein rund 3.200 Kilometer langes Leitungsnetz durchzieht München. Ringförmig angelegte Hauptleitungen bilden die „Schlagadern” für das weitverzweigte Verteilungsnetz. Ob auf Giesings Höhen oder im Isartal: Das Wasser soll immer mit drei bis sieben bar aus der Leitung kommen. Für einen konstanten Wasserdruck sorgen wir mit neun großen Druckregulierstationen, sieben Kleinstationen, 27.000 Hydranten und 31.000 Schiebern.

Rund 1,6 Millionen Menschen in München versorgen wir über unser Verteilungsnetz mit quellfrischem M-Wasser – rund um die Uhr und jederzeit in der gewünschten Menge.

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