Forschungsprojekte
Hinter Innovationen stecken oft langjährige Forschungsprojekte. Hierfür arbeiten wir eng mit Referaten, Universitäten und Partnern aus der Industrie zusammen. Die Forschungsthemen reichen von Grundwassermanagement bis hin zur intelligenten Vernetzung von Elektromobilität.
Eneff_Netzregelung
Forschungsprojekt zur Netzregelung: Geothermie und KI
In unsere Fernwärmenetze speisen wir zunehmend erneuerbare Energie aus Geothermie ein. In einem Forschungsprojekt wollen wir nun herausfinden, wie wir unsere Netze am besten betreiben, um diese Energie optimal ausnutzen können. Unser Ziel ist es, eine KI zu entwickeln, die ein Fernwärmenetz automatisch regeln kann. Diese Software soll dann unsere Netz-Expert*innen unterstützen und Vorschläge machen, wie das Netz optimal betrieben werden kann.
SuperLink
Konsortium zur Supraleiter-Technologie
Im Rahmen eines Projektkonsortiums entwickeln und testen wir ein supraleitendes Kabelsystem für die Stromversorgung der Stadt München. Gemeinschaftlich sollen alle Komponenten eines Supraleiters entwickelt und im Umspannwerk Menzing für ein halbes Jahr unter realen Einsatzbedingungen getestet werden. Nach erfolgreichem Abschluss wollen wir eine Hochspannungsleitung zwischen Menzing und dem Energiestandort Süd in Sendling als „Hochtemperatur-Supraleiter“ (HTS) bauen. Mit 12 Kilometern wäre diese die längste Supraleiterverbindung der Welt.
GIGA-M
Geothermie-Forschungsvorhaben
Ein breites Bündnis von Akteuren in Stadt und Landkreis arbeitet im Forschungsvorhaben GIGA-M zusammen, um die Nutzung der Tiefengeothermie in der Region München weiter voranzubringen.
Ziel ist es, die Wärmeenergie im Untergrund schnell und möglichst umfassend zu erschließen, auf Basis einer optimierten gemeinsamen Nutzung des Thermalwasserreservoirs im Großraum München. Eine zentrale Grundlage hierfür bildet eine großangelegte Seismik-Messkampagne. Die seismischen Daten bilden die Grundlage eines Reservoirmanagement-Modells, das das Projektteam ebenfalls entwickelt. Mit diesem Modell sollen Bewertung und Planung von neuen Vorhaben deutlich beschleunigt werden können.
Das vier Jahre laufende Forschungsprojekt wird vom Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie gefördert und bereitet den Weg für die regionale Umstellung auf eine zukunftssichere und bezahlbare Wärmeversorgung.
Einbrunnen-Grundwasserwärmepumpe
Pilotanlage Oselstraße
Die LHM, der TUM-Lehrstuhl für Hydrogeologie, Baugrund Süd und die Stadtwerke München kooperieren im Forschungsprojekt „Einbrunnen-Grundwasserwärmepumpe“. Ziel ist die gemeinsame Planung, Umsetzung und Auswertung der Anlage, mit der eine städtisch geführte Kita an der Oselstraße auf eine erneuerbare Wärmeversorgung umgestellt wird. Gleichzeitig soll die Machbarkeit sowie ein sicherer und nachhaltiger Betrieb nachgewiesen werden.
Einbrunnensysteme könnten durch geringeren Platzbedarf, niedrigere Kosten und reduzierte hydraulische Auswirkungen eine effiziente Alternative zu herkömmlichen Zweibrunnenanlagen darstellen und damit zur Wärmewende in München beitragen.
Pilotprojekt
KIBIZ: Maschinellen Lernen
Unter der Leitung von Disy werden im Forschungsprojekt KIBIZ des Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt Verfahren des Maschinellen Lernens entwickelt, um aus videobasiertem und georeferenziertem Bildmaterial automatisch Daten für die kommunale Wärmeplanung zu gewinnen. Die SWM sind mit ihrem Geoinformationssystem an diesem Projekt beteiligt.
E-Motion2Grid
Batteriespeicher und intelligentes Laden
Im Rahmen des inzwischen abgeschlossenen Forschungsprojekts „E-Motion2Grid“ haben wir unter anderem einen Batteriespeicher auf unserem Firmengelände realisiert. Das Forschungsprojekt hat wichtige Erkenntnisse darüber geliefert, inwieweit stark frequentierte Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge das Stromnetz von München auslastet und wie es durch den Einsatz von Batteriespeichern entlastet werden kann.
bgeleitete Algorithmen liefern zukünftig wertvolle Unterstützung im Rahmen der Analyse von Nieder- und Mittelspannungsnetzen hinsichtlich ihrer Resilienz. In einem jüngst gestarteten Folgeprojekt „Grid-4-Electrification“ werden die Erkenntnisse von „E-Motion2Grid“ aufgegriffen und unter der Frage, welche Belastung etwa Wärmepumpen für das Stromnetz darstellen, weiter detailliert.
unIT-e2
Elektromobilität intelligent vernetzen
Wie die Elektromobilität optimal in das Stromnetz integriert werden kann, untersucht das Forschungsprojekt „unIT-e2 – Reallabor für verNETZte E‑Mobilität“ in bundesweit vier Feldversuchen. 29 Partner aus Automobil- und Energiewirtschaft, IT und Ladeinfrastruktur sowie Wissenschaft beteiligen sich an dem Verbundprojekt, um das komplexe Thema von allen Seiten gleichzeitig anzugehen, darunter auch die SWM.
Im Fokus stehen die Herausforderungen des „Smart Grids“, des „intelligenten Stromnetzes“. Neben der Weiterentwicklung der Smart-Meter-Infrastruktur werden auch die kommunikative Anbindung von Gebäuden an die Netzleitstelle und die Übermittlung von Sollwertvorgaben am Netzanschlusspunkt betrachtet. Im Feldversuch in München statten wir Gebäude mit einem Energiemanagementsystem aus. Wir erproben, wie flexible Anlagen wie E‑Autos, Wärmepumpen oder PV‑Anlagen für den Markt genutzt werden (etwa durch das Virtuelle Kraftwerk) und Regelleistung für Netzbetreiber erbringen können.
MINGA
Automatisierung des öffentlichen Nahverkehrs in München
Das Forschungsprojekt MINGA von SWM, MVG und zahlreichen weiteren Partner*innen ist ein wichtiger Schritt für die Münchner Mobilitätswende. Dabei sollen fahrerlose Verkehrssysteme intelligent miteinander verknüpft und sinnvoll in das bestehende Netz integriert werden. In der Projektlaufzeit bis Mitte 2027 liegt der Fokus darauf, On-Demand-Fahrzeuge und Busse zu automatisieren.