So sparen Sie Heiz- und Stromkosten

Energie sparen im Haushalt

04.04.2022 | Ob Wasserkocher, Spülmaschine oder Heizung: Im Haushalt gibt es viele Geräte, die Strom oder Wärmeenergie verbrauchen. Wenn Sie ein paar Dinge beherzigen, können Sie ohne viel Aufwand Energie und damit Kosten sparen. Wir haben die wichtigsten Tipps in Text und Film zusammengefasst.

Energiespar-Tipps vom Experten

Stefan Memminger, Leiter der SWM Energieberatung, berät SWM Kund*innen zum bewussten Umgang mit Energie. Seine besten Tipps aus 15 Jahren Energieberatung gibt er hier weiter:

Raumheizung
80 Prozent des Energieverbrauchs entfallen auf die Raumheizung. Mit einfachen Maßnahmen lässt sich hier deshalb oft eine Menge sparen: Heizkörper sollten nicht mit Vorhängen, Verkleidungen oder Möbeln verdeckt werden. Nur so kann sich die Wärme ungehindert im Raum verteilen.

Heiztemperatur und Heizkörper
Richtlinien für die Heiztemperatur beachten – jedes Grad zu viel belastet den Geldbeutel unnötig. Unsere Empfehlung: 20 bis 21 Grad im Wohnzimmer, 18 Grad in der Küche, 23 Grad im Badezimmer und 16 Grad im Schlafzimmer. Ebenfalls ganz wichtig: Die Heizkörper regelmäßig entlüften!

Licht
Nutzen Sie am besten LED-Lampen: Sie enthalten kein Quecksilber, sind sofort hell, haben eine längere Lebensdauer (bis zu 50.000 Stunden), sparen noch mehr Strom als Energiesparlampen und erzeugen ein besseres Licht. LED-Leuchten gibt es in unterschiedlichen Farbnuancen von warmweiß über neutralweiß bis hin zu tageslichtweiß (kaltweiß). Beim Lampenkauf auf Helligkeit (in Lumen) statt Watt achten. Das EU-Energieeffizienz-Label kennzeichnet energiesparende Modelle.

Und: Verlassen Sie den Raum für längere Zeit, gilt: Licht aus!

Fenster
Undichte Fenster, Haustüren und Rollodeckel sorgen für sehr hohe Energieverluste und unangenehme Zugerscheinungen. Kontrollieren Sie regelmäßig die Dichtungen auf ihre Funktionstüchtigkeit und erneuern Sie diese bei Bedarf. Falls bei alten Fenstern noch keine Dichtungen vorhanden sind, sollten Sie Gummilippendichtungen nachrüsten.

Lüften
Dauerlüften bei gekipptem Fenster vermeiden: Der Luftaustausch ist zu gering, die Wände kühlen aus und die Gefahr von Schimmelbildung steigt. Lieber kürzer und dafür öfter lüften.

Fernseher
Die Stromeffizienz von TV-Geräten ist stark gestiegen. Ein Plasmafernseher der ersten Generation verbraucht noch bis zu 500 Watt, während ein gleich großer LED-Fernseher unter 50 Watt benötigt. Es lohnt sich also, über eine Neuanschaffung nachzudenken. Achten Sie auf das Energiesparlabel.

Duschen und Baden
Duschen statt ein Vollbad nehmen. Und auch beim Duschen darauf achten, nicht unnötig warmes Wasser laufen zu lassen. Mit einem Sparduschkopf lässt sich der Wasserverbrauch sogar um bis zu 50 Prozent reduzieren. Das rentiert sich gleich dreifach: Sowohl Wasser-, Abwasser- als auch Energiekosten sinken.

Waschen
Auf Kochwäsche und Vorwaschgang verzichten. Die Trommel immer voll machen! Danach Wind und Sonne zum Wäschetrocknen nutzen. Wäschetrockner zählen zu den größten Stromfressern im Haushalt!

Stand-by
Fernseher, Drucker, Computer richtig ausschalten statt im Stand-by-Modus laufen zu lassen. Das heißt: Den Aus-Knopf drücken oder, wenn das Gerät keinen Aus-Knopf besitzt, den Netzstecker ziehen. Mit einer ausschaltbaren Steckerleiste lassen sich gleich mehrere Geräte vom Netz nehmen. Bei Geräten, die Sie nach 2010 erworben haben, ist der Stand-by Verbrauch sehr gering. Hier sollten Sie den Aus-Knopf nicht drücken, denn sonst gehen die gespeicherten Einstellungen verloren.

Küchengeräte
In den vergangenen Jahren hat sich die Energieeffizienz von Kühlschränken und Gefriertruhen stark verbessert. Meist amortisieren sich die Kosten für ein neues Gerät innerhalb weniger Jahre über die geringen Stromkosten.

Eine Vereisungsdicke Ihres Kühlschranks von 5 Millimeter erhöht den Stromverbrauch um ca. 30 Prozent, daher: regelmäßig abtauen!

Mikrowelle nur für kleine Mengen und nicht zum Auftauen nutzen.

Besonders sparsame Haushaltsgeräte

Hier finden Sie eine Übersicht der sparsamsten Haushaltsgeräte sortiert nach Stromverbrauch oder Gesamtkosten über die Lebensdauer der Geräte – sowie Hinweise, woraus Sie beim Kauf achten sollten. Die Informationen können Sie als PDF-Dokument herunterladen oder in der Online-Datenbank einsehen.
Bitte beachten Sie: Die Datenbank wird aktuell hinsichtlich der neuen EU-Energielabels überarbeitet.

Zur Datenbank

Besonders sparsame Haushaltsgeräte (PDF)

Energiespartipps im Film

Heizen und lüften

 

 

Duschen und baden

 

 

Kochen und backen

 

 

Kühlen und gefrieren

 

 

Geschirr spülen

 

 

Waschen und trocknen

 

 

Licht und Lampen

 

 

Auszeichnungen