2.7.2026 - SWM: Information für die Medien

SWM erhöhen Anteile an ihrer Telekommunikationstochter M-net

Intensivere Zusammenarbeit für den weiteren Glasfaser-Ausbau

  • Erhöhung der Anteile von 63,8 auf 76,8 Prozent
  • Starker kommunaler Gesellschafterkreis mit Stadtwerken München, Allgäuer Überlandwerk und Stadtwerken Augsburg
  • Klares Bekenntnis für den weiteren Ausbau der digitalen Infrastruktur und die regionale Wertschöpfung
  • Intensivierung der Zusammenarbeit beim Glasfaserausbau und engere Verzahnung bei der weiteren Entwicklung von Infrastruktur und Vertrieb

Die Stadtwerke München (SWM) stärken die Verbindung zu ihrer 1996 gegründeten Telekommunikationstochter, dem führenden bayerischen Glasfaseranbieter M‑net. Dazu haben sie ihre Beteiligung an M-net von rund 63,8 Prozent auf rund 76,8 Prozent erhöht. Der Schritt festigt die strategische Position von M‑net im Telekommunikationsmarkt und gibt dem Unternehmen eine klare und langfristige Perspektive für die weitere Geschäftsentwicklung. Gemeinsames Ziel ist es, den Glasfaserausbau in München und in weiteren Regionen Bayerns voranzutreiben und die digitale Infrastruktur als Bestandteil der kommunalen Daseinsvorsorge nachhaltig auszubauen.

Mit der Aufstockung der Anteile an M-net unterstreichen die Stadtwerke München ihre Rolle als zentraler Infrastrukturanbieter für die Region. Der Erwerb der Anteile von den bisherigen Mitgesellschaftern N-ERGIE Nürnberg, ESTW Erlangen sowie infra fürth gmbh ist ein klares Bekenntnis zur digitalen Zukunftssicherung, zur Stärkung regionaler Wertschöpfung und zur Entwicklung moderner Glasfasernetze. Anteilseigner neben den SWM sind weiterhin das Allgäuer Überlandwerk (AÜW), das seinen Anteil auf 10 Prozent erhöht, sowie die Stadtwerke Augsburg (swa) mit einem Anteil von unverändert 13,2 Prozent.

Erwerb zusätzlicher Anteile schafft Basis für intensivere Zusammenarbeit
Die Konsolidierung des Gesellschafterkreises folgt einer klaren industriellen Logik und trägt operativ den gemeinsamen regionalen Schwerpunkten des Glasfaserausbaus Rechnung: M-net versorgt in Bayern und im angrenzenden Main-Kinzig-Kreis insgesamt eine knappe Million angeschlossene Haushalte auf Basis von Glasfaserleitungen bis zum Kabelverzweiger (FTTC), bis in die Gebäudekeller (FTTB) oder bis in die einzelnen Wohnungen und Gewerbeeinheiten (FTTH). Allein in München sind rund 650.000 Haushalte an die Glasfaser-Infrastruktur von M-net und den SWM angebunden und sollen in den kommenden Jahren durchgängig mit der modernsten Technologie FTTH erschlossen werden. Weitere rund 40.000 glasfaserbasierte Haushalte befinden sich im Versorgungsgebiet von swa und AÜW.

Mit dem Erwerb der zusätzlichen Anteile schaffen die SWM die Voraussetzung für eine intensivere Zusammenarbeit: Die Vereinheitlichung der Entscheidungsstrukturen reduziert Komplexität und Abstimmungsaufwand und beschleunigt die Umsetzung strategischer Projekte. Die weitere Entwicklung der Infrastruktur sowie vertriebliche Maßnahmen können auf diese Weise noch stärker verzahnt werden. Erst kürzlich hatten SWM und M-net eine gemeinsame Vermarktung von Telekommunikations-, Strom- und Gasprodukten über die Münchner Shops von M‑net sowie den M-net Direktvertrieb in der Region bekanntgegeben.

Mehr zur gemeinsamen Vermarktung

Langfristiges Ziel der engen Anbindung von M-net ist die Erhöhung der Netzauslastung und damit auch des Werts der umfangreichen Glasfaserinfrastruktur – sei es durch die eigene Vermarktung oder auch über Open-Access-Kooperationen.

„Mit diesem Schritt setzen wir ein klares Signal: Die SWM stehen langfristig zu ihrer Telekommunikationstochter. Wir haben großes Vertrauen in die Leistungsfähigkeit von M-net und wollen die vielfältigen Zukunftschancen gemeinsam noch besser nutzen. Damit stärken wir nicht nur das Unternehmen selbst, sondern auch den Wirtschafts- und Innovationsstandort München“, so Dr. Thomas Meerpohl, Leiter des Beteiligungsmanagements der Stadtwerke München und Vorsitzender des Aufsichtsrats von M-net.

Für M-net bedeutet die Transaktion vor allem langfristige Stabilität sowie erweiterte strategische und finanzielle Flexibilität, um die Rolle als führender bayerischer Glasfaseranbieter auch in Zukunft weiterzuentwickeln und die sich bietenden Potenziale im Markt noch stärker auszuschöpfen: „Die Aufstockung der Anteile ist ein klares Bekenntnis für unser Geschäftsmodell als regionaler und kommunaler Infrastrukturpartner für den Glasfaserausbau im städtischen und ländlichen Umfeld in Bayern. Durch die konsolidierte Gesellschafterstruktur und die klare strategische Anbindung erhalten wir langfristige Planungssicherheit für die weitere Entfaltung des operativen Geschäfts und künftige Investitionen. Damit verbessern wir unsere Wettbewerbsfähigkeit gegenüber großen nationalen Anbietern oder anderen regionalen Akteuren bei der Entwicklung von Wachstumschancen in München und ganz Bayern. Wir danken allen Gesellschaftern, insbesondere auch N-ERGIE, ESTW und infra fürth, für die gemeinsame 30-jährige Erfolgsgeschichte – und freuen uns, den Weg in die Zukunft nun in veränderter Konstellation ebenso erfolgreich zu gestalten“, so Soeren Wendler, Sprecher der Geschäftsführung von M-net.

Impuls für München und Bayern
Für die Landeshauptstadt München bringt die gestärkte Verbindung zwischen den SWM und M-net konkrete Vorteile: Ein klarer Fokus liegt auf der Beschleunigung des Glasfaserausbaus bis in die einzelnen Gebäude und Wohnungen. Damit leisten die beiden Unternehmen einen wichtigen Beitrag zur Sicherung einer leistungsfähigen digitalen Infrastruktur als Grundlage für Wirtschaft, Verwaltung und Gesellschaft. Aber auch über München hinaus entfaltet die Maßnahme positive Effekte: So erhält M-net Planungssicherheit für den Glasfaserausbau in weiteren Regionen Bayerns, um seine Rolle als regional verankerter Telekommunikationsanbieter in privatwirtschaftlichen und kommunalen Kooperationen beim Ausbau von Breitbandnetzen noch stärker wahrzunehmen. Damit tragen die Unternehmen verstärkt auch zur Förderung gleichwertiger Lebensverhältnisse in Stadt und Land durch moderne digitale Infrastruktur bei.
 

Über die SWM
Die Stadtwerke München (SWM) sind mit rund 12.000 Mitarbeitenden und 6,3 Milliarden Euro Umsatz eines der größten Energie- und Infrastrukturunternehmen Deutschlands. Als kommunale Tochtergesellschaft der Landeshauptstadt München stehen die SWM für eine sichere Versorgung mit Energie (Strom, Erdgas, Fernwärme, Fernkälte), eine stadtgerechte Mobilität (U-Bahn, Bus, Tram und neue, innovative Mobilitätslösungen) sowie für zukunftsfähige Telekommunikationsleistungen, quellfrisches Trinkwasser aus dem bayerischen Voralpenland sowie moderne Hallen- und Freibäder. Die SWM sind damit ein wichtiger Teil der kommunalen Daseinsvorsorge und leisten einen wesentlichen Beitrag für die Wirtschaftskraft und Lebensqualität in München und der Region. Mehr Infos

Über M-net
M-net ist der führende Glasfaseranbieter Bayerns und bietet seinen Kunden schnelles Internet, günstige Telefon- und Mobilfunkanschlüsse sowie ein breites Fernsehangebot. Auch Geschäftskunden sind bei M‑net an der richtigen Adresse: Sie erhalten bei M-net Internet-, Telefonie-, Vernetzungs- und Rechenzentrumsleistungen und eine individuelle Betreuung vor Ort. Als Anbieter aus der Region für die Region vernetzt M-net die Gemeinschaft vor Ort und schafft jeden Tag neue Möglichkeiten in der digitalen Welt. Darüber hinaus übernimmt M-net auch gesellschaftliche Verantwortung für eine nachhaltige Zukunft.

Das Unternehmen ist Vorreiter beim Einsatz der zukunftsfähigen Glasfaser-Technologie und wurde beim Connect Festnetztest achtmal in Folge mit der Note „sehr gut“ ausgezeichnet. Zusätzlich setzte sich M-net im SOHO-Highspeed-Test 2026 der connect professional als bester regionaler Anbieter und Gewinner der Multi-Gigabit-Sonderwertung doppelt an die Spitze. Das Versorgungsgebiet von M-net umfasst große Teile Bayerns, den Großraum Ulm und den hessischen Main-Kinzig-Kreis. Hinter M-net steht mit den Stadtwerken München und Augsburg sowie dem Allgäuer Überlandwerk ein Gesellschafterkreis namhafter Regionalversorger. M-net zählt rund 510.000 Geschäfts- und Privatkundenanschlüsse, beschäftigt über 920 Mitarbeitende und erzielte im Geschäftsjahr 2024 einen Umsatz von rund 272 Millionen Euro.
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