Photovoltaik lohnt sich – auch ohne EEG-Vergütung
27.01.2026 | Bundeswirtschaftsministerin Katharina Reiche überlegt, die EEG-Vergütung für Ökostrom aus neuen privaten PV-Anlagen abzuschaffen. Nun fragen sich viele Hauseigentümer*innen, ob eine Photovoltaik-Anlage in diesem Fall wirtschaftlich noch sinnvoll ist. Wir haben die Zahlen geprüft: Damit sich eine PV-Anlage auch ohne EEG-Einspeisevergütung rentiert, ist es wichtig, den Eigenverbrauch zu optimieren. Denn je mehr des selbst erzeugten Solarstroms Sie direkt in Ihrem Haushalt nutzen, desto größer sind die Einsparungen.
Was ist die EEG-Vergütung?
Wer selbst erzeugten Solarstrom ins Stromnetz einspeist, erhält 20 Jahre lang einen festen Betrag pro Kilowattstunde. Dieser ist von der Größe der Anlage, der Art der Einspeisung und dem Zeitpunkt der Inbetriebnahme abhängig. Die Eispeisevergütung für PV-Anlagen, die neu ans Netz gehen, sinkt alle sechs Monate um jeweils ein Prozent, das nächste Mal am 1. Februar 2026. Die neue Vergütung gilt dann für Anlagen, die bis 31. Juli 2026 in Betrieb genommen werden, danach sinkt sie erneut. Dies ist im Erneuerbare-Energien-Gesetz geregelt, kurz EEG.
Bundeswirtschaftsministerin Katharine Reiche hat die Förderung privater Solaranlagen durch die EEG-Einspeisevergütung in Frage gestellt. Ob sie allerdings wirklich gestrichen oder durch eine alternative Förderung ersetzt wird, ist bisher noch unklar.
Gut zu wissen: Mögliche Anpassungen oder Kürzungen der Einspeisevergütung betreffen ausschließlich neue Anlagen, die erst nach einer Gesetzesänderung ans Netz gehen. Wer vor einer Änderung bereits eine PV-Anlage betreibt, genießt also weiterhin Bestandsschutz.
Photovoltaik: Auch ohne EEG wirtschaftlich sinnvoll
Unsere Berechnungen zeigen: Selbst ohne EEG-Vergütung kann eine durchschnittliche PV-Anlage mit einer Leistung von 9,5 Kilowatt-Peak (kWp) wirtschaftlich bleiben – vorausgesetzt, der Eigenverbrauch wird optimiert. Je mehr des selbst erzeugten Solarstroms Sie direkt in Ihrem Haushalt nutzen, desto größer sind die Einsparungen.
Wie lässt sich der Eigenverbrauch steigern?
- Batteriespeicher: Damit steht der tagsüber erzeugte Solarstrom auch abends und nachts zur Verfügung – oft ist dann der Strombedarf am höchsten.
- Wallbox fürs Elektroauto: Wer zusätzlich ein E-Auto lädt, nutzt den Solarstrom nicht nur für den Haushalt, sondern auch für die Mobilität. Das erhöht den Eigenverbrauch deutlich.
Beispielrechnung:
Bei einer PV-Anlage mit 9,5 Kilowatt-Peak (kWp) mit Speicher und Wallbox beträgt die Amortisationszeit 13 Jahre und 7 Monate, ganz ohne EEG-Vergütung. Damit bleibt die Investition in einem attraktiven Rahmen und bietet Ihnen weiterhin verlässliche Vorteile.
Jetzt noch von der EEG-Vergütung profitieren
Wer die Vorteile der EEG-Einspeisevergütung noch nutzen möchte, sollte nicht zu lange warten. Ab Februar 2026 liegt die Einspeisevergütung bei rund 7,78 Cent pro Kilowattstunde (kWh) bis 10 kWp Anlagenleistung und sichert Ihnen über 20 Jahre hinweg eine stabile Einnahmequelle. Da die Zukunft des EEG jedoch ungewiss ist, lohnt sich schnelles Handeln.
Eine PV-Anlage bietet eine einfache, sichere Möglichkeit, sich unabhängiger vom öffentlichen Stromnetz zu machen und gleichzeitig die Umwelt zu schonen. Ob mit oder ohne EEG-Vergütung – eine PV-Anlage ist eine langfristig rentable Investition.