Wie hoch ist der Ertrag einer Photovoltaikanlage im Jahresverlauf?
13.06.2024 I Photovoltaikanlagen erzeugen insbesondere in den Sommermonaten hohe Strommengen. Aber wie sieht es über das Jahr verteilt aus? Wir haben uns den Photovoltaik-Ertrag im Jahresverlauf genauer angesehen.
Die Globalstrahlung: Ein wichtiger Faktor für den PV-Ertrag
Die Globalstrahlung setzt sich aus der direkten Strahlung der Sonne, der diffusen Himmelsstrahlung und der streuenden Strahlung von Wolken und anderen atmosphärischen Bestandteilen zusammen. Diese drei Komponenten ergeben die Gesamtstrahlung, die als Globalstrahlung bezeichnet und in Kilowattstunden pro Quadratmeter (kWh/m²) angegeben wird.
Für die Leistung einer PV‑Anlage ist die Jahressumme entscheidend, wobei es in Deutschland geografische Unterschiede in der Globalstrahlung gibt. Während die Globalstrahlung in Süddeutschland pro Jahr circa 1.200 Kilowattstunden pro Quadratmeter erreicht, werden in Norddeutschland „nur“ rund 1.000 Kilowattstunden pro Quadratmeter gemessen.
Die Tabelle rechts zeigt die jeweiligen Monatssummen der Globalstrahlung im Jahr 2023 in München und Deutschland in der Einheit Kilowattstunden pro Quadratmeter.
Die Strahlung nimmt von Januar bis Juni stetig zu, dann fällt sie wieder stetig bis Dezember. Dabei übersteigt die Globalstrahlung in München in 10 Monaten die Globalstrahlung in Deutschland.
Quelle: Deutscher Wetterdienst
Lohnt sich die PV‑Anlage auch im Winter?
Ein größerer Teil des jährlichen PV-Ertrags fällt typischerweise auf die sonnenreichen Monate (April bis September). Die tatsächliche Verteilung hängt von Standort, Ausrichtung und Witterung ab. Auch im Winterhalbjahr (Oktober bis März) erzeugen PV‑Anlagen weiterhin Strom. Der tatsächliche Ertrag hängt jedoch auch hier von den jeweiligen Standort- und Wetterbedingungen ab. Um im Sommerhalbjahr den Ertrag von eigenproduzierter Energie bestmöglich auszuschöpfen, lohnt es sich, zusätzlich einen Stromspeicher zu installieren. Dieser kann tagsüber selbst erzeugten Solarstrom zwischenspeichern und zu einem späteren Zeitpunkt nutzbar machen. Dadurch kann sich der Bezug von Strom aus dem Netz verringern.