Elektromobilität

Ladeinfrastruktur-Förderung für E-LKW: Jetzt profitieren

06.07.2026 | Unternehmen, die ihre Flotte auf E-LKW umstellen wollen, müssen eine leistungsfähige Ladeinfrastruktur an nicht-öffentlichen Standorten aufbauen. Der Bund macht das jetzt einfacher – mit einem milliardenschweren Förderprogramm, das Logistik- und Transportunternehmen direkt unterstützt. Das Stellen erster Förderanträge ist bereits möglich.

Die Elektrifizierung des Güterverkehrs nimmt Fahrt auf

Das Bundesministerium für Verkehr (BMV) hat mit seiner neuen Förderrichtlinie ein klares Signal gesetzt: Unternehmen, die Depot-Ladeinfrastruktur (Ladeinfrastruktur für die E-LKW-Flotte am eigenen Unternehmensstandort) aufbauen wollen, erhalten staatliche Unterstützung. Über vier Jahre steht insgesamt eine Milliarde Euro bereit. Dabei berücksichtigt die Förderung sowohl öffentlich zugängliche als auch nicht‑öffentlich zugängliche Ladeinfrastruktur, legt jedoch einen deutlichen Schwerpunkt auf nicht‑öffentlich zugängliche Lösungen an betrieblichen Standorten.

Was wird bei der E-LKW-Ladeinfrastruktur gefördert?

Förderfähig sind die Anschaffung und Errichtung folgender Bestandteile der Ladeinfrastruktur:

  • Ladepunkte (Mindestleistung je nach Förderaufruf 50 beziehungsweise 100 Kilowatt)
  • Erforderlicher Netzanschluss
  • Batteriespeicher
  • Ladelast-Managementsysteme

Da gerade Netzanschluss und Lastmanagement in der Praxis zu den wesentlichen Kostentreibern und Investitionshemmnissen zählen, kann die Bundesförderung einen wichtigen Beitrag zur Entlastung leisten.

Das Programm unterscheidet drei Förderaufrufe:

  • Förderaufruf A:
    Nicht-öffentliche Ladeinfrastruktur für kleine und mittlere Unternehmen (KMU)


    Antragsfrist: 5. Juni bis 30. September 2026

    Mindestleistung pro Ladepunkt: 50 Kilowatt (DC)
    Die Bewilligung erfolgt in der Reihenfolge der Antragseingänge, ohne Auswahlverfahren. Die Infrastruktur kann dabei auch einem eingeschränkten Nutzerkreis zugänglich gemacht werden. Da die Förderung gedeckelt ist, lohnt sich schnell sein hier besonders.
     

  • Förderaufruf B:
    Nicht-öffentliche Ladeinfrastruktur für alle Unternehmen


    Antragsfrist: 26. Mai bis 7. Juli 2026

    Mindestleistung pro Ladepunkt: 50 Kilowatt
    Die Bewilligung erfolgt im wettbewerblichen Auswahlverfahren. Zentrales Priorisierungskriterium ist die Förderintensität je aufgebauter Ladeleistung. Wer also bereit ist, einen größeren Eigenanteil zu tragen, wird bevorzugt. Die Förderung beträgt maximal 5 Millionen Euro pro Antrag.

  • Förderaufruf C:
    Öffentlich zugängliche Ladeinfrastruktur

    Antragsfrist:
    26. Mai bis 7. Juli 2026

    Mindestleistung pro Ladepunkt: 100 Kilowatt
    Dieser Aufruf richtet sich an Betreiber öffentlich zugänglicher Standorte wie Rastanlagen oder Ladehubs. Der Fokus des Förderprogramms liegt jedoch beim Depotladen.

     

     

  • Anträge können über den Projektträger gestellt werden.
    Hier finden Sie außerdem weitere Informationen zur Förderrichtlinie und den aktuellen Antragsterminen:

    Projektträger Jülich

Disclaimer

Die Förderung erfolgt nach Maßgabe der Förderrichtlinie und des jeweiligen Förderaufrufs. Ein Rechtsanspruch besteht demnach nicht. Förderfähig sind nur die dort genannten Ausgaben (Ladepunkte mit einer Mindestleistung je nach Förderaufruf von 50 beziehungsweise 100 Kilowatt, erforderlicher Netzanschluss, Batteriespeicher, Ladelastmanagementsysteme). Insbesondere sind Planungs-, Genehmigungs-, Miet-, Leasing- und Betriebskosten nicht förderfähig. Das Vorhaben darf grundsätzlich vor Bewilligung noch nicht begonnen worden sein. Eine Kumulierbarkeit mit anderen Förderungen ist grundsätzlich ausgeschlossen.

Was bedeutet das für Logistik- und Transportunternehmen?

Wer batterieelektrische Nutzfahrzeuge betreibt oder plant, steht vor einer entscheidenden Standortfrage: Wie viel Ladeleistung brauche ich wirklich? Wann stehen meine Fahrzeuge? Was verträgt mein Netzanschluss?

Die Erfahrung zeigt: Ein Ladepunkt allein löst das Problem nicht. Entscheidend ist das Zusammenspiel aus Ladeinfrastruktur, intelligentem Lastmanagement und dem vorhandenen Anschluss – abgestimmt auf die Fahrzeug-Rückkehrzeiten und Tourenplanung.

Genau deshalb lohnt es sich, die Planung früh zu beginnen und dabei einen Partner einzubinden, der die technischen und betrieblichen Anforderungen kennt.

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