Entstehung der Stadtwerke München
10.03.2026 I München gilt als eine der lebenswertesten Städte der Welt. Doch das war nicht immer so: Noch im 19. Jahrhundert galt München als besonders unhygienisch, bei der Elektrifizierung lag die Stadt hinter anderen europäischen Großstädten. Ihr Aufstieg hing schließlich auch mit dem Aufbau der öffentlichen Energie- und Wasserversorgung und dem öffentlichen Nahverkehr zusammen – und damit mit den Stadtwerken München.
Für eine sichere und zuverlässige Energieversorgung
Mit den Elektrizitätswerken und der Gasanstalt lag Münchens Energieversorgung ab 1899 in städtischer Hand. Im selben Jahr ging das Elektrizitätswerk Isartalstraße, heutiger Energiestandort Süd, in Betrieb. Von da an ging es in Bezug auf die Energieversorgung rasant voran. Um nur ein paar Meilensteine zu nennen: Es folgten der Ausbau der Wasserkraft an der Isar (1907-1930), Umbrüche auf dem Energiemarkt ab 1957 durch die Kohlekrise und das Aufkommen von Erdgas und Erdöl, immer leistungsstärkere Kraftwerke wie das HKW Nord (1964) und bis heute der Ausbau von Wind-, Wasser-, Solar- und Geothermieanlagen.
Bereits 2009 hatten wir unsere Ausbauoffensive Erneuerbare Energien gestartet. Seit 2025 können wir bilanziell so viel Strom aus erneuerbaren Energien in eigenen Anlagen erzeugen, wie München verbraucht. Ab spätestens 2040 wollen wir den Münchner Bedarf an Fernwärme vor allem mithilfe von Tiefengeothermie bereitstellen. Wir erweitern das Fernkältenetz schrittweise und schließen zusätzliche Gebäude an die Versorgung an. Die Menschen in München unterstützen wir bei der Eigenversorgung zudem mit PV‑Anlagen und Wärmepumpen.
Elektrizitätswerk Isartalstraße 1899 (heute Standort des HKW Süd)
Energiestandort Süd
(Foto: Manuel Übler)
Für Trinkwasser mit hervorragender Qualität
Große Leistungen gab es auch bei der Wasserversorgung. Verunreinigtes Trinkwasser führte im 19. Jahrhundert immer wieder zu Cholera- und Typhusepidemien, heute kommt in München Wasser in ausgezeichneter Qualität quellfrisch aus der Leitung. 1883 begann die Stadt, Wasser aus dem Mangfalltal nach München zu leiten und noch heute wird der Bedarf der Münchner*innen zu 75 Prozent von dort gedeckt. Die Qualität des Münchner Trinkwassers sichern die SWM unter anderem durch strenge Qualitätskontrollen sowie Forstwirtschaft nach Naturland-Richtlinien und Landbau nach ökologischen Standards in den Wassergewinnungsgebieten.
Für zukunftsfähige Telekommunikation
Der Einstieg der SWM in den Telekommunikationsmarkt begann 1996 mit der Gründung von M‑net. 2010 startete der Glasfaser-Ausbau in München. Heute sind bereits 70 Prozent der Münchner Haushalte ans Netz der Zukunft angeschlossen – und der Ausbau der Glasfaser bis zur Wohnung geht weiter.
Für eine stadtgerechte Mobilität
Während die Trambahn lange das einzige öffentliche Verkehrsmittel in München war, befördert die MVG – die Mobilitätstochter der SWM – heute mit U-Bahn, Bus und Tram im Schnitt 1,5 Mio. Fahrgäste pro Tag. Mit dem Busbetriebshof in Moosach wurde 2022 die Grundlage für die Elektrifizierung der Busflotte gelegt. Auch modernisieren die SWM zusammen mit der MVG die bestehende Infrastruktur, planen neue Linien und bauen das Mobilitätsangebot bedarfsgerecht aus.
Betriebshof Wilhelmstraße, 1900
Foto: Archiv des MVG Museums
E-Busbetriebshof Moosach
Für moderne Bäder
Mit dem Müller’schen Volksbad öffnete 1901 das erste städtische Hallenbad in München. Heute betreiben die SWM eine moderne Bäderlandschaft mit inzwischen 17 Hallen- und Freibädern.
Müller’sches Volksbad, um 1901
Cosimawellenbad
(Foto: Christian Kasper)
Für eine leuchtende Stadt mit Zukunft
Die Entwicklungen zeigen: Die SWM hatten und haben eine herausgehobene Aufgabe. Wir halten die Stadt zuverlässig am Laufen – mit einer sicheren und verlässlichen Energie- und Trinkwasserversorgung, stadtgerechter Mobilität, schnellem Glasfaser-
Internet und einer vielfältigen Bäderlandschaft. Heute und in Zukunft.