Da Kuah auf da Spur: Touren im Mangfalltal
18.05.2026 | Woher kommt das Münchner Trinkwasser und warum hat es eine so hohe Qualität? Wer diesen Fragen auf den Grund gehen möchte, kann das jetzt ganz direkt – draußen in der Natur. Die Molkerei Berchtesgadener Land hat in der App Komoot die Touren-Reihe „Da Kuah auf da Spur“ erstellt, darunter auch eine Radtour und eine Wanderung, die durchs Mangfall führen, wo wir Trinkwasser für München gewinnen.
Unterwegs im Ursprunggebiet des Münchner Trinkwassers
Etwa 75 Prozent des Münchner Trinkwassers stammen aus dem Mangfalltal im Alpenvorland. Hier treffen mehrere Grundwasserströme im Untergrund zusammen, in Gesteinsformationen, die ein klares und reines Quellwasser hervorbringen – Basis für eine Versorgung, die seit über 140 Jahren funktioniert. Wer im Mangfalltal unterwegs ist, bewegt sich also nicht nur durch eine beeindruckende Landschaft, sondern auch durch ein Gebiet, das für München lebenswichtig ist.
Um die Wasserqualität sicherzustellen, besitzen wir im engeren Einzugsbereich der Trinkwassergewinnung zahlreiche Grundstücke, die wir gewässerschonend bewirtschaften oder unter Auflagen verpachten.
Öko-Landwirtschaft schützt das Wasser
1992 haben wir die Initiative „Ökobauern“ ins Leben gerufen, um den ökologischen Landbau im Einzugsgebiet der Wassergewinnung im Mangfalltal zu fördern. Das einstige Pilotprojekt hat heute bundesweite Vorbildfunktion: Wir arbeiten eng mit namhaften Bioverbänden zusammen, um Bauern beim Umstieg von traditioneller auf ökologische Landwirtschaft zu unterstützen.
Mehr als 190 landwirtschaftliche Betriebe leisten einen entscheidenden Beitrag zum Grundwasserschutz. Sie bewirtschaften ihre Flächen ökologisch und verzichten konsequent auf chemisch-synthetische Dünge- und Pflanzenschutzmittel. Gemeinsam bewirtschaften sie eine Fläche von rund 4.600 Hektar – eines der größten ökologisch bewirtschafteten Gebiete in ganz Deutschland.
Gemeinsam mit den Öko-Verbänden unterstützen wir unsere Partner in der Landwirtschaft auch bei der Vermarktung ihrer Bio-Erzeugnisse.
Kühe, Milch und Wasser: Wie alles zusammenhängt
Was hat Milch mit Trinkwasser zu tun? Auf den ersten Blick wenig – auf den zweiten sehr viel. Denn die ökologische Milchwirtschaft ist praktizierter Umwelt- und damit Wasserschutz. Die Bodenbewirtschaftung und Tierhaltung bilden einen biologischen Kreislauf. Die Güte des Grundwassers hängt nämlich unter anderem von der Qualität des Bodens ab, denn dieser besitzt wichtige Filter-, Puffer- und Stoffumwandlungs-Eigenschaften.
Im ökologischen Landbau werden ausschließlich betriebseigene Naturdünger benutzt, die boden- und pflanzenverträglich aufbereitet wurden. Gülle aus konventioneller Tierhaltung sowie chemisch-synthetische Dünge- und Pflanzenschutzmittel sind verboten. So bleiben die Nährstoffeinträge gering – und das Grundwasser sauber.
Wer also Bio-Milch aus der Region kauft, unterstützt gleichzeitig den Schutz des Münchner Trinkwassers.
© Berchtesgadener Land
Ausflugstouren durchs Mangfalltal
Unter dem Motto „Da Kuah auf da Spur“ hat die Molkerei Berchtesgadener Land mehrere Touren in der Outdoor-App Komoot erstellt. Diese zeigen anschaulich direkt vor Ort, wo die Bio-Alpenmilch herkommt und wie Milchwirtschaft und Wasserschutz zusammenhängen.
Zwei der Touren führen durchs Mangfalltal und bieten neben wunderbaren Landschaften und Ausblicken auch Einblicke in die Trinkwassergewinnung sowie in den Zusammenhang von Bio-Milch und Wasserschutz.
Wanderung: Wasserweg und Wasserschloss Reisach
- Länge: 5,40 Kilometer
- Dauer: etwa 1:30 Stunden
- Steigung: 30 Meter
- Schwierigkeitsgrad: einfach
Für alle Fitnesslevel: Eine entspannte Tour entlang des Flusses Mangfall– ideal für alle, die Natur genießen und dabei mehr über Wasser und Öko-Landwirtschaft erfahren möchten. Die Wege sind leicht begehbar und der Startpunkt liegt direkt an einem Parkplatz.
Wer hier wandert, läuft mitten durch eines der größten zusammenhängenden ökologisch bewirtschafteten Gebiete Deutschlands – ein leuchtendes Beispiel dafür, wie Landwirtschaft und Trinkwassergewinnung Hand in Hand arbeiten können.
Highlight: Das historische Wasserschloss Reisach (erbaut 1902 bis 1912) ist ein beeindruckendes Bauwerk, das als zentrales Schachthaus zur Grundwasserfassung dient.
Wasserschloss Reisach
Radtour: Auf der Spur des Wassers
- Länge: 30,3 Kilometer
- Dauer: etwa 2:20 Stunden
- Steigung: 500 Meter
- Schwierigkeitsgrad: schwierig
Für Sportliche: Diese Route führt durchs Mangfalltal und hinauf zum Taubenberg. Es ist eine sehr gute Kondition erforderlich. Belohnt wird man mit weiten Ausblicken und spannenden Einblicken in die Wassergewinnung. Die Wege sind überwiegend befestigt und der Startpunkt der Tour liegt direkt an einem Parkplatz.
Highlight: Vom Aussichtsturm Taubenberg hat man einen großartigen Ausblick übers Mangfalltal. Den Schlüssel zum Turm gibt es im Berggasthof Taubenberg.
Für E-Bikes: In der Umgebung gibt es mehrere SWM Ladestationen, an denen Sie Ihr E-Bike kostenlos mit M-Ökostrom aufladen können.
Ladestationen am M-Wasserweg
Aussichtsturm Taubenberg