50 Jahre Olympische Spiele in München

50 Jahre Olympiapark

20.08.2022 | Vor 50 Jahren fanden die Olympischen Spiele in München statt – und machten aus dem Millionendorf eine Weltstadt von Rang. Damals entstand das Areal des Olympiaparks mit dem schwebenden Dach, das Olympia-Schwimmhalle, Olympiahalle und Teile des Stadions wie ein Zelt überspannt: eine architektonische Meisterleistung und ein weltbekanntes Wahrzeichen der Stadt. Heute ist der Park Teil des Lebens der Münchner*innen - genau wie 1972 geplant.

Erholung, Sport und Veranstaltungen

Der Olympiapark mit seinen großen natürlichen Grünflächen samt Berg und See ist ein wichtiges Stück Münchner Lebensqualität mit viel Platz zur freien Entfaltung aller Münchner*innen und Besucher*innen. Hier können sie sich entspannen und erholen, spazierengehen, auf der Wiese liegen oder vom Berg auf die Stadt herunterblicken.

Wer es sportlicher mag, kann im Park radfahren, joggen, skaten, Fitness oder Ballspiele machen sowie schwimmen.  Darüber hinaus ist der Park ein vielfältig genutzter Veranstaltungsort. Hier finden Konzerte, Sportveranstaltungen, das Sommerfest, Freiluftkino, Ausstellungen, Messen und Kongresse statt.

Demokratischer Park: Lebensraum für alle

Das alles entspricht auch heute noch der Idee Günther Grzimeks. Der Landschaftsarchitekt hatte den Olympiapark als demokratischen, offenen Park für alle geplant. Er wollte der ganzen Bevölkerung den Zugang zu grünen Erholungsräumen ermöglichen. Der Park sollte auch nach den Olympischen Spielen 1972 weiterhin vielfältig nutzbar bleiben, er sollte „seine Gestalt bis in die Details hinein von einer Ästhetik des Selbstverständlichen ab[leiten], die im Sinne einer humanen Ökologie die freie und aktive Selbstverwirklichung seiner Benutzer zum obersten Kriterium macht.“ Grzimek wollte einen „Gebrauchsgegenstand“ für die Menschen schaffen, in dem man sich „sauwohl“ fühlen kann, in dem man ausdrücklich den Rasen betreten darf.

(Quelle: Günther Grzimek, Stefan Rainer: Die Besitzergreifung des Rasens. München: Callwey, 1983.)

Film: 50 Jahre Olympische Spiele in München

Die SWM und der Olympiapark

Die Stadtwerke München sind dem Olympiapark eng verbunden. Er befindet sich in direkter Nachbarschaft zur SWM Zentrale in Moosach. Und seit 2006 sind die SWM als Infrastruktur-Dienstleister der Stadt München dafür zuständig, dass hier alles läuft.

Technische Instandhaltung

Täglich ist der Technische Service der SWM vor Ort im Einsatz: Er sorgt dafür, dass die Elektrotechnik funktioniert, hält die Heizungs-, Lüftungs-, Klima- und Sanitäranlagen instand, genauso wie die Nachrichten- und Tontechnik für Veranstaltungen. Auch Schlosser-, Maler- und Schreinerarbeiten führen die Fachkräfte der SWM durch. Dafür gibt es eine eigene Werkstatt auf dem Gelände.  Ein Gärtner- und Landschaftspflege-Team kümmert sich um die weitläufigen Grünflächen des Parks, um Sportstätten, Straßen und Wege.

Außerdem betreuen die SWM auch Modernisierungen der Gebäude oder des Zeltdachs, um weiterhin einen sicheren Betrieb zu gewährleisten. 

 

Olympia-Schwimmhalle

Olympia-Schwimmhalle: Schwimmbad, Sauna, Fitness

In unserer Olympia-Schwimmhalle ist der olympische Geist von 1972 auch heute noch zu spüren: Für Breiten- und Spitzensportler*innen gleichermaßen ist es ein Highlight, unter dem berühmten Zeltdach zu trainieren.

Im einzigen öffentlichen 50-Meter-Indoorbecken der Stadt trainieren die Münchner Wassersportgrößen. Die große Tribüne bietet eine gute Aussicht auf die Hauptbecken. Fünf Schwimmbecken und die Sprunganlage bieten Badespaß, ein großer Whirlpool und die Sauna sorgen für Entspannung. Und das M-Fitnesscenter ist die perfekte Ergänzung fürs Training im Trockenen.

Olympia-Schwimmhalle

M-Fitnesscenter

Bewerbung als UNESCO- Weltkulturerbe

Der Olympiapark wurde für die Olympischen Spiele von 1972 auf einem Trümmerberg des Zweiten Weltkrieges errichtet. Er steht für den Aufbruch in eine demokratische Gesellschaft und ist Symbol für Frieden und Freiheit. Was den Olympiapark so einzigartig macht, ist die Verbindung von Landschaft und Architektur. Als architektonisches Meisterwerk ist das Ensemble seit 1998 denkmalgeschützt.

Seit 2019 nimmt der Park am Evaluationsverfahren zur Bewerbung als UNESCO- Weltkulturerbe teil. Die Münchner Bewerbung steht inzwischen auf der Vorschlagsliste der Kultusministerkonferenz. Diese Liste dient als Grundlage für künftige Nominierungen zum Welterbe. Von dieser Vorschlagsliste werden in den nächsten Jahren Welterbevorschläge beim UNESCO-Welterbezentrum in Paris zur Evaluierung eingereicht.

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