Wasserknappheit

Gemeinsam Wasser sparen

14.07.2026 | Helfen Sie mit, die Trinkwasserressourcen zu entlasten. Auf dieser Seite erfahren Sie, wie Sie mit einfachen Maßnahmen im Alltag Wasser sparen können.

Aktueller Hinweis

Sparanordnung wegen Wasserknappheit

Der Wasserverbrauch in München ist zuletzt wieder deutlich gestiegen und hat die Lage für die Wasserversorgung zusätzlich angespannt. Während der Durchschnittsverbrauch normalerweise bei etwa 300 Millionen Litern Wasser pro Tag liegt, stieg der Verbrauch zuletzt wieder auf über 360 Millionen Liter pro Tag. Auch wenn für die kommenden Tage Gewitter und Regen vorhergesagt werden, haben diese Niederschläge keine ausreichende Wirkung, um die Wassersituation zu entspannen. 

Um die sichere Versorgung aller Menschen mit Trinkwasser auch in den kommenden Wochen zu gewährleisten, hat die Landeshauptstadt München am 14. Juli 2026 eine Allgemeinverfügung erlassen.  

Zur Allgemeinverfügung der Landeshauptstadt München

Parallel dazu haben die Stadtwerke München eine Wasser-Sparanordnung erlassen. 

Zur Wasser-Sparanordnung der SWM (PDF, 38 KB)

Bitte nutzen Sie Trinkwasser bis auf Weiteres nur dort, wo es unverzichtbar ist – zum Trinken, Kochen, für Hygiene und medizinische Zwecke.

Vorübergehend gelten folgende Einschränkungen

Trinkwasser darf vorübergehend nicht mehr für folgende Zwecke genutzt werden:

1. zur Befüllung und zum Betrieb von privaten Pools und sonstigen Badebecken, privaten Springbrunnen, Wasserspielanlagen, Wasserbehältern (z.B. Tonnen) o.ä.

2. zum Bewässern, Gießen und Beregnen von Haus- und Kleingärten oder Schrebergärten (z. B. Gehölze, Hecken, Stauden, Beete, Zierpflanzen u.ä.) in der Zeit von 9 Uhr bis 19 Uhr.

Ausgenommen hiervon sind: 

  • Flächen oder Bereiche, die einer gewerblichen oder öffentlichen Nutzung dienen  
  • die Bewässerung und Beregnung mit wassersparender Tröpfchenbewässerung  
  • land- und forstwirtschaftliche Flächen 
  • Friedhöfe

3. zum Bewässern, Gießen und Beregnen von Rasenflächen und sonstigen Grünflächen.

Ausgenommen hiervon sind: 

  • Flächen oder Bereiche, die einer gewerblichen oder öffentlichen Nutzung dienen 
  • insbesondere Sportplätze

4. zum Waschen von Fahrzeugen außerhalb gewerblicher Waschanlagen, soweit dies nicht aus Gründen der öffentlichen Sicherheit und Ordnung erforderlich ist (z. B. Einsatzfahrzeuge)

5. zum Befeuchten von Baustraßen und Baustellen zur Verminderung der Staubentwicklung, soweit dies nicht durch behördliche Vorgaben vorgeschrieben ist und  

6. zum Abspritzen oder Bewässern (z.B. mit Hochdruckreinigern, Bürsten) von Terrassen, Wänden, Straßen, Hof- und Wegflächen, Dächern und nicht gewerblich genutzten technischen Anlagen durch Privatpersonen

  • Soweit das Referat für Klima und Umweltschutz als untere Wasserrechtsbehörde eine Wassernutzung nach Ziff. 7 der Allgemeinverfügung vom 14.7.2026 ausnahmsweise erlaubt hat, darf das von SWM gelieferte Wasser zu dem behördlich erlaubten Zweck und in dem behördlich erlaubten Umfang weiterhin genutzt werden. Auf Verlangen der SWM ist der Kunde verpflichtet, den SWM die Erlaubnis vorzulegen.

Gemeinsam Wasser sparen!

Mit diesen einfachen Maßnahmen können Sie Ihren Wasserverbrauch reduzieren.

  • Duschen statt baden.
    Im Vergleich zu einem Vollbad mit rund 150 Litern Wasser verbrauchen Sie in der Dusche meist nur 30 bis 50 Liter.

  • Wasser zwischendurch abdrehen.
    Stellen Sie die Dusche während des Einseifens ab, das spart zusätzlich. Auch beim Zähneputzen und Nassrasieren sollten Sie den Hahn zwischendurch abdrehen: In drei Minuten verschwinden rund 20 Liter Wasser im Ausguss.

  • Geschirrspüler und Waschmaschine nur vollbeladen laufen lassen. 
    Nutzen Sie dabei bevorzugt das Eco-Programm, da dieses weniger Wasser verbraucht.

  • Trocken reinigen.
    Benutzen Sie Tücher aus Baumwolle, Leinen oder Bambus zur Reinigung im Haushalt. Sie greifen den Schmutz gründlich auf – auch ohne Zusätze. Reinigen Sie Gehwege und Terrassen mit Besen oder Bürste statt mit Wasser.

  • Mit Regenwasser gießen.
    Nutzen Sie aufgefangenes Regenwasser zum Gießen. Gut zu wissen: Rasen darf auch mal bräunlich sein, er erholt sich schnell wieder.

  • Tropfende Wasserhähne und laufende Toiletten reparieren.
    Bereits kleine Undichtigkeiten können über Wochen erhebliche Mengen Wasser verschwenden. Außerdem können Ihnen dadurch höhere Wasserkosten entstehen.

Richtige Technik senkt den Wasserverbrauch

Wählen Sie beim Neukauf oder bei der Renovierung sparsame Armaturen und Geräte.

  • Verwenden Sie wassersparende Armaturen wie Einhebelmischer oder Thermostatbatterien. Sie sparen beim Duschen bis zu 30 Prozent des Verbrauchs durch schnelles Einregeln der Wassertemperatur.

  • Selbstschlussarmaturen sparen Wasser: Je nach Einstellung fließt das Wasser sekundenlang. Ist man früher fertig, kann der Wasserfluss mit einem Druck auf die Taste gestoppt werden. Bei Armaturen mit Infrarotsensoren wird das Wasser durch Nähern und Entfernen der Hände ein- und ausgeschaltet.

  • Installieren Sie, falls noch nicht vorhanden, am Wasserhahn einen Durchflussbegrenzer mit Luftbeimischung. Dieser wirbelt Luft in den Wasserstrahl – es entsteht kein Komfortverlust.

  • Benutzen Sie WC-Spülkästen mit moderner Wassersparautomatik. Statt 9 Liter wie bei herkömmlichen Spülkästen verbraucht ein Spar-Spülkasten nur 6 Liter. Kästen mit Spartasten ermöglichen sogar eine kurze Spülung mit nur 3 Litern. Das spart bei einem 4-Personen-Haushalt bis zu 36.000 Liter im Jahr – etwa 240 Badewannenfüllungen!

  • Reparieren Sie tropfende Wasserhähne und defekte WC-Spülungen. Bei defekten WCs können mehrere hundert Liter am Tag verloren gehen.

  • Achten Sie bei der Anschaffung eines neuen Geräts zum Waschen oder Geschirrspülen auf das Energielabel und entscheiden Sie sich für sparsame Modelle.
    Weitere Infos zu sparsamen Geräten 

Wasser schützen

Achten Sie darauf, das verbrauchte Wasser möglichst wenig zu verschmutzen, denn Wasserschutz ist besser als Wasseraufbereitung.

  • Verwenden Sie Waschmittel sparsam. Die Empfehlungen der Waschmittelhersteller sind zur Garantie einer Waschleistung ausgelegt. Für die meisten Verschmutzungen brauchen Sie jedoch nicht so viel chemische Unterstützung.

  • Dosieren Sie Ihr Waschmittel passend zum Wasserhärtebereich. Der Härtegrad des Münchner Wassers ist nach dem Waschmittelgesetz dem Härtebereich "hart" zuzuordnen. Wir empfehlen aber bei normal bis schwach verschmutzter Wäsche eine Dosierung nach Härtebereich "mittel".

  • Nutzen Sie Baukastensystem-Waschmittel, bestehend aus einzeln dosierbaren Komponenten (Basiswaschmittel, Enthärter und Bleichmittel) oder kompakte Voll- und Colorwaschmittel, die eine sichere Dosierung ermöglichen.

  • Verzichten Sie möglichst auf Weichspüler.

  • Entfernen Sie Flecken gezielt mit ökologisch verträglichen Mitteln, z. B. mit Gallseife für Eiweißflecken.

  • Gehen Sie sparsam mit Haushaltschemikalien, Reinigungszusätzen und Shampoos um.

  • Ihre Toilette ist kein Müllschlucker! Deshalb: Schonen Sie das Abwasser und die Kläranlagen, und „ersparen" Sie Ihrer Toilette Essensreste, Medikamente, Zigarettenkippen, Hygieneartikel oder Katzenstreu. All das gehört nicht in den Abfluss!

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