Jahresabschluss 2025: SWM blicken auf erfolgreiches Geschäftsjahr zurück
- Erfolgreicher Abschluss des Geschäftsjahres mit stabilem operativen Ergebnis
- Umfangreiche Investitionen in die künftige Daseinsvorsorge
- Die SWM arbeiten weiter erfolgreich an den Zukunftsaufgaben für München
- Erreichung des Ökostrom-Ausbauziels als Meilenstein 2025
Der Jahresabschluss des SWM Konzerns für 2025 liegt vor – vorbehaltlich der Zustimmung durch Aufsichtsrat und Gesellschafterin.
Das abgelaufene Geschäftsjahr war geprägt von geopolitischen Spannungen, volatilen Energiemärkten, regulatorischen Veränderungen und einem intensiven Wettbewerb. Unter diesen Rahmenbedingungen konnten die SWM das Geschäftsjahr 2025 erfolgreich abschließen. Die Umsatzerlöse sind zwar auf 6,3 Milliarden Euro (2024: 6,9 Milliarden Euro) zurückgegangen. Dies resultiert jedoch zum größten Teil aus der Entkonsolidierung der Bayerngas Energy GmbH, die strategisch aus dem Erdgasvertrieb und -handel ausgestiegen ist und aus dem Konzernabschluss ausgebucht wird. Dieser Ausstieg hat gleichzeitig zu einer weiteren Dekarbonisierung des SWM Portfolios geführt.
Das operative Ergebnis (EBIT) betrug im abgelaufenen Geschäftsjahr 428 Millionen Euro. Den größten Beitrag hierfür leistete traditionell das Energiegeschäft inklusive der erneuerbaren Energien, während insbesondere der Bereich Mobilität (der Betrieb von U-Bahn, Bus und Tram) erneut ein sehr hohes Defizit auswies. Insgesamt betrachtet lag das EBIT 2025 im langjährigen Durchschnitt und konnte das Vorjahresniveau nicht erreichen. Dieses war 2024 mit 575 Millionen Euro bedingt durch Einmaleffekte außerordentlich hoch. Das EBITDA (das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen) ist im Vergleich zum Vorjahr in geringerem Umfang auf 1,1 Milliarden Euro zurückgegangen. Der operative Cash Flow hat mit 1,6 Milliarden Euro das Vorjahresniveau gehalten.
Hohe Investitionen
Auch 2025 haben die SWM über alle Geschäftsbereiche hinweg massiv in die Sicherung der Daseinsvorsorge und die Zukunft Münchens investiert. Das Investitionsvolumen stieg dabei deutlich und überschritt im Geschäftsjahr 2025 die Milliardenmarke (1,1 Milliarden Euro). Das Nachsteuerergebnis liegt 2025 mit 524 Millionen Euro auf einem erfreulichen Niveau. Ursächlich hierfür sind außergewöhnliche Ergebniseffekte aus den Vorjahren, die sich erst 2025 in der Bilanz niedergeschlagen haben.
100 Millionen Euro Gewinnausschüttung an LHM
Wie mit der Landeshauptstadt München vereinbart, werden erneut 100 Millionen Euro Gewinnausschüttung abgeführt. Zusammen mit Gewerbesteuer und Konzessionsabgaben fließen insgesamt 233 Millionen Euro von den SWM in den Münchner Haushalt (2024: 242 Millionen Euro). Zudem tragen die SWM strukturelle Verluste der Bäder sowie mit der LHM auch die Verluste ihrer Mobilitätssparte.
Wesentliche Konzern-Kennzahlen siehe unten (Graphik).
Dr. Florian Bieberbach, Vorsitzender der SWM Geschäftsführung:
„Für die SWM war 2025 insgesamt betrachtet ein gutes Jahr. Im Vergleich zu vielen anderen Branchen, aber auch Unternehmen innerhalb unseres Markts, können wir zufrieden auf eine stabile Geschäftsentwicklung blicken. Das gute Ergebnis macht es möglich, wichtige Investitionsprogramme in die Zukunft Münchens fortzusetzen, vom ÖPNV über Bäder und Glasfaser bis zu klimaneutraler Energieversorgung.
Für das Ergebnis möchte ich nicht nur allen Partnerinnen und Partnern, sondern insbesondere auch den rund 12.000 SWM Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern danken. Mit viel Einsatz und Herzblut sorgen sie jeden Tag zuverlässig dafür, dass München leuchtet und mobil bleibt.“
Rückblick auf 2025: Die SWM haben 2025 weiter an den Zukunftsaufgaben für München gearbeitet
Ökostrom-Ausbauziel erreicht
Im Hinblick auf den Ausbau der erneuerbaren Energien war das Jahr 2025 ein wichtiger Meilenstein: Die SWM haben das vom Stadtrat 2009 gesetzte, ambitionierte Ausbauziel erreicht und können nun nominal so viel Ökostrom in eigenen Anlagen erzeugen, wie München verbraucht. Das bedeutet: Es wurde so viel Erzeugungskapazität aufgebaut, wie in einem normalen Jahr erforderlich ist, um rechnerisch den Stromverbrauch Münchens zu decken. Tatsächlich schwankt die erzeugte Strommenge aufgrund der hohen Volatilität erneuerbarer Energien stark – je nach Windaufkommen, Wasserdargebot, Sonneneinstrahlung und möglichen Abregelungen durch die Netzbetreiber zur Stabilisierung des Stromnetzes (Redispatch).
Da Münchens Strombedarf im Rahmen der Energie- und Verkehrswende sowie der zunehmenden Digitalisierung weiter wachsen wird, setzen die SWM den Ausbau konsequent fort. Der Schwerpunkt liegt dabei auf der Region. Um nur einige konkrete Beispiele zu nennen:
SWM Aktivitäten im Bereich Ökostrom
- Windenergie: Die SWM haben das Windprojekt Rammertshofen (7,2 MW) erworben und die Planungen für die Windparks bei Schernfeld (vsl. 6 Anlagen) und Altomünster (vsl. bis zu 5 Anlagen) fortgesetzt. Überregional konnten die SWM ihr Windkraftportfolio unter anderem mit einem Partner erweitern.
- 2025 war Baubeginn für drei Freiflächen PV-Parks bei Garching (12 MWp), Stachusried (19 MWp) und Zengermoos (36 MWp). Die Entwicklung des Solarparks Auhofen (25 MWp) haben die SWM weiter vorangetrieben und mit den Bauvorbereitungen begonnen. Weitere Solarprojekte wie ein PV-Park bei Ismaning (bis zu 54 MWp) sind in Planung und Vorbereitung.
- Mit ihrem integrierten Produktportfolio für Photovoltaik, Speicher, dezentrale Wärmelösungen und Ladelösungen für Elektroautos ermöglichen es die SWM ihren Kundinnen und Kunden, sich selbst für die Energiewende zu engagieren. So haben die SWM 2025 knapp 500 M-Solar Plus-PV-Aufdachanlagen sowie 178 neue (gewerbliche) Mieterstromanlagen sowie über 1.200 neue Ladepunkte errichtet.
Umsetzung der Wärmewende
Die SWM haben 2025 ihren Transformationsplan für die Dekarbonisierung der Fernwärme weiter umgesetzt. Die SWM wollen die Fernwärme bis spätestens 2040 CO2-neutral decken und setzen hier insbesondere auf die Tiefengeothermie.
- Geothermieanlage am Michaelibad: 2025 haben sie die Genehmigung für eine BEW-Förderung (BEW: Bundesförderung für effiziente Wärmenetze) erhalten und die vorbereitenden Maßnahmen für das Bohrkellerbauwerk sowie die späteren Tiefbohrungen abgeschlossen. Dies umfasst den Lärm- und Sichtschutz, die Baufeldfreimachung, die Herstellung des Brauchwasserbrunnens sowie den Einbau der rund 40 Meter tiefen Standrohre.
- Entwicklung weiterer Geothermie-Standorte im Stadtgebiet und Umland, u. a. am Pasinger Heuweg (Untermenzing) und Virginia-Depot.
- Gesellschaftsgründung für das gemeinsame Projekt „Zukunftswärme M West“ zur partnerschaftlichen Entwicklung geothermischer Wärme im Münchner Westen mit den Umlandgemeinden Germering und Puchheim.
Neben der Umsetzung der Energiewende haben die SWM 2025 auch an allen weiteren Zukunftsaufgaben für München gearbeitet. Diese umfassen beispielsweise die folgenden Tätigkeitsfelder:
Netze und Versorgungsanlagen: Die SWM haben eine Vielzahl an Modernisierungsmaßnahmen durchgeführt und die Netze insbesondere im Hinblick auf die Anforderungen der Energiewende weiter ausgebaut. So wurden zum Beispiel rund 50 Netztrafostationen erneuert.
Energiestandort Süd: Diesen machen die SWM weiter fit für die Energiewelt von morgen. Der Wärmespeicherbehälter wurde fertiggestellt, die Modernisierungsarbeiten an der Gas- und Dampfturbinenanlage (GuD1) wurden fortgesetzt, ebenso die Arbeiten an der Fernkältezentrale.
Heizkraftwerk Nord: Am Erzeugungsstandort Nord laufen die Planungen für ein Biomasse-Heizwerk und im Auftrag des Abfallwirtschaftsbetriebs auch für die Modernisierung der Müllverbrennungsanlage.
Wasserkraft: 2025 haben die SWM die Sanierung des Großhesseloher Wehrs abgeschlossen. Dieses ist ein wichtiger Faktor für die Energieerzeugung der SWM: Am Werkkanal liegen vier ihrer Wasserkraftwerke und der Energiestandort Süd mit seiner Strom‑, Fernwärme- und Kälteerzeugung. Für die denkmalgerechte Sanierung wurden die SWM beim Oberbayerischen Denkmalpreis 2025 mit einer Anerkennung geehrt.
Flächendeckender FTTH-Glasfaserausbau: Die SWM und ihre Telekommunikations-Tochter M-net setzen für den weiteren Glasfaserausbau auf eine nachhaltige und langfristige Zusammenarbeit mit der Telekom. Dadurch wird München zur ersten Großstadt in Deutschland mit einem vollumfänglichen Glasfaserausbau-Plan für das gesamte Stadtgebiet. Ziel der Kooperation ist es, Glasfaserkabel direkt bis in die Wohnungen und Geschäftseinheiten zu legen.
Werkswohnungen: In Moosach wurde der Spatenstich für ein neues Projekt mit 249 Wohnungen und Kindertagesstätte gesetzt. Schon heute stehen rund 1.400 Wohnungen zur Verfügung, ein weiterer Ausbau ist in Planung.
M-Bäder: Die SWM haben das Freibad Georgenschwaige grundlegend saniert und als chlorfreies und nachhaltig ausgerichtetes Freibad wiedereröffnet. Zudem hat der Aufsichtsrat grünes Licht für den Neubau des Bads Forstenrieder Park gegeben, während die Dach-Sanierung im Westbad erfolgreich abgeschlossen wurde.
ÖPNV
Die MVG hat einen neuen Fahrgast- und Abo-Rekord erreicht. 621 Millionen Fahrgäste sind 2025 mit U-Bahn, Bus und Tram unterwegs gewesen und 600.000 Kundinnen und Kunden hatten ihre Fahrkarte bei der MVG abonniert. Für den weiteren Ausbau der klimafreundlichen Mobilität haben die SWM 2025 wichtige Projekte vorangetrieben, unter anderem:
- Tram: Der Linienweg der Tram 12 wurde verlängert. Bereits nach 100 Tagen hat die MVG auf der neuen Verbindung etwa 4.500 Fahrgäste täglich befördert.
- Der Stadtrat hat bestätigt, dass trotz Konsolidierung des ÖPNV-Bauprogramms drei große Trambahnprojekte fortgeführt werden sollen: die Tram-Westtangente, die Tram Münchner Norden und die Tram nach Johanneskirchen. Bei der Tram Münchner Norden haben die Arbeiten für den Planfeststellungsabschnitt 1 begonnen. Dort wird die bestehende Tramstrecke von der Haltestelle Schwabing Nord über Neufreimann zum U-Bahnhof Kieferngarten verlängert.
- U-Bahn: Die MVG hat den durchgängigen U-Bahnbetrieb in der Nacht an Wochenenden eingeführt. In der Innenstadt besteht dadurch alle 15 Minuten eine Fahrmöglichkeit pro Richtung. Außerdem haben die SWM die umfangreiche Sanierung und Modernisierung des südlichen Abschnitts der U6 abgeschlossen.
- Bus: Die MVG ist zum Regelfahrplan beim Bus zurückgekehrt. Nach rund zwei Jahren konnten die personalbedingten Einschränkungen wieder aufgehoben werden. Zudem haben die SWM 30 neue Elektro-Gelenkbusse für die MVG in Betrieb genommen.
Ausblick
Die Prognose für das Geschäftsjahr 2026 ist aufgrund des weiter andauernden russischen Angriffskriegs, der aktuellen Entwicklungen des Iran-Krieges und der damit verbundenen Auswirkungen auf die Energiemärkte und politischer Veränderungen mit erhöhten Unsicherheiten verbunden, deren konkrete Auswirkungen zum aktuellen Zeitpunkt noch nicht abgeschätzt werden können. Dessen ungeachtet, setzen die SWM ihre Arbeit an den Zukunftsaufgaben für München engagiert fort. Im Fokus stehen weiterhin der Ausbau der erneuerbaren Energien und der stadtverträglichen öffentlichen Mobilität. In Summe werden die SWM nach jetziger Planung weiterhin Jahr für Jahr etwa eine Milliarde Euro in die Zukunft Münchens investieren. Für 2026 sind konkret unter anderem folgende Projekte geplant:
Energiewende
- Die Freiflächen PV-Parks bei Garching, Stachusried und Zengermoos werden stufenweise in Betrieb genommen, die Arbeiten für den Solarpark Auhofen sowie die Windkraftanlage in Egenhofen starten.
- Überregional treiben die SWM auch gemeinsam mit Partnern weitere Windpark-Projekte voran, sowohl in Deutschland als auch in Frankreich, Italien und Kroatien mit insgesamt über 160 MW installierter Leistung.
- Die SWM sanieren die Uferwände des Isar-Überleitungskanals bei Moosburg.
- Im Gemeinschaftsprojekt GIGA-M zur weiteren Erschließung der Geothermie in der Region beginnen die Seismikmessungen.
- Der Wärmespeicher am Energiestandort Süd geht in Betrieb.
Netzbetrieb
Die SWM schaffen mit dem Projekt MGrid die digitale Grundlage für die gesetzlich geforderte netzdienliche Steuerung von Verbrauchseinrichtungen wie zum Beispiel von Wärmepumpen oder Ladeinfrastruktur. Lastspitzen im Netz können dadurch reduziert und die durch den Zubau der Erneuerbaren zu erwartenden Netzengpässe vermieden werden.
Bäder
Die M-Bäder stellen auf ein neues Kassen- und Zutrittssystem um. Im Westbad sanieren die SWM die Filteranlage des Hallenbads.
Werkswohnungen
In Laim bauen die SWM 630 neue Wohnungen mit Kindertagesstätte. Sie bilden den größten Werkswohnungsstandort der SWM Geschichte. Im Februar war Spatenstich für den ersten Bauabschnitt mit 212 Wohnungen.
ÖPNV
Im Bereich des ÖPNV setzen die SWM die Modernisierung der Infrastruktur sowie den Ausbau fort. Im Jahr 2026 geht es unter anderem bei den folgenden Projekten voran:
- Neue Fahrzeuge: Die laufende Lieferung von insgesamt 18 neuen U-Bahn- und 73 neuen Tramzügen wird 2026 abgeschlossen.
- Sanierungsprogramm U-Bahn: Die SWM sanieren die U-Bahnhöfe Poccistraße und Goetheplatz umfassend.
- Ausbau Tram: Anfang 2026 hat die Linie 14 auf dem ersten Abschnitt der Tram-Westtangente den Betrieb aufgenommen. Auf den übrigen Abschnitten wird weiter gebaut: Sparten werden erneuert beziehungsweise verlegt, der Gleisbau und auch die Erneuerung des Straßenraums schreiten voran.
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