Immobilien

Wohnungsbau: Neues FlaucherQuartier durch Bau-Turbo beschleunigt

12.10.2026 I Auf dem Areal südlich der Isarphilharmonie in München-Sendling planen wir den Bau von 210 Wohnungen, überwiegend für SWM Mitarbeitende, und einer Kita. Der sogenannte Bau-Turbo, eine bauplanungsrechtlichen Sonderregelung, konnte das Genehmigungsverfahren des neuen „FlaucherQuartiers“ um rund zwei Jahre verkürzen.

210 Wohnungen und eine Kindertagesstätte

Das Quartier befindet sich zwischen der Hans-Preißinger-Straße und der Schäftlarnstraße in der Nähe des Kulturzentrums Gasteig HP8. Das Wohnungsbauprojekt soll künftig neben etwa 210 Wohnungen überwiegend für SWM Mitarbeitende auch eine Kindertageseinrichtung zur Versorgung des Gebiets beherbergen.

Das Areal südlich der Isarphilharmonie (HP8) soll künftig einer Wohnnutzung zugeführt werden. Trotz der längerfristigen Zwischennutzung durch den Gasteig HP8 soll in dem mittel- bis kurzfristig freiwerdenden Bereich im Süden bereits der erste Wohnungsbau entstehen.
 

Visualisierung des FlaucherQuartiers

Praxisbeispiel für den Bau-Turbo

Bei einem Besuch der Bundesbauministerin Verena Hubertz bei Oberbürgermeister Dominik Krause wurde das Projekt vom Referat für Stadtplanung und Bauordnung gemeinsam mit den SWM als gelungenes Praxisbeispiel für den Bau-Turbo vorgestellt.

Der Bau-Turbo ist eine seit 30. Oktober 2025 geltende, bauplanungsrechtliche Sonderregelung im Baugesetzbuch (§ 246e BauGB), die es Kommunen befristet ermöglicht, unter bestimmten Voraussetzungen von Vorgaben des Bauplanungsrechts bei der Aufstellung oder Änderung eines Bebauungsplans abzuweichen. Konkret zielt die Anwendung des Bau-Turbos darauf ab, auf Bebauungsplanverfahren zu verzichten, wenn ein Wohnbauprojekt im Einklang mit den städtebaulichen Zielen der Stadt steht. Im ersten Halbjahr 2026 stimmte die Landeshauptstadt München der Anwendung des Bau-Turbos für rund 2.100 Wohnungen zu, sodass die Baugenehmigungen zeitnah erteilt werden können.

Dank des Bau-Turbos soll das Bauprojekt FlaucherQuartier rund zwei Jahre schneller fertig werden, als es mit einem regulären Bebauungsplanverfahren möglich gewesen wäre. „Das ist eine sehr gute Nachricht für alle, die heute auf eine bezahlbare Wohnung warten: zwei Jahre früher den eigenen Schlüssel in der Hand“, sagte Verena Hubertz.

Bezahlbarer und zukunftsfähiger Wohnraum

„Der Bau-Turbo ist ein wirksames Instrument, um aufwändige Verfahren abzukürzen und so Wohnungsbau-Projekte schneller realisieren zu können. Wir machen davon in München bereits rege Gebrauch. Die Etablierung des Bau-Turbos ist ein Schritt in die richtige Richtung, dem noch mehr folgen müssen. […] Nur so gelingt es, die Bautätigkeit signifikant zu erhöhen und damit der riesigen Nachfrage nach bezahlbarem und zukunftsfähigem Wohnraum gerecht zu werden."

Dominik Krause
Münchner Oberbürgermeister

Foto © Michael Nagy

Film zum FlaucherQuartier

zur Verfügung gestellt von muenchen.tv

 

Bauvorhaben schneller und kostengünstiger realisieren

„Durch das Instrument des Bau-Turbos konnten wir als Bauherr in diesem Projekt bereits in der Baurechtschaffungsphase zwei Jahre Zeit gewinnen. Der Bau-Turbo leistet somit einen klaren Beitrag, Bauvorhaben deutlich schneller und damit auch kostengünstiger zu realisieren. Das hilft uns auch bei der weiteren Umsetzung unseres eigenen Werkswohnungsbaus – und bei unserem ambitionierten Ziel, in München 4.000 Wohnungen bis 2040 zu schaffen.“

Dr. Gabriele Jahn
SWM Geschäftsführerin Personal, Immobilien, Bäder

Zukunftsfähiges Quartierskonzept

Der aktuelle Entwurf für das FlaucherQuartier sieht eine geschlossene Blockrandstruktur mit geschütztem Innenhof vor, der für hochwertige Grün- und Freiflächen weitgehend frei von Unterbauung bleibt. Dachgärten, Photovoltaik und ein Anschluss an die SWM Fernwärme sollen das Quartierskonzept rund machen. Die Realisierung soll in serieller, modularer Bauweise erfolgen. Das kann Kosten senken, die Qualität steigern und die Bauzeit vor Ort verkürzen.

Das Projekt zeigt exemplarisch, wie zusätzliche Wohnungen auf einer genutzten und zuvor stark versiegelten innerstädtischen Fläche entstehen können. Wohnungsbau, Denkmalumfeld, Kulturinterim und Freiraumqualität werden dabei in einer zwischen Verwaltung, Politik und Bauherr abgestimmten Entwicklung ideal zusammengeführt.  

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