Energiewende: Maßnahmen zum Ausbau der erneuerbaren Energien
Energie bestimmt unser Leben. Wir nutzen sie in Smartphones und Computern, in U-Bahnen und E‑Fahrzeugen. Energie heizt oder kühlt Wohnungen und Büros, auf Knopfdruck startet sie Maschinen oder gibt uns Licht. Weil uns Energie in nahezu allen Lebenslagen begleitet, ist ein verantwortungsvoller Umgang mit ihr wichtig. Die Verringerung von Treibhausgasemissionen gehört zu den zentralen Herausforderungen für Energieversorgung, Wirtschaft und Gesellschaft. Und zwar nicht nur in München, sondern in Deutschland, Europa und der Welt. Klimaschutz ist eine globale Aufgabe.
Energiewende und Wärmewende: unsere Maßnahmen
Die SWM entwickeln und betreiben Anlagen zur Strom-, Wärme- und Kälteerzeugung und bauen diese kontinuierlich aus. Bereits vor dem Atomausstieg der Bundesrepublik haben wir bei der Stromerzeugung die Wende beschlossen und 2009 unsere Ausbauoffensive Erneuerbare Energien gestartet.
Folgendes Ziel haben wir bereits erreicht:
- Seit 2025 können wir bilanziell so viel Strom aus erneuerbaren Energien in eigenen Anlagen erzeugen, wie München verbraucht.
Weitere Maßnahmen:
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Wir vermeiden und reduzieren Treibhausgasemissionen: Im Zeitraum 2023-25 konnte die Emissionsmenge des SWM-Konzerns von 11,7 auf 9,0 Mio. t CO2e reduziert werden.1
1) Berechnet nach Operational Control Approach des Greenhouse Gas Protocols.
- Wir bauen die Fernkälte kontinuierlich aus, um individuelle Klimaanlagen zu ersetzen.
Der Ausbau geht weiter
Die SWM haben das 2009 gesetzte, ambitionierte Ausbauziel erreicht und können nun nominal so viel Ökostrom in eigenen Anlagen erzeugen, wie München verbraucht. Das bedeutet: Es wurde so viel Erzeugungskapazität aufgebaut, wie in einem normalen Jahr erforderlich ist, um rechnerisch den Stromverbrauch Münchens zu decken. Tatsächlich schwankt die erzeugte Strommenge aufgrund der hohen Volatilität erneuerbarer Energien stark – je nach Windaufkommen, Wasserdargebot, Sonneneinstrahlung und möglichen Abregelungen durch die Netzbetreiber zur Stabilisierung des Stromnetzes.
Da in den nächsten Jahren mit einem deutlich wachsenden Strombedarf zu rechnen ist, wird die Ausbauoffensive Erneuerbare Energien fortgeführt. Der steigende Strombedarf ergibt sich aus der wachsenden Bevölkerungszahl durch den weiteren Zuzug. Hinzu kommt der zunehmende Bedarf durch immer mehr Wärmepumpen und durch die schrittweise Umstellung auf die Elektromobilität.
Beim weiteren Ausbau legen wir unser Augenmerk verstärkt auf das regionale Ausbaupotenzial. Dieses sehen wir in München besonders in der Photovoltaik und in der Windkraft.
Ausbauoffensive Erneuerbare Energien
Grundsätzlich war und ist es Ziel der Ausbauoffensive, so viel Strom aus erneuerbaren Energien wie möglich lokal und regional zu produzieren. Heute betreiben wir in und um München zahlreiche Strom-, Wärme- und Kälteerzeugungsanlagen, die erneuerbare Energien nutzen – darunter mehr als 400 PV‑Anlagen. Viele regionale Projekte sind in Planung. In der Stadt liegt der Fokus auf der Dach-Photovoltaik. Daneben wollen wir im Umland weitere Photovoltaik-Freiflächenanlagen auf eigenen Flächen sowie auf Pachtflächen errichten und betreiben.
Weil die Metropole München und ihre Region dicht besiedelt sind und Sonne sowie Wind hier nur begrenzt nutzbar sind, engagieren wir uns auch in anderen Regionen in Europa, wo die entsprechenden Potenziale und Gegebenheiten vorhanden sind.
Strom aus erneuerbaren Energien für München
Wer Strom aus erneuerbaren Energien bezieht, fragt sich: Kann ich wirklich 100 Prozent Strom aus erneuerbaren Energien aus meiner Steckdose bekommen? Die Antwort lautet meist Nein. Denn Strom wird europaweit erzeugt und in das so genannte europäische Verbundnetz eingespeist. Physikalisch vermischt er sich mit dem Strom aus allen Kern-, Kohle- und Gaskraftwerken sowie Erneuerbare-Energien-Anlagen und wird so den Kund*innen an der Steckdose zur Verfügung gestellt. Das europäische Strom-Verbundnetz ist mit einem riesigen See zu vergleichen. Alle, die Strom erzeugen, speisen in diesen „Strom-See“ ein; alle, die Strom verbrauchen, entnehmen etwas.
Strom aus erneuerbaren Energien für den Stromsee
Jede zusätzliche Kilowattstunde aus erneuerbaren Energien erhöht den Anteil erneuerbarer Energien im Stromsee. Seit 2025 können die SWM so viel Strom aus erneuerbaren Energien in den See einspeisen, wie München entnimmt. Die Beteiligungen an Erneuerbare-Energie-Anlagen außerhalb Münchens sind daher genauso sinnvoll wie die in München. Die eingespeiste Strommenge steht dem gemeinsamen europäischen Stromverbundnetz zur Verfügung – und damit auch den Münchner*innen.
Mehr Infos zu Strom aus erneuerbaren Energien und zum Modell des Stromsees in unserem Magazin-Artikel: Was ist Strom aus erneuerbaren Energien?
Wärme
Wärmewende: Wärme aus Geothermie
Mehr als 50 Prozent der gesamten Energie, die in Deutschland verbraucht wird, fließt in die Wärmeversorgung. In Privathaushalten machen Heizung und Warmwasserbereitung sogar rund 90 Prozent des gesamten Verbrauchs aus. Um die Energiewende auch im Wärmemarkt zu erreichen, vermeiden und reduzieren wir Treibhausgasemissionen: Im Zeitraum 2023-25 konnte die Emissionsmenge des SWM-Konzerns von 11,7 auf 9,0 Mio. t CO2e reduziert werden.1 Parallel dazu wird das Fernwärmenetz für die Wärme aus Geothermie fit gemacht.
1) Berechnet nach Operational Control Approach des Greenhouse Gas Protocols.
Wie die SWM die Wärmewende vorantreiben, erfahren Sie hier:
SWM und die Wärmewende
Kälte
Fernkälte: Das Klimatisierungssystem der Zukunft
Der Kältebedarf steigt kontinuierlich. Die Klimatisierung in Einzelhandel und Gastronomie genauso wie in Büros und in Wohnungen gehört zunehmend zur Grundausstattung von Gebäuden. Ein weiterer Baustein unseres Infrastrukturangebots ist daher die Fernkälte: Kälte wird zentral erzeugt und als kaltes Wasser über eine Rohrleitung an die Kunden*innen geliefert. Dort nimmt es Abwärme aus der Gebäudeklimatisierung auf. Anschließend wird es über eine zweite, parallel verlaufende Leitung der zentralen Kälteerzeugung zugeführt, wieder abgekühlt und den Kund*innen erneut zur Verfügung gestellt. Im Vergleich zu herkömmlichen, dezentralen Klimaanlagen spart Fernkälte etwa die Hälfte des Primärenergieaufwands.
Kaltes Grundwasser – eine natürliche Energiequelle
Und es geht noch natürlicher: Denn für die Fernkälte nutzen wir auch die Kälte aus dem Grundwasser und den unterirdisch verlaufenden Stadtbächen. Gegenüber individuell erzeugter Kälte können auf diese Weise sogar gut 70 Prozent des Strombedarfs eingespart werden. Da es sich bei der Fernkälte um ein geschlossenes System handelt, wird das entnommene Wasser wieder zurückgeführt.
Fernkälte für Geschäftskunden
Mobilität
Energiewende und Öffentlicher Nahverkehr
Saubere Mobilität für München
Auch für die Mobilität entwickeln die SWM ihr Angebote weiter. Das Bus- und Bahnangebot der MVG wird ausgebaut und um neue Mobilitätsformen für den individuellen Bedarf ergänzt. Das macht den ÖPNV noch attraktiver – und das eigene Auto verzichtbarer. U-Bahn und Tram fahren bereits elektrisch. Wir arbeiten daran, unsere Busflotte auf elektrische Antriebe umzustellen.
Auch beim Individualverkehr engagieren wir uns im Bereich der Elektromobilität: Wir betreiben im öffentlichen Bereich hunderte AC-Ladestationen sowie DC-Ladestationen – und im privaten und gewerblichen Bereich rund 1.400 Ladepunkte. Auch in unserem eigenen Fuhrpark erhöhen wir den Anteil elektrischer Fahrzeuge.
Elektromobilität bei den SWM
Elektrobus-Strategie der MVG