Checkliste: Ölheizung und Gasheizung auf eine Wärmepumpe umrüsten
Erfahren Sie, wie Sie Ihre Öl- oder Gasheizung effizient durch eine Wärmepumpe
ersetzen können. Tipps und wichtige Schritte im Überblick!
Der Wechsel von einer Gas- oder Ölheizung auf eine Wärmepumpe ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg in eine unabhängigere Wärmeversorgung. Damit der Umstieg reibungslos gelingt, haben wir eine Checkliste erstellt, die Sie Schritt für Schritt bei der Umrüstung begleitet.
Die Checkliste im Überblick
- Eigenen Energiebedarf einschätzen
- Verfügbarkeit prüfen
- Energieeffizienz des Hauses bewerten
- Platzanforderungen berücksichtigen
- Finanzierung und Förderung prüfen
- Zukunftsorientiert planen
- Fragen für die Erstberatung vorbereiten
1. Eigenen Energiebedarf realistisch einschätzen
Bevor Sie den Wechsel angehen, sollten Sie Ihren aktuellen Heizbedarf und die Kosten für Gas oder Öl genau analysieren. Fragen, die weiterhelfen:
- Wie hoch waren meine bisherigen Heizkosten?
- Welche Räume sollen künftig beheizt werden?
- Soll die Wärmepumpe auch Warmwasser erzeugen?
Unsere Expert*innen unterstützen Sie gerne bei der Ermittlung Ihres Bedarfs und helfen, die passende Wärmepumpe für Ihr Zuhause zu finden.
2. Prüfen, ob wir an Ihrer Adresse eine Wärmepumpe anbieten
Nicht an jedem Standort ist der sofortige Umstieg auf eine Wärmepumpe möglich. Über unsere Adressprüfung finden Sie schnell heraus, ob wir Ihnen eine Wärmepumpe anbieten können. Wenn ja, können Sie direkt eine unverbindliche Anfrage stellen.
3. Energieeffizienz des Hauses bewerten
Eine Wärmepumpe arbeitet besonders effizient in Gebäuden mit guter Dämmung. Prüfen Sie daher die energetische Qualität Ihres Hauses:
- Ist die Fassade ausreichend gedämmt?
- Sind Fenster und Türen dicht?
- Besteht Potenzial zur Modernisierung?
Wenn Sie unsicher sind, unterstützt Sie unsere Energieberatung persönlich und individuell: Zur Energieberatung
4. Platzanforderungen für die Installation berücksichtigen
Für die Installation einer Wärmepumpe sind bestimmte bauliche Voraussetzungen notwendig:
- Gibt es ausreichend Platz im Heizungsraum oder Keller?
- Steht eine geeignete Außenfläche für die Luft-Wasser-Wärmepumpe zur Verfügung (zum Beispiel im Vorgarten)?
- Sind Schallschutzmaßnahmen notwendig?
Wir prüfen gemeinsam mit Ihnen, welche Lösungen für Ihr Zuhause am besten geeignet sind.
5. Finanzierung und Fördermöglichkeiten prüfen
Eine Wärmepumpe ist eine langfristige Investition. Überlegen Sie deshalb:
- Welches Budget ist für die Umrüstung realistisch?
- Welche staatlichen Förderungen passen zu meinem Projekt?
- Wie entwickeln sich meine Energiekosten künftig?
Wir informieren Sie über aktuelle Förderprogramme und unterstützen Sie bei der optimalen Planung.
6. Zukunftsorientiert planen
Eine Wärmepumpe ist mehr als eine neue Heizung. Sie ist ein Baustein für nachhaltige Energie in Ihrem Zuhause. Denken Sie deshalb weiter:
- Soll die Wärmepumpe mit einer Photovoltaikanlage kombiniert werden?
- Welche Modernisierungsmaßnahmen an meinem Gebäude sind ergänzend zur Wärmepumpe sinnvoll?
- Welche Rolle spielt eine nachhaltige Energieversorgung in meinem Alltag?
Unsere Beratung geht auf Ihre individuellen Pläne und Bedürfnisse ein.
7. Gut vorbereitet in die Erstberatung
Ein strukturierter Einstieg in die Planung spart Zeit und macht das Gespräch effizient. Bereiten Sie daher gerne Fragen für die Erstberatung vor – zum Beispiel:
- Wie hoch werden die Investitionskosten schätzungsweise ausfallen?
- Welche Wärmepumpen-Technologie eignet sich für mein Gebäude?
- Wie lange dauert die Installation?
Je genauer Ihre Fragen, desto individueller können wir auf Ihr Projekt eingehen.
Fazit: Mit den SWM zur passenden Wärmepumpe
Eine Wärmepumpe kann Ihre laufenden Energiekosten senken und Sie unabhängiger von fossilen Brennstoffen machen. Mit unserer Checkliste sind Sie bestens vorbereitet. Wir begleiten Sie von den ersten Überlegungen bis zur Inbetriebnahme.
Profitieren Sie von den Vorteilen und prüfen Sie, ob an Ihrer Adresse die Umsetzung einer Wärmepumpe möglich ist.
Häufige Fragen zur Wärmepumpe
Die Stadtwerke München setzen Luftwärmepumpen ein, um eine effiziente und umweltfreundliche Wärmeversorgung zu gewährleisten. Diese Wärmepumpen nutzen Energie aus der Umgebungsluft, um Wärme zu erzeugen.
Eine Luftwärmepumpe ist ein effizientes Heizsystem, das Energie aus der Umgebungsluft nutzt, um Ihr Zuhause zu erwärmen. Ein Ventilator führt die Luft zu einem Wärmetauscher, in dem ein Kältemittel verdampft. Durch einen Verdichter wird der Druck und somit die Temperatur des Kältemittels erhöht. In einem zweiten Wärmetauscher gibt das erhitzte Kältemittel seine Energie an das Heizwasser ab und wird wieder flüssig. Das erwärmte Heizwasser wird über isolierte Rohre ins Gebäude geleitet und dort für Heizung und Warmwasser genutzt. Der Prozess läuft in einem kontinuierlichen Kreislauf ab.
Der Ventilator einer Luftwärmepumpe erzeugt Geräusche, die an Wind erinnern. Die Lautstärke kann je nach Modell, Leistung und Betriebsart variieren. An sehr kalten Wintertagen wird am meisten Luft bewegt, wodurch die Geräusche lauter werden. Bei wärmeren Temperaturen dreht der Lüfter langsamer und ist daher leiser. Zudem gibt es einen speziellen Modus für die Nacht, der die Lautstärke reduziert. In unserer Beratung helfen wir Ihnen, einen Standort für die Wärmepumpe zu finden, an dem sie weder Sie noch Ihre Nachbarn stört. Wir achten außerdem bei unserer Planung und Installation darauf, dass wir die rechtlichen Anforderungen (TA-Lärm) einhalten.
Der Stromverbrauch einer Wärmepumpe hängt von verschiedenen Faktoren ab, wie der Größe des Gebäudes, der Dämmung, dem Standort und dem individuellen Heizverhalten der Bewohner*innen. Daher ist er von Haushalt zu Haushalt unterschiedlich.
Wärmepumpen können bei fachgerechter Planung nicht nur im Neubau, sondern auch in Bestandsgebäuden effizient betrieben werden. Die Eignung hängt von Faktoren wie der bestehenden Gebäude-Isolierung, den vorhandenen Wärmeübertragern und dem verfügbaren Platz ab. Im Rahmen unseres Angebots prüfen wir die Gegebenheiten in Ihrem Gebäude und bieten bei Bedarf auch Lösungen an, um die Vorlauftemperatur zu senken. Unser aktueller Fokus liegt auf Ein- und Zweifamilienhäusern sowie kleineren Mehrfamilienhäusern mit bis zu etwa sechs Wohneinheiten.
Die Kosten einer Wärmepumpe hängen u.a. von der Leistungsstärke, dem Installationsaufwand und den geologischen Gegebenheiten ab. Durch unsere transparenten Prozesse können wir Ihnen ein attraktives Festpreis-Angebot unterbreiten, das sämtliche Material- und Personalkosten umfasst. So haben Sie von Anfang an die Sicherheit, dass keine überraschenden Nachzahlungen auf Sie zukommen können.
Die laufenden Kosten setzen sich hauptsächlich aus den Stromkosten und den Wartungskosten zusammen. Die Höhe der Stromkosten hängt von der Leistungsstärke Ihrer Wärmepumpe, dem Strompreis Ihres Anbieters und dem Heizbedarf Ihres Gebäudes ab. Wartungskosten entstehen durch regelmäßige Inspektionen und Betriebschecks, sind jedoch in der Regel geringer als bei traditionellen Heizsystemen. Insgesamt liegen die laufenden Kosten für eine Wärmepumpe meist unter denen von herkömmlichen Heizsystemen, insbesondere bei langfristiger Nutzung.
Die Einsparungen sind individuell und lassen sich nicht pauschal beziffern. Die Leistungszahl Ihrer Wärmepumpe spielt eine entscheidende Rolle, also das Verhältnis der erzeugten Heizleistung zur eingesetzten elektrischen Energie. Die Einsparungen sind außerdem größer, wenn Sie von einem alten, ineffizienten Heizsystem wie einer Öl- oder Gasheizung umsteigen. Auch die Dämmung Ihres Gebäudes beeinflusst die Ersparnisse, da ein gut gedämmtes Gebäude weniger Energie benötigt. Eine Heizlastberechnung durch unsere Expert*innen kann Ihnen eine individuelle Einschätzung bieten.
Es gibt verschiedene Fördermöglichkeiten für die Installation von Wärmepumpen. Bei der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) hängt die Höhe Ihres voraussichtlichen Zuschussbetrags von den förderfähigen Kosten ab. Bei Einfamilienhäusern werden Kosten bis zu 30.000 Euro berücksichtigt. Bei Mehrfamilienhäusern richtet sich die Höhe der förderfähigen Kosten nach der Anzahl der Wohneinheiten. Zudem bietet die Landeshauptstadt München für Gebäude in München Fördermöglichkeiten an.
Weiter Informationen zu den vorhandenen Fördermöglichkeiten finden Sie unter:
Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) BMWK – Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG)
Stadt München – Förderprogramm Klimaneutrale Gebäude (FKG) Förderung Klimaneutrale Gebäude (FKG) – Landeshauptstadt München (muenchen.de)
Die Stadtwerke München bieten einen Wärmepumpen-Stromtarif an. Weitere Informationen finden Sie hier: Wärmestrom für Ihre Heizung | Stadtwerke München (swm.de)