Einstieg als Ingenieur*in: Mobilität und Verkehrsinfrastruktur
Mobilität von morgen gestalten – mit Expertise und Leidenschaft
Bei den Stadtwerken München arbeiten wir an einer nachhaltigen, digitalen und leistungsfähigen Verkehrsinfrastruktur für die ganze Region. Wer die Zukunft des öffentlichen Nahverkehrs mitgestalten, nachhaltige Technik vorantreiben oder Innovationen umsetzen möchte, ist hier genau richtig - mit spannenden Projekten, modernen Technologien und einem starken Team, das gemeinsam München bewegt.
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Neubaustrecke U9: Die Zukunft für Münchens U-Bahn
Flexibler, zuverlässiger, leistungsstärker – und damit zukunftssicher. Das sind die Ziele für Münchens ÖPNV von morgen.
Münchens innerstädtisches U-Bahnnetz benötigt dringend Entlastung, um in den kommenden Jahrzehnten leistungsstark und flexibel zu bleiben. Die Lösung hierfür ist die U9. Eine neue Linie in Nord-Süd-Richtung, die das Zentrum der bayerischen Landeshauptstadt quert.
Das Vorhaben ist eines der größten und wichtigsten Infrastrukturprojekte im Nahverkehrsnetz der Landeshauptstadt München und das Herzstück der dringend nötigen Verkehrswende und der größte U-Bahn-Neubau seit mehreren Jahrzehnten. Seine Planung erfordert ein komplexes Zusammenspiel aus technischem Know-how und betrieblichen Abläufen. Dies stets in enger Abstimmung mit Behörden zu städtebaulichen und politischen Themen.
Die ca. 10,5 km lange Neubaustrecke stellt das Team der U9 vor spannende Herausforderungen. Sie verläuft unterirdisch über den Hauptbahnhof sowie durch dicht bebaute Stadtviertel und bindet jeweils im Norden und Süden an das bestehende Netz der Münchner U-Bahn an. Ziel ist unter anderem, den Eingriff in den Betrieb des bestehenden U-Bahnsystem sowie an der Oberfläche möglichst gering zu halten. Das Projekt befindet sich derzeit vor der sogenannten Vorplanung. Geplant ist der Bau der U9 aus heutiger Sicht Anfang der 2030er-Jahre.
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Gesamtprojekt Stachus: Innerstädtische Kooperation von Gleiserneuerungen und Fugensanierung
Im Herzen Münchens, am Stachus/Karlsplatz, herrscht aufgrund der innerstädtischen Lage ein hohes Verkehrsaufkommen – ob Fußgänger, Radfahrer, motorisierter Individualverkehr oder ÖPNV, hier treffen alle Verkehrsarten aufeinander.
Im Laufe des Jahres 2025 werden im Bereich des Karlsplatzes mehrere Gleis-, Kreuzungs- und Weichenerneuerungen der Straßenbahnlinien 19, 21, 27 und 28 durchgeführt. Die Notwendigkeit ergibt sich aus dem Alter und dem damit verbundenen Verschleiß, um die Betriebs- und Verkehrssicherheit zu gewährleisten.
Damit die Auswirkungen auf die Fahrgäste so gering wie möglich sind, werden im Rahmen einer Kooperation auch einige Fugen der Schlitzwände des darunter liegenden U-Bahnbauwerks saniert. Hier ergeben sich Synergieeffekte, vor allem zur Verkürzung der Bauzeit gegenüber einem sequentiellen Bauablauf. Zur Aufrechterhaltung aller öffentlichen Verkehrsverbindungen wird ein Schienenersatzverkehr (SEV) eingerichtet.
Insgesamt werden 620 m Gleis, sieben Weichen und drei Gleiskreuzungen erneuert.
Die Komplexität besteht darin, die Verkehrsströme des Fuß-, Rad- und Autoverkehrs, die Anlieger (z. B. Hotels und Einzelhandel) und die bestehenden Straßenbahnlinien nicht zu stark einzuschränken. Neben der Qualität steht hier eine zeitsparende Umsetzung im Vordergrund.
Bei diesem innerstädtischen Gesamtprojekt kommt es vor allem auf eine gelungene Kommunikation zwischen den internen und externen Beteiligten an.
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Barrierefreier Haltestellenausbau
Im laufenden Betrieb der Straßenbahnlinien 20 und 21 wurde von April bis September 2024 die Haltestelle Olympiapark West modernisiert. Dabei wurden auf einer Länge von 56 Metern die Bahnsteige mit dem neu entwickelten „Münchner Bord" angepasst. Die Haltestelle Olympiapark West wird als erster Bahnsteig nach dem neuen barrierefreien Standard für den Straßenbahnausbau errichtet.
Die Verbesserung der Barrierefreiheit wird unter anderem durch eine neue Bahnsteighöhe von 25 Zentimetern sowie taktile Leitelemente an den Bahnsteigkanten und in den Kreuzungsbereichen erreicht. Die zu überwindende Einstiegshöhe zwischen Straßenbahn und Bahnsteigkante wird dabei auf rund fünf Zentimeter reduziert. Darüber hinaus wird auf einen möglichst geringen Spalt (hier Abstand zwischen Bahnsteigkante und Fahrzeug) geachtet. Die Leitsysteme sind nicht nur taktil erfassbar, sondern auch kontrastreich ausgestaltet, so dass der Unterschied zwischen Bahnsteig und Gleisbereich besonders gut wahrnehmbar ist und Hindernisse wie Mülleimer besser wahrgenommen werden. Zur Erhöhung der Sicherheit werden Geländer in Gleismitte und zur Fahrbahn hin installiert.
Der barrierefreie Ausbau der Verkehrsinfrastruktur ist ein äußerst komplexes Unterfangen. Technische Schwierigkeiten sind zum Beispiel der Lichtraumbedarf der unterschiedlichen Fahrzeugtypen, die neue Entwässerungssituation oder das Zusammenspiel der unterschiedlichen Fundamente untereinander und mit Leitungen im Boden. Der zusätzliche Platzbedarf erfordert eine intensive Abstimmung mit den Anliegenden, der Stadtpolitik und weiteren Stakeholdern.
Nach dem Muster des Olympiapark Wests sollen weitere Haltestellen folgen, schließlich stehen die Stadtwerke München für ein buntes und integratives München.
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Neubau eines zweiten U-Bahn-Betriebshofs
Aufgrund der großen Nachfrage im ÖPNV planen die Stadtwerke München, das Angebot der U-Bahn erheblich auszubauen. Hieraus ergibt sich auch ein größerer Bedarf an Wartungs- und Abstellkapazitäten. Derzeit verfügen die SWM über einen zentralen U-Bahn-Betriebshof, die Technische Basis in Fröttmaning im Norden von München. Der Standort wurde entsprechend dem Zuwachs an Fahrzeugen und Aufgaben zwar immer wieder ausgebaut, mit dem derzeitigen Fahrzeugbestand ist aber sowohl die Werkstatt- als auch die Abstellkapazität nahezu erreicht. Mit dem zusätzlichen Ziel, eine Redundanz für wesentliche Funktionen der Technischen Basis zu erstellen, wird daher im Süden ein zweiter U-Bahn-Betriebshof geplant.
Nach einer umfassenden Nutzerbedarfsanalyse wurden die Funktionen am neuen Standort ausgewählt. Hierzu zählen eine Abstellung für bis zu 30 U-Bahnen, eine Werkstatt zur betriebsnahen Wartung und Instandhaltung der U-Bahnen sowie ein Infrastrukturstützpunkt.
Für manche Wartungen und Reparaturen ist hier ein Abnahmegleis erforderlich, auf dem Prüffahrten, z. B. nach Arbeiten an den Bremsen, vorgenommen werden können. Das Abnahmegleis ist parallel zur S7 zwischen Neuperlach Süd und Neubiberg geplant.
Der Infrastrukturstützpunkt besteht aus einer Fahrzeughalle für Schienen-Arbeitsfahrzeuge sowie einer Kranhalle, in der Arbeitsvorbereitung, Zwischenlagerung und Werkstattbereiche vorgesehen sind. Von hier aus starten auch die Instandhaltungstrupps des Gleisbaus ihre Einsätze in der Betriebsruhe der Münchner U-Bahn.
Innerhalb dieses komplexen und interdisziplinären Projekts werden zudem eine Straßenverlegung mit drei Höhenfreimachungen sowie eine Freihaltung für eine Weiterführung der U5 mit umgesetzt.
Erfahrungsberichte von Kolleg*innen
„Neben den spannenden und abwechslungsreichen Aufgaben schätze ich auch die Zusammenarbeit in unserem interdisziplinären Team, die mir große Freude macht und bei der wir schon die eine oder andere Herausforderung in diesem mehrjährigen Projekt gemeistert haben.“
Denise, Bauingenieurin
Nach meinem Studium des Bauingenieurwesens war ich zunächst einige Zeit als Bauüberwacherin für Ingenieurbauwerke tätig, bevor sich die Möglichkeit auftat, bei den Stadtwerken München Teil des Projektteams für ein großes Münchner Infrastrukturprojekt zu werden.
Die U9-Entlastungsspange ist ein U-Bahn-Planungsprojekt der Landeshauptstadt München, welches als eines der wesentlichen Ziele verfolgt, den bereits stark beanspruchten Öffentlichen Nahverkehr in der Innenstadt zu entlasten.
Die Stadtwerke München übernehmen hierbei im Projekt verschiedenste Aufgaben des Projektmanagements in enger Zusammenarbeit mit der Landeshauptstadt München.
Mit mehreren Kilometern Streckentunnel und zahlreichen Ingenieurbauwerken handelt es sich bei der U9 um ein Großprojekt, das nicht nur Expertise im klassischen Bauingenieurwesen, sondern auch in anderen Fachbereichen, z. B. der architektonischen Konzeption der Bahnhöfe oder in verschiedenen technischen Ausstattungsgewerken wie Signalanlagen oder Brandschutz, erfordert. Hierdurch bietet sich die Möglichkeit, über das eigene Fachgebiet hinaus viel Neues und Spannendes dazuzulernen.
Um die Planung durchführen zu können, wurden verschiedene Vertragspartner wie Ingenieurbüros und Sachverständige gebunden. Diese werden von uns eng gesteuert und koordiniert, um eine bedarfs-, kosten- und termingerechte Planung gewährleisten zu können. Wichtig ist hierbei auch, die Anforderungen an die Planungsaufgabe zu klären und Schnittstellen der verschiedenen Planungen zu erkennen. Unser Arbeitsalltag ist daher geprägt vom intensiven Austausch mit den Projektbeteiligten und verschiedenen Interessensträgern wie Behörden. Zugleich versuchen wir, anhand unseres U-Bahnbestandes zu lernen: Was hat sich im Betrieb und Unterhalt als sinnvoll erwiesen und was muss gegebenenfalls in der Neubauplanung anders konzipiert werden?
„Insgesamt bietet die Tätigkeit als Bauwerksprüfer bei den Stadtwerken München eine spannende und erfüllende Herausforderung, die einen positiven Beitrag zur Sicherheit und Zukunft der Infrastruktur des öffentlichen Personennahverkehrs leistet.“
Markus, Bauingenieur mit Schwerpunkt Bauwerksprüfung
Als Bauingenieur mit dem Schwerpunkt Bauwerksprüfung bei den Stadtwerken München ist es meine Hauptaufgabe, die strukturelle Integrität und Sicherheit von Bauwerken zu sichern. Unser Verantwortungsbereich umfasst die Verkehrsbauwerke der Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG), darunter 100 U-Bahnhöfe, etwa 111 km Streckentunnel, 17 Brückenbauwerke, 7 Betriebshöfe mit insgesamt 91 Teilbauwerken sowie 58 Streckenbauwerke von Bus, U-Bahn und Trambahn.
Die regelmäßige und normgerechte Prüfung dieser Bauwerke ist entscheidend, um potenzielle Gefahren frühzeitig zu erkennen und die notwendigen Instandhaltungsmaßnahmen durchzuführen. Die Bauwerksprüfung gliedert sich in Vorbereitung, Durchführung und Dokumentation – ein abwechslungsreiches Arbeitsfeld, das Theorie und Praxis miteinander verbindet. Der Prüfprozess beginnt mit der Vorbereitung der erforderlichen Prüfunterlagen und der Planung der Prüfabläufe. Entscheidend hierbei ist, sich detailliert mit spezifischen Bauplänen und bestehenden Dokumentationen vertraut zu machen, um einen umfassenden Überblick über das Bauwerk zu erhalten. Die Einsätze vor Ort beinhalten oft detaillierte Inspektionen, die sowohl visuelle und handnahe Prüfungen als auch technische Messungen umfassen, wobei sowohl traditionelle als auch moderne diagnostische Geräte zum Einsatz kommen. Eine der größten Herausforderungen ist das Arbeiten in teilweise schwierigen Umgebungen. Besonders unterirdische Bauwerke erfordern ein hohes Maß an Vorsicht und Anpassungsfähigkeit, einschließlich der Einhaltung strenger Sicherheitsvorkehrungen, um die Gesundheit und Sicherheit der Mitarbeitenden zu gewährleisten.
Nach Abschluss der Prüfungen wird ein ausführlicher Bericht erstellt, der die festgestellten Mängel, deren Dringlichkeit und vorgeschlagene Sanierungsmaßnahmen dokumentiert. Besonders schätze ich die vielfältigen Möglichkeiten zur Weiter- und Fortbildung, um die mir übertragenen Aufgaben genauer und sicherer ausführen zu können.
„Die Mitarbeit in so einem spannenden Bereich und bei einem Unternehmen, das die Mobilität in München gestaltet, erfüllt mich mit Freude und Stolz. Die Arbeitszeiten sind flexibel gestaltbar und das Miteinander im Team ist großartig. Hilfestellungen werden bei Bedarf gegeben und mit Problemen wird man nie allein gelassen.“
Theresa, Spezialistin im Bereich Tramfahrzeugtechnik
Mobilität mitgestalten – diese Möglichkeit hat mich bereits während meines Maschinenbaustudiums an der Hochschule München fasziniert. Nach zweijähriger Berufserfahrung bei einem Automobilhersteller wurde mir klar, dass meine Zukunft im Gestalten einer effizienten und umweltschonenden Fortbewegung liegt. Daher wechselte ich zu einem Mobilitätsdienstleister. Seit Mai 2023 arbeite ich mit großer Freude bei den Stadtwerken München (SWM) im Fachbereich Fahrzeugtechnik und Sicherheitsmanagement Tramfahrzeuge. Besonders schätze ich an meiner Tätigkeit die große Vielfalt.
Unsere Teams sind z.B. verantwortlich für technische Klärungen mechanischer und projektspezifischer Themen der gesamten Tramfahrzeuge und deren Komponenten. Einen sogenannten „Tunnelblick“ gibt es bei uns nicht. Egal, ob es um Fahrwerke, Einstiegstüren oder Stromabnehmer geht: unsere Abteilung betreut jedes einzelne Bauteil und hat dabei auch das Gesamtsystem und betriebliche Aspekte im Blick. Gemeinsam mit der Werkstatt, die für die Instandhaltung zuständig ist, oder mit Herstellern und Lieferanten von Fahrzeugen und Komponenten, entwickeln wir Lösungen für bestehende Probleme, die anschließend erprobt und umgesetzt werden. Dies erfordert zahlreiche Abstimmungsprozesse und eine effektive Kommunikation mit verschiedensten Fachbereichen. Dabei sind wir immer nah am Fahrzeug dran, was die Arbeit für mich als Ingenieurin besonders spannend gestaltet. Da die Münchener Fahrzeugflotte sehr vielfältig ist und kein Fahrzeugtyp dem anderen gleicht, ist jeder Tag sehr abwechslungsreich.
Neben dem Tagesgeschäft führt unser Bereich Abnahmeprüfungen neuer und gewarteter Fahrzeuge durch, erstellt Zulassungsdokumentationen und arbeitet Lastenhefte für kommende Fahrzeuggenerationen aus. Die meisten Kolleg*innen besitzen eine Fahrerlaubnis für Tramfahrzeuge, um Probe- und Bremsfahrten oder Inbetriebnahmen durchführen zu können. Somit ist eine bessere Einschätzung des Fahrzeugzustands im Hinblick auf vorgenommene Änderungen, Wartungen oder vorliegende Probleme möglich. Auch das Thema Barrierefreiheit spielt in Kombination mit den Straßenbahn-Fahrzeugen bei den SWM und in meinem Aufgabenbereich eine große Rolle. Ziel ist es, allen Fahrgästen der Münchner Straßenbahn eine barrierefreie Beförderung von A nach B zu ermöglichen. Zu diesem Zweck entwickeln wir Lösungen für Fahrzeuge und Haltestellen, die allen Reisenden einen problemlosen Einstieg ermöglichen.
Ich würde mich sehr darüber freuen, neue Kolleg*innen bei den SWM begrüßen zu dürfen, um gemeinsam die Mobilität für München zu gestalten.
Sind noch Fragen offen?
Unser Recruiting-Service-Team ist telefonisch von Montag bis Freitag zu erreichen.
Wenn es einmal nicht persönlich klappt, sind wir vermutlich gerade in einem Termin oder im Gespräch. In diesem Fall freuen wir uns über eine Nachricht auf dem Anrufbeantworter – bestenfalls mit Namen, Telefonnummer und dem Anliegen. Wir rufen zeitnah zurück.
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