Einstieg als Ingenieur*in: Erneuerbare Energien
Wärmewende mitgestalten – mit Expertise und Leidenschaft
Die Stadtwerke München gehören zu den führenden Kräften der Wärmewende und setzen dabei vor allem auf Tiefengeothermie. Gleichzeitig bauen wir unsere Ökostromerzeugung in München und europaweit weiter aus – von Windkraft über Solarenergie bis Wasserkraft. Bei den Stadtwerken München arbeiten Menschen, die aus Überzeugung handeln: Wer die Energiewende voranbringen möchte, findet bei uns moderne Technologien, sinnstiftende Projekte und ein Umfeld, das Innovation lebt.
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Umstellung von Dampf- auf Heizwasserbetrieb im Münchner Fernwärmenetz
Die Wärmewende ist eines der zentralen Transformationsprojekte unserer Zeit. Um diese Transformation erfolgreich zu meistern, haben die SWM bereits 2012 eine zukunftsweisende Fernwärme-Vision entwickelt. Ziel dieser Vision ist eine CO2-neutrale Fernwärmeversorgung Münchens bis 2040, überwiegend mit Ökowärme aus Tiefengeothermie. Wesentlicher Bestandteil der Verteilung dieser Ökowärme an die Münchner Haushalte ist das Großprojekt Dampfnetzumstellung.
In der Münchner Innenstadt wurden seit den 1950er Jahren Fernwärmeleitungen als Dampfnetz gebaut. Geothermie stellt Fernwärme als Heizwasser zur Verfügung. Dieses Heizwasser weist gegenüber dem fossil produzierten Dampf ein geringeres Temperaturniveau und ein höheres Mediengewicht auf. Das Dampfnetz muss für den Betrieb mit Ökowärme aus Tiefengeothermie umgerüstet werden. Die Dampfnetzumstellung stellt ca. 90 km des bestehenden Dampfnetzes auf den Betrieb mit Heizwasser um.
Die Umsetzung der Dampfnetzumstellung erfolgt seit 2022 in jährlichen Abschnitten (sogenannte Umstellgebiete). Die erforderlichen Maßnahmen für jedes Umstellgebiet werden ermittelt, indem hydraulische und rohrstatische Berechnungen durchgeführt, der Zustand der vorhandenen Bauwerke und Anlagen erfasst und die Vorgaben aus den übergeordneten versorgungstechnischen Zusammenhängen berücksichtigt werden.
Je Umstellgebiet werden ca. 50 - 200 Einzelmaßnahmen realisiert. Das Spektrum der Einzelmaßnahmen reicht vom Austausch einzelner Armaturen in bestehenden Schächten oder dem Neubau von Festpunkten/Gleitlagern über Rohrleitungsquerungen von Tramgleisen oder Stadtbächen bis hin zu Neubautrassen über mehrere hundert Meter Länge. Zunehmend fallen auch Nachverdichtungen zur Umsetzung des Transformationsplans in das Aufgabenspektrum der Dampfnetzumstellung. Die Fertigstellung des Projekts ist für 2033 geplant.
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HKW Süd Fernkältezentrale
Für die Stadtwerke München ist Fernkälte eine effiziente und umweltfreundliche Alternative zu individuell betriebenen Klimaanlagen und hilft, CO2-Emissionen zu reduzieren und die Energieeffizienz in städtischen Gebieten zu steigern. Besonders effektiv ist es, wenn die Kälte (zum Teil) aus erneuerbaren Energiequellen wie Geothermie oder Flusswasser kommt.
Ab 2027 sollen 12 Megawatt Fernkälte vom Energiestandort Süd in Sendling durch die Isarvorstadt und Ludwigsvorstadt in die Innenstadt fließen. Dabei wird vorhandene Wärme aus Geothermie und Kraftwärmekopplungsanlagen zur Fernkälteerzeugung genutzt. Ein altes Bestandsgebäude der ehemaligen Müllverbrennungsanlage wird dafür umgebaut und aufwendig neugestaltet.
Im ersten Bauabschnitt werden zwei Kompressionskältemaschinen, sechs hybride Nasskühltürme, ein Flusswasserwärmetauscher und zwei Absorptionskältemaschinen im umgebauten Gebäude installiert. In den Absorptionskältemaschinen wird die vorhandene Fernwärme in Fernkälte umgewandelt und über eine neu entstandene Transportleitung verteilt. Eine intelligente Verteillogik sorgt für eine jahreszeitengerechte Fernkälteproduktion. Bis Ende 2029 werden im zweiten Bauabschnitt weitere 24 Megawatt Fernkälte installiert.
Ein sehr umfangreiches und komplexes Projekt bei dem das Projektteam einen direkten Beitrag zur Energiewende leistet.
Erfahrungsberichte von Kolleg*innen
„Besonders schätze ich es, mein Netzwerk auszubauen und mit Menschen zusammenzuarbeiten, die die gleiche Leidenschaft teilen. Gemeinsam können wir viel bewegen – und genau das gibt mir täglich neue Energie. Zusätzlich fühle ich mich in meinem aktuellen Team unglaublich wohl. Wir haben ein starkes, herzliches und hoch motiviertes Team aus Fachexperten, das jeden Tag bereichernd und inspirierend macht.“
Laura, Teilprojektleiterin Tiefengeothermie
Ich bin begeisterte Umwelt- und Bauingenieurin und habe in den vergangenen Jahren bereits während meines Studiums sowie in den Jahren danach vielfältige Erfahrungen in der Planung, Projektleitung und Umsetzung von Energie- und Infrastrukturprojekten gesammelt. Von der Arbeit im Labor über Projekte im Deponie- und Kanalbau sowie im Kraftwerksbau von Müllheizkraftwerken bis hin zu verantwortungsvollen Aufgaben in der Projektleitung – jede Station hat mich fachlich wie persönlich bereichert.
Heute arbeite ich als Teilprojektleiterin bei den SWM in der Infrastrukturplanung für Tiefengeothermieprojekte. Dort kann ich mein Wissen im Tief- und Leitungsbau ideal einsetzen und übergreifend auch als Masterplan- und Bauphasenkoordinatorin wirken.
Was mich begeistert? Mich motiviert, mit meinem Know-how echten Mehrwert zu schaffen. Nachhaltige und umweltfreundliche Projekte voranzubringen ist für mich nicht nur ein Beruf, sondern eine echte Herzensangelegenheit. Ich bin eine leidenschaftliche Verfechterin der Geothermie – und genau diese Überzeugung treibt mich jeden Tag aufs Neue an. Es begeistert mich, kontinuierlich zu lernen, Prozesse zu verbessern und meine Arbeit stetig weiterzuentwickeln.
„Vor allem schätze ich die faire, flexible und sehr familienfreundliche Arbeitsplatzgestaltung, die für mich eine sehr hohe Priorität als Familienvater besitzt.“
Florian, Hydrogeologe
Erste Berührungspunkte zur oberflächennahen Geothermie hatte ich schon während meines Bachelorstudiums an der TU Berlin als Werkstudent in einem Geoingenieurbüro, in dem wir unter anderem Erdwärmesonden geplant und verbaut haben. Es war mir damals schon sehr deutlich bewusst, dass wir den Schatz unter unseren Füßen, die kostengünstige, emissionsarme und regenerative Erdwärme, für eine nachhaltige Energiegewinnung heben sollten.
Für mein Masterstudium in Ingenieur- und Hydrogeologie ging ich dann an die TU in München, da dort der Fokus auf die geothermische Energiegewinnung liegt. Aufgrund der hervorragenden Potentiale für die oberflächennahe und tiefe Geothermie sowie der engen Verknüpfung mit Fach- und Genehmigungsbehörden hat die Universität eine absolute Vorreiterrolle in Deutschland eingenommen. Während meiner Masterarbeit in der oberflächennahen und meiner Promotion in der tiefen Geothermie hatte ich bereits erste Kontakte mit den SWM und durfte die beeindruckende Zug- und Strahlkraft des Konzerns auf diesem Gebiet im Rahmen der selbst schon früh ausgelobten Wärmewende erleben. Schon früh wusste ich daher, dass ich gerne bei den SWM im Bereich der Geothermie arbeiten möchte, da die Vision und der Spirit des Konzerns auf dem Gebiet der geothermischen Transformation der Wärmeerzeugung sehr beeindruckend sind.
Die Kolleg*innen, die ich über die Jahre schon während Studium und Promotion kennenlernen durfte, bilden ein wunderbares und motivierendes Arbeitsumfeld. Bei uns kann jede*r die eigenen Talente und Schwerpunkte bestmöglich einbringen. Zudem sind auch einige meiner studentischen Weggefährten nun Kolleg*innen geworden, was meine guten Erfahrungen mit den SWM bestätigt und meine Arbeitsweise bereichert. Auch in der Freizeit verbringen wir gerne Zeit miteinander.
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