Altbausanierung planen: Mit Sanierungsfahrplan Kosten sparen
Für Ihre Altbausanierung lässt sich über unsere Energieberatung der SWM ein individueller Sanierungsfahrplan erstellen. Wir zeigen, mit welchen Kosten und Förderungen Sie rechnen können.
Altbauten machen einen großen Teil des Münchner Gebäudebestands aus. Viele Wohngebäude wurden vor Einführung der ersten Wärmeschutzverordnung 1977 errichtet und damit zu einer Zeit, in der energetische Anforderungen kaum berücksichtigt wurden. Entsprechend hoch kann ihr Energieverbrauch, aber auch ihr Einsparpotenzial sein. Wer einen Altbau energetisch modernisieren beziehungsweise einen Altbau sanieren möchte, steht deshalb häufig vor der Frage: Wo anfangen und in welcher Reihenfolge? Ein individueller Sanierungsfahrplan (iSFP) bietet dafür eine klare Orientierung.
Welche energetischen Besonderheiten gibt es bei Altbauten zu beachten?
Altbauten unterscheiden sich energetisch deutlich von jüngeren Gebäuden. Typisch sind:
- ungedämmte oder schwach gedämmte Außenwände
- einfache Isolierverglasungen
- undichte Bauteilanschlüsse bei Fenstern und Türen
- wenig gedämmte Dächer oder oberste Geschossdecken
- veraltete Heiztechnik
Sanierungsfahrplan für einen Altbau: Das kann er leisten
Der individuelle Sanierungsfahrplan (iSFP) bildet eine fundierte und praxisnahe Grundlage, um den energetischen Ist‑Zustand eines konkreten Gebäudes zu analysieren und darauf aufbauend empfohlene Sanierungsschritte sowie die dafür passenden Fördermöglichkeiten aufzuzeigen. Gerade bei der Altbausanierung hilft er, Maßnahmen strukturiert und effizient zu planen.
Die Maßnahmen sind technisch angebracht, wirtschaftlich tragfähig und in einer sinnvollen Reihenfolge auf das Gebäude abgestimmt. Der Sanierungsfahrplan wird von zertifizierten Energieberater*innen erstellt und ist für einen Zeitraum von 15 Jahren gültig.
Eigentümer*innen müssen die Altbausanierung nicht auf einmal umsetzen. Stattdessen können einzelne Maßnahmen schrittweise und planbar erfolgen – angepasst an Budget, Lebenssituation und anstehende Instandhaltungen des Gebäudes. Der Sanierungsfahrplan bleibt dabei über Jahre hinweg eine verlässliche Grundlage und muss nicht nach jedem Sanierungsschritt neu erstellt werden.
Gerade im Altbau liegt der Mehrwert weniger in einzelnen Maßnahmenempfehlungen als in der Gesamtsicht. Der Fahrplan zeigt:
- welche Bauteile die größten Energieverluste verursachen
- welche Maßnahmen technisch sinnvoll aufeinander aufbauen
- wie sich der Energiebedarf schrittweise reduzieren lässt
- welche Investitionen und Einsparpotenziale realistisch sind
Diese Maßnahmen greifen im Altbau stark ineinander. Schon kleine Änderungen an einzelnen Bauteilen können Auswirkungen auf den energetischen Zustand des gesamten Gebäudes haben. Werden Sanierungsschritte nicht aufeinander abgestimmt, können spätere Maßnahmen technisch oder wirtschaftlich ungünstig werden – ein häufiger Fehler, wenn man einen Altbau sanieren möchte.
Sinnvolle Reihenfolge der Maßnahmen bei einer Altbausanierung
Auch wenn jeder Altbau individuell ist, folgt eine energetisch sinnvolle Altbausanierung meist einer klaren Grundlogik:
1. Reduktion der Wärmeverluste (zum Beispiel Dach, oberste Geschossdecke, Außenwände, Kellerdecke)
2. Verbesserung der Fenster und der Luftdichtheit (inklusive passendem Lüftungskonzept)
3. Anpassung oder Erneuerung der Heiztechnik – abgestimmt auf den nun geringeren Energiebedarf
Ein Sanierungsfahrplan stellt sicher, dass diese Schritte sinnvoll aufeinander aufbauen. So wird vermieden, dass bereits umgesetzte Arbeiten später erneut angepasst oder ergänzt werden müssen, weil sie in einer ungünstigen Reihenfolge erfolgt sind. Ein wichtiger Punkt für alle, die einen Altbau sanieren.
Wann ist ein Sanierungsfahrplan für einen Altbau besonders sinnvoll?
Ein Sanierungsfahrplan wird von Fachstellen insbesondere empfohlen, wenn:
- bereits Reparaturen geplant sind, die sich sinnvoll mit energetischen Verbesserungen verbinden lassen, um Kosten zu sparen.
- ein Gebäude schrittweise über mehrere Jahre saniert werden soll.
- Unsicherheit über die Reihenfolge der erforderlichen Sanierungsmaßnahmen besteht.
- Fördermittel über mehrere Jahre verteilt genutzt werden sollen.
- ein Altbau neu übernommen oder gekauft wurde und man ihn umfassend sanieren möchte.
In solchen Fällen hilft Ihnen der Sanierungsfahrplan bei der Planung und dabei, Fehlentscheidungen zu vermeiden. Durch die bessere Abstimmung der Maßnahmen können Sie bei einer Altbausanierung Investitionen gezielter einsetzen, Förderungen optimal nutzen und langfristig Kosten einsparen.
Erfahren Sie jetzt mehr über unseren individuellen Sanierungsfahrplan und entdecken Sie, wie er Sie bei Ihrer Sanierung unterstützen kann.
Häufige Fragen zur Energieberatung
Noch nicht die passende Antwort gefunden? In unserem FAQ-Bereich beantworten wir Ihnen die wichtigsten Fragen rund um das Thema Sanierungsfahrplan und Energieberatung.
Der iSFP wird im Rahmen der Energieberatung für Wohngebäude vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) gefördert, weitere Infos finden Sie hier: Bundesförderung Energieberatung für Wohngebäude. Die SWM beantragen die Fördermittel für Sie. Die genaue Höhe der Förderung hängt auch von der Ausgestaltung des jeweiligen Förderprogramms des Bundeswirtschaftsministeriums ab.
Für die Umsetzung der im iSFP vorgeschlagenen Sanierungsschritte stehen staatliche Förderungen zur Verfügung. Mehr Informationen finden Sie hier: Bundesförderung für effiziente Gebäude – Einzelmaßnahmen (BEG EM).
Nach Ihrer unverbindlichen Anfrage führen wir ein telefonisches Beratungsgespräch, in dem wir Ihre Fragen klären und den weiteren Ablauf erläutern. Daraufhin folgt der verbindliche Vertragsschluss. Anschließend wird Ihre Immobilie von unseren Energieberater*innen bei einem Vor-Ort-Termin begutachtet, um alle notwendigen Daten zu erfassen und den Sanierungsfahrplan präzise auf Ihre Immobilie abzustimmen. In einem persönlichen Abschlussgespräch erhalten Sie den fertigen iSFP mit einer umfassenden Erläuterung der enthaltenen Empfehlungen. Nun können Sie von den verbesserten Förderbedingungen für Ihre energetische Sanierung profitieren, die Ihnen durch den iSFP zur Verfügung stehen.
Ein iSFP darf nur von qualifizierten und zertifizierten Energieberater*innen erstellt werden. Die Stadtwerke München verfügen über entsprechend ausgebildete Expert*innen und bieten daher eine umfassende und qualifizierte Energieberatung an.
Für die Erstellung eines iSFPs sind folgende Unterlagen hilfreich:
Energieverbrauchsdaten:
-
Strom- und Heizabrechnungen des letzten Jahres; wenn möglich, der letzten drei Jahre
Gebäudedokumentation:
-
Baupläne oder Grundrisse des Gebäudes
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Schnitte und Ansichten
Technische Informationen:
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Das letzte vorliegende Kaminkehrerprotokoll
-
Dokumentation oder Rechnung von bereits durchgeführten energetischen Sanierungen (z. B. Fensteraustausch oder Dachdämmung)
Wohnen Sie im Stadtgebiet München, können Sie Baupläne über die Zentralregistratur einsehen: Einsicht in Bauakten. Sollten Ihnen darüber hinaus Informationen fehlen, teilen Sie uns dies bitte bei Ihrer Anfrage mit, damit wir Sie über alternative Datenerhebungsmöglichkeiten informieren können.