Wir verwenden Cookies. Mit der weiteren Nutzung unserer Seite stimmen Sie dem zu. Details und Widerspruchsmöglichkeiten finden Sie in unseren Datenschutzhinweisen.

Stadtwerke München Stadtwerke München
Suche
Ihr Suchbegriff
Menü
h-geothermie-sauerlach.png

Javascript ist aktuell deaktiviert. Diese Seite benötigt Javascript, um korrekt zu funktionieren.

Wie Sie JavaScript in Ihrem Browser aktivieren

Javascript is currently disabled. This site requires Javascript to function correctly.

How to enable JavaScript in your browser

Geothermie-Anlagen

Geothermie-Anlagen der SWM:

Geothermieanlage Sauerlach

In Sauerlach haben die SWM ein geo­ther­misches Heizkraftwerk ist in enger Abstimmung mit der Gemeinde Sauerlach gebaut. Denn in Sauerlach ist die Temperatur des Thermalwassers wesentlich höher als in München – mehr als 140 Grad Celsius in ca. 4.200 Metern Tiefe. Dadurch wird es möglich, zusätzlich zur Heizwärme auch elektrischen Strom zu erzeugen. Das geothermische Heizkraftwerk Sauerlach gewinnt Strom für 16.000 Haushalte und stellt gleichzeitig Wärme für Sauerlacher Haushalte bereit. Die Anlage ging Anfang 2013 offiziell in Betrieb.

Die Wärme aus diesem Thermalwasser lässt sich optimal zum Heizen nutzen, bei hoher Temperatur wie in Sauerlach auch zur Stromgewinnung. Hierzu muss das heiße Wasser an die Oberfläche geholt werden. Dabei bietet der Malm-Kalkstein einen für die Wärmegewinnung wesentlichen Vorteil: Durch zahlreiche kleine Hohlräume fließt das Wasser relativ gut, deshalb kann hier mit einem Bohrloch eine große Wassermenge gefördert werden.

Das Prinzip „Nachhaltigkeit“
In Sauerlach wird nur der Energieinhalt des heißen Wassers genutzt: Nach Übertragung der Wärme auf den Heizkraftwerksprozess wird das abgekühlte, ansonsten aber nicht veränderte Wasser wieder in die gleiche geologische Schicht zurückgeleitet, aus der es kam – in den Malm. Das ist erforderlich, um den Wasserhaushalt in der Tiefe nicht zu stören, denn der natürliche Zufluss von Wasser in dieser Schicht ist sehr gering. Deshalb müssen mehrere Bohrungen niedergebracht werden. Durch die erste Bohrung, die „Förderbohrung“, wird das heiße Wasser nach oben gefördert. Durch zwei weitere Bohrungen, die „Reinjektionsbohrungen“, wird das abgekühlte Wasser wieder in den Malm-Karst zurückgeführt. Damit es nicht sofort wieder zur Förderbohrung fließt, liegen die Bohrungsendpunkte jeweils etwa zwei Kilometer voneinander entfernt.

In zwei Stufen zur Energie
Um die im Thermalwasser enthaltene Wärme möglichst effizient in Strom umzuwandeln ist ein Prozess mit einem Zwischenkreislauf und einem Arbeitsmittel notwendig. Das Thermalwasser überträgt seine Wärme in einem Verdampfer auf dieses Arbeitsmittel. Der unter Druck stehende Arbeitsmitteldampf treibt wiederum eine Turbine an. Das Arbeitsmittel kann die Wärme aus dem Thermalwasser in einem zweistufigen Prozess, wie er in Sauerlach erstmalig in einer deutschen Geothermie-Anlage eingesetzt wird, besonders gut ausnutzen und mit einem hohen Wirkungsgrad in Strom umwandeln. Bei der Entscheidung für die Technologie haben die SWM einen Schwerpunkt auf die Auswahl dieses Arbeitsmittels gelegt. Das organische Pentafluorpropan, das eingesetzt wird, ist ein Stoff, der schon bei niedriger Temperatur und erhöhtem Druck verdampft. Es ist weder explosiv noch brennbar und für den Einsatz nahe am Ortsrand von Sauerlach sehr gut geeignet. Es ist außerdem ungiftig und wirkt nicht ozonzerstörend. Die für den Stromerzeugungsprozess notwendige Rückkühlung des Arbeitsmittels erfolgt in Luftkondensatoren. Bei dieser Technik wird kein Kühlwasser verbraucht und es können keine Dampfschwaden entstehen.

Überwachung der Anlage
Beim Betrieb des Geothermie-Heizkraftwerks werden keine Schadstoffe (Abgase, Staub, Abfälle), Dampfschwaden oder Erschütterungen an Mensch und Um-welt abgegeben. Um die von der Anlage ausgehenden Geräusche auf ein Minimum zu reduzieren, schöpfen die SWM alle technischen Möglichkeiten aus. Die Anlage wird durch entsprechende Schalldämm-Maßnahmen an den Maschinenkomponenten und am Gebäude so ausgelegt, dass die Geräuschbeiträge an den Immissionsorten irrelevant sind. Um den ordnungsgemäßen Betrieb der voll automatischen Geothermie-Anlage jederzeit sicherstellen zu können, wird der Betrieb von der Informationswarte der SWM rund um die Uhr fernüberwacht. Darüber hinaus wird die Einhaltung der Schallwerte durch Messungen von einem unabhängigen Gutachter überprüft.

Ansprechende Architektur
Die SWM haben auch Wert auf ein ansprechendes Äußeres der Anlage gelegt, beispielsweise durch die Gestaltung der Fassade mit Lärchenholz. In dem architektonisch sehr homogen konzipierten Gebäude sind die Arbeitsmittelkreisläufe komplett eingehaust und die Luftkondensatoren untergebracht. Neben optischen Aspekten werden so gleichzeitig auch die Betriebssicherheit und der Lärmschutz optimiert.

 Weitere Informationen:

Broschüre über die Geothermie-Anlage Sauerlach (PDF, 2744 KB)

Broschüre: Gestalter der Wärmewende (PDF, 1367 KB)

Geothermieanlage Riem

In Riem ging 2004 die erste SWM Geothermie-Anlage in Betrieb. Mit dem über 90°C heißen Wasser aus 3.000 Metern Tiefe wird der Wärmebedarf der Wohnbebauung in der Messestadt, der Gewerbebetriebe und der Messe München zum größten Teil gedeckt.

Für die Geothermieanlage Riem wenden wir die Methode der hydrothermalen Geothermie an. Zur Nutzung wurden dazu zwei Bohrungen über 2.746 m und 3.020 m tief in den Malm-Karst abgeteuft.

Das in dieser Schicht lagernde Tiefengrundwasser mit einer Temperatur von 94 °C wird mittels einer Pumpe durch die eine Bohrung nach oben gefördert, gibt seine Wärme über Wärmetauscher an das Nahwärmenetz ab und wird durch die zweite Bohrung wieder zurückgeführt.

Geothermie-Anlage Freiham

Im September 2015 haben die Arbeiten für die Geothermieanlage Freiham begonnen.

Bereits 2013 haben die SWM hier ein Heizwerk mit drei Heizkesseln in Betrieb genommen. Die Einspeisung von geothermischer Fernwärme in die Anlage und damit auch in das Münchner Fernwärmenetz ist ab Herbst 2016 geplant. Dann wird die Anlage die Grundlast des Wärmebedarfs des neuen Stadtteils und benachbarter Gebiete im Münchner Westen mit Geothermie abdecken.

Pressemitteilungen:

20.05.2016: Geothermieanlage Freiham Einbau der Förderpumpe (PDF, 255 KB)

08.02.2016: Geothermie-Anlage Freiham - Zweite Bohrung hat Soll-Tiefe erreicht (PDF, 96 KB)

10.12.2015: Geothermieanlage Freiham Pumpversuche erfolgreich, Bohrturm wird nach Norden versetzt (PDF, 130 KB)

25.11.2015: Geothermieanlage Freiham - Erste Bohrung hat Soll-Tiefe erreicht: SWM beginnen Pumpversuche (PDF, 77 KB)

29.09.2015: Öko-Wärme für München: Bohrarbeiten für die Geothermieanlage in Freiham gestartet (PDF, 431 KB)

 

Bis 2025 wollen die SWM vier weitere Geothermieanlagen bauen. Um geeignete Standorte zu finden, haben sie von November 2015 bis März 2016 eine umfangreiche 3D-Seismik-Messung in weiten Teilen des Stadtgebiets durchgeführt. Nach Abschluss der Auswertung werden die nächsten Standorte schrittweise ermittelt.

Geothermieschatz unter München und Region

München und das Umland sind dank ihrer günstigen Lage im bayerischen Molassebecken privilegiert für die Nutzung der hydrothermalen Geothermie. Hier sind die Voraussetzungen so gut wie in nahezu keiner anderen Region Deutschlands: Unter der Erdoberfläche befindet sich in einer Tiefe von 2.000 bis über 4.000 Metern ein riesiger Vorrat an umweltfreundlicher Energie - ein Heißwasservorkommen mit Temperaturen von 80 bis zu über 140 Grad Celsius.

Filme zur Geothermie

Heizen mit Erdwärme - So funktioniert Geothermie

Unter Geothermie versteht man die in Form von Wärme gespeicherte Energie unterhalb der Erdoberfläche, auch Erdwärme genannt. Diese Energie können moderne Anlagen in Nutzenergie verwandeln. Der Vorteil gegenüber anderen regenerativen Energiequellen ist die ständige Verfügbarkeit, unabhängig von klimatischen Verhältnissen und von Tages- und Jahreszeit.

Je tiefer man in das Erdinnere vordringt, um so wärmer ist es. In unseren Breiten nimmt die Temperatur, ausgehend von der Erdoberfläche, um ca. 3 °C pro 100 Metern Tiefe zu. Die eigentliche Quelle der Erdwärme ist der Erdkern, in dem nach heutigem Kenntnisstand Temperaturen von ca. 6000 °C vorherrschen. Nach menschlichen Maßstäben ist diese Energiequelle unerschöpflich.

Die Nutzung der Erdwärme erfolgt hauptsächlich über zwei Verfahren. Bei der hydrothermalen Geothermie wird direkt das Wasser aus heißen, sehr tief liegenden Grundwasserschichten genutzt, beim Hot-Dry-Rock-Verfahren wird kaltes Wasser in heißes Gestein verpresst und wieder zurückgefördert.

Fernwärme Vision Geysir

Fernwärme-Vision

Bis 2040 soll München die erste deutsche Großstadt werden, in der Fernwärme zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energien gewonnen wird. Fernwärme aus erneuerbaren Energien

Broschüre: Gestalter der Wärmewende

Die SWM sind Schrittmacher der Energiewende – im Strom- und im Wärmemarkt.

Gestalter der Wärmewende (PDF, 1368 KB)
Weitere Informationen
Geothermieanlage Sauerlach

Filme zu den Geothermie-Anlagen

Was ist Erdwärme und wie funktioniert ein Geothermie-Heizkraftwerk? Erfahren Sie es in unseren Filmen. Zu den Filmen

Die SWM Erzeugungsanlagen

Wenn Sie mehr über die Erzeugungsanlagen der SWM erfahren möchten, laden Sie unsere Broschüre als PDF herunter.

Broschüre SWM Erzeugungsanlagen (PDF, 3806 KB)