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Berechnung der Abschlagszahlungen

Wie wird die Abschlagszahlung berechnet?

Als Kunde der SWM erhalten Sie jährlich eine Rechnung für Ihren Energie- und Wasserbezug. In dieser Rechnung werden die Beträge für die Abschlagszahlungen für den zu erwartenden Jahresverbrauch festgelegt.

Anhand der Verbrauchswerte für Energie und Wasser im letzten Abrechnungszeitraum wird der voraussichtliche Verbrauch für den neuen Abrechnungszeitraum errechnet. Bitte beachten Sie, dass durch die roulierende Ablesung der Zeitraum zwischen zwei Jahresrechnungen variieren und von 365 Tagen abweichen kann.

Mit den zu diesem Zeitpunkt geltenden Preisen wird der Nettobetrag für die zu erwartende Rechnung bestimmt. Die Umsatzsteuer mit dem gültigen Umsatzsteuersatz wird hinzugerechnet.

Der Gesamtbetrag wird durch die Zahl der monatlichen Abschlagszahlungen (in der Regel 11) geteilt und somit der Betrag für Ihre Abschlagszahlungen ermittelt.

Nach einem Jahr wird der tatsächliche Verbrauch nach Ablesung der Zähler verrechnet.

Die Abweichung – entweder Mehr- oder Minderverbrauch – wird mit der Jahresrechnung ausgeglichen.

Berechnungsbeispiele zu Abschlagszahlungen

Der Jahresverbrauch für Strom in der letzten Abrechnungsperiode betrug für einen Zeitraum von 360 Tagen 1.417 kWh. Die Höhe der Abschlagszahlung bei einem voraussichtlichen Jahresverbrauch für 365 Tage von 1.437 kWh Strom und angenommenen Strompreisen wird wie folgt ermittelt:

Arbeitspreis: 1.437 kWh x 21,00 Cent/kWh = 301,77 Euro

Grundpreis für 365 Tage = 72,00 Euro

Summe = 373,77 Euro

: 11 = Betrag neue Abschlagszahlung = 33,98 Euro

gerundet auf vollen Eurobetrag (brutto) = 34,00 Euro

Der Jahresverbrauch für Erdgas in der letzten Abrechnungsperiode betrug für einen Zeitraum von 375 Tagen 21.000 kWh. Bei einem voraussichtlichen Jahresverbrauch für 365 Tage von 20.422 kWh und angenommenen Preisen wird die Höhe der Abschlagszahlungen wie folgt ermittelt:  

20.422 kWh x 5,50 Cent/kWh = 1.123,21 Euro

Grundpreis für 365 Tage = 100,00 Euro

Summe = 1.223,21 Euro

: 11 = Betrag neue Abschlagszahlung (brutto) = 111,20 Euro

gerundet auf vollen Eurobetrag (brutto) = 111,00 Euro

Wie wird der Verbrauchsverlauf im Jahr bei der Abrechnung von Energie und Wasser berücksichtigt?

Wir liefern unseren Kunden rund um die Uhr, an 365 Tagen im Jahr, Elektrizität (Strom), Erdgas, Fernwärme und Trinkwasser. Der Verbrauch dieser Leistungen wird über geeichte Zähler in der Nähe der Verbrauchsstelle gemessen.

Erstellung der Jahresrechnung

Für diese Leistungen erhalten SWM Kunden einmal pro Jahr eine Jahresrechnung. Weil wir vom ersten Tag an die Leistung erbringen und damit die SWM Kunden über das Jahr besser kalkulieren können, erheben wir monatliche Abschläge (im Regelfall elf Abschläge). Die Summe der Abschlagszahlungen verrechnen wir mit der Jahresrechnung. Grundsätzlich rechnen wir das ganze Jahr über ab. Daher erhalten die SWM Kunden nicht alle gleichzeitig ihre Rechnung, sondern auf das ganze Jahr verteilt.

Zählerstand und Ermittlung des jährlichen Verbrauchs

Der genaue Verbrauch für die Jahresabrechnung wird über den Zählerstand ermittelt. Hierfür lesen entweder wir oder die Kunden selbst den Zähler ab. Ist beides nicht möglich, errechnen wir den Zählerstand maschinell und legen dabei den durchschnittlichen Verbrauchsverlauf im Jahr zugrunde. 

Umfasst der Abrechnungszeitraum bei der maschinellen Abrechnung kein volles Jahr (z. B. aufgrund eines Umzugs) oder ändern sich die Preise je verbrauchte Einheit (auch Arbeitspreise genannt) innerhalb eines Abrechnungszeitraumes, so wird der für die Rechnung maßgebliche Verbrauch zeitanteilig berechnet. Hierbei werden die jahreszeitlichen Verbrauchsschwankungen angemessen berücksichtigt.

Unterschiedliche Verbrauchsprofile 

Für Strom, Erdgas und Fernwärme gibt es unterschiedliche Verbrauchsprofile. Wir bilden sie aus Expertenwissen (z. B. Gewichtungstabellen des Verbandes Deutscher Ingenieure) und Erfahrungswerten und überprüfen sie einmal jährlich. 

Verbrauchsverlauf Strom

Im Januar benötigen solche Haushalte im Durchschnitt 9,3 Prozent ihres Jahresverbrauchs und damit 232,5 Kilowattstunden, im Februar benötigen sie durchschnittlich 8,5 Prozent des Jahresverbrauchs und somit 212,5 Kilowattstunden etc.

Monat Strom (kWh) in Prozent
Januar 232,5 9,3
Februar 212,5 8,5
März 220,0 8,8
April 197,5 7,9
Mai 192,5 7,7
Juni 185,0 7,4
Juli 195,0 7,8
August 185,0 7,4
September 197,5 7,9
Oktober 217,5 8,7
November 227,5 9,1
Dezember 237,5 9,5
Summe 2500,0 100
Verbrauchsverlauf Gas

Im Januar benötigen solche Haushalte im Durchschnitt 16,1 Prozent ihres Jahresverbrauchs und damit 3542 Kilowattstunden, im Juli dagegen benötigen sie durchschnittlich 1,7 Prozent des Jahresverbrauchs und somit 374 Kilowattstunden etc.

Monat Erdgas (kWh)  in Prozent
Januar 3542 16,1
Februar 2860 13
März 2750 12,5
April 1782 8,1
Mai 770 3,5
Juni 484 2,2
Juli 374 1,7
August 352 1,6
September 1144 5,2
Oktober 1848 8,4
November 2684 12,2
Dezember 3410 15,5
Summe 22.000,0 100

 

Verbrauchsverlauf Fernwärme
Verbrauchsverlauf Fernwärme

Im Februar benötigen solche Haushalte im Durchschnitt 13,6 Prozent ihres Jahresverbrauchs und damit 2.094,7 Kilowattstunden, im Juli benötigen sie durchschnittlich 2,4 Prozent des Jahresverbrauchs und somit 375,7 Kilowattstunden etc.

Monat Fernwärme (kWh) in Prozent
Januar 2476,0 16,0
Februar 2094,7 13,6
März 1864,5 12,1
April 1195,4 7,7
Mai 715,6 4,6
Juni 462,0 3,0
Juli 375,7 2,4
August 448,2 2,9
September 603,2 3,9
Oktober 1196,9 7,7
November 1736,3 11,2
Dezember 2278,4 14,8
Summe 15450,0 100

Gewichtung Wasser

Die Aufteilung des Verbrauchs beim Wasser erfolgt linear und tagesgenau. Jahreszeitliche Verbrauchsschwankungen sind nicht gegeben.

Rechtliche Grundlage für die Gewichtung des Verbrauchs

Die SWM erstellen die jährliche Abrechnung grundsätzlich nach den folgenden rechtlichen Vorgaben:

Stromgrundversorgungsverordnung (StromGVV) (PDF, 81 KB)

Verordnung über Allgemeine Bedingungen für die Versorgung mit Wasser (AVBWasserV) (PDF, 534 KB)

Gasgrundversorgungsverordnung (GasGVV) (PDF, 77 KB)

In diesen Verordnungen ist ebenfalls die Abrechnung bei Preisänderungen innerhalb eines Abrechnungszeitraumes geregelt. Eine Ausnahme lassen die SWM nur dann zu, wenn der Kunde zum Zeitpunkt der Preisänderung den Zählerstand selbst abliest und den abgelesenen Zählerwert unter Nutzung von Mein SWM den SWM mitteilt.

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