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200. Geburtstag von Max von Pettenkofer

Am 3. Dezember jährt sich der Geburtstag von Max von Pettenkofer zum 200. Mal. Zu diesem Anlass laden wir Sie zu einem Tag der offenen Tür in unserer Wassergewinnung ein.

Der bayerische Chemiker und erste Hygieniker Deutschlands Max von Pettenkofer hat eine herausragende Bedeutung für die Stadt München. Ihm verdankt die Landeshauptstadt seine Kanalisation und zentrale Trinkwasserversorgung. Bereits Ende des 19. Jahrhunderts galt München dank Pettenkofer als eine der saubersten Städte Europas. 

Mit einer Jubiläumsveranstaltung möchten die Stadtwerke München in der Wassergewinnung seine Leistungen und Errungenschaften würdigen.

Max von Pettenkofer (1872)
Max von Pettenkofer (1872)

Das erwartet Sie:

  • 3 Vorträge im Betriebshof Thalham über Max von Pettenkofer, einschließlich Film über die Wassergewinnung. Erfahren Sie mehr über den "Vater der Hygiene", der in München den Aufbau der zentralen Trinkwasserversorgung vorangetrieben hat. 
  • Anschließend Spaziergang durch die Winterlandschaft des Schutzgebietes Reisach – Gotzing – Thalham  zur Grundwasserfassung Reisach
  • Aufwärmen am kleinen Teestand vor der Grundwasserfassung in Reisach
  • Führung durch die Grundwasserfassung Reisach (kostenlos, nach vorheriger Anmeldung, s.u.)
  • Ausstellung über die Historie der Trinkwasserversorgung
  • Rückweg

Die Veranstaltung findet am 3. Dezember 2018 von 13 Uhr bis 16.30 Uhr statt.

Veranstaltungsort
Wassergewinnung Mangfalltal, Betriebshof Thalham
Reisachstraße 1
83629 Thalham

Anfahrt
Anfahrtsplan (PDF, 64 KB)
Der Betriebshof Thalham ist nicht an den ÖPNV angebunden. Die nächstgelegenen Bahnstationen auf der BOB-Linie sind „Darching“ und „Miesbach“.
Bitte klingeln Sie bei Ihrer Ankunft am Tor. Auf dem Gelände stehen Besucherparkplätze bereit.

Wichtige Hinweise
Wir empfehlen wind- und wetterfeste Kleidung, da die Strecke zwischen dem Betriebshof Thalham und dem Wasserschloss Reisach zu Fuß zurückgelegt werden muss. Der Zugang zum Wasserschloss ist nicht barrierefrei.

Anmeldung zu den Führungen
Es finden drei kostenlose Führungen statt, um 13, 14 und 15 Uhr. Eine Teilnahme ist nur mit vorheriger Anmeldung möglich. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Sie können sich telefonisch oder per E-Mail anmelden (unter Nennung Ihres Namens, Ihrer Telefonnummer und der Teilnehmeranzahl):

Telefon:
089 2361 789-15
089 2361 789-19

E-Mail:
wassergewinnung@swm.de

Mit Ihrer Anmeldung  willigen Sie ein, dass die von Ihnen übermittelten Daten durch die SWM Services GmbH - Wassergewinnung gespeichert werden dürfen. Diese Einwilligung kann jederzeit widerrufen werden.

Weit über die Grenzen der Stadt hinaus ist das Münchner Trinkwasser bekannt für seine hervorragende Qualität. Das war nicht immer so. Im 19. Jahrhundert galt München als eine der schmutzigsten Städte Europas. Die Stadt wurde immer wieder von Seuchen wie Cholera und Typhus heimgesucht. 

Deshalb musste 1854 und 1873 sogar das Oktoberfest ausfallen. Beamte verzichteten auf Beförderungen, um nur ja nicht nach München versetzt zu werden. Studenten mieden die hiesige Universität, und im Ausland erschienen abschreckende Berichte über die hygienischen Verhältnisse in der bayerischen Hauptstadt. Thomas Mann hat das sogar literarisch in seinem Buch „Die Buddenbrooks“ verewigt (wohlgemerkt vor der zentralen Münchner Wasserversorgung): „Ja, München gefällt mir ganz ausnehmend. Die Luft soll sehr nervenstärkend sein, und mit meinem Magen ist es im Augenblick ganz in Ordnung. Ich trinke mit großem Vergnügen sehr viel Bier, um so mehr, als das Wasser nicht ganz gesund ist…“ (Sechster Teil, erstes Kapitel, in einem Brief von Tony an ihre Mutter).

Diese Zustände änderten sich jedoch schon bald zum Besseren. Bereits im Jahr 1900 verfügte München über das modernste Wasserversorgungs- und Kanalisationssystem Deutschlands. Verantwortlich hierfür war in besonderem Maße Max von Pettenkofer (3.12.1818 – 10.2.1901). Er erkannte, dass die schlechten hygienischen Verhältnisse in München vor allem auf verunreinigtes Trinkwasser und eine fehlende Kanalisation zurückzuführen waren. Pettenkofer forderte daher, für das Trinkwasser neue Quellen außerhalb der Stadt zu erschließen, wo die Böden nicht verunreinigt waren, und eine Kanalisation zu bauen.

Unter seinem direkten Einfluss startete München die Sanierung der Trinkwasserversorgung. Herzstück hierbei war die Fassung der Quellen aus dem rund 40 Kilometer entfernten Mangfalltal. Noch heute gewinnen die SWM dort rund 80 Prozent des Trinkwassers für München. Aufgrund zahlreicher Schutz- und Vorsorgemaßnahmen (z.B. die Initiative Öko-Bauern) ist das Münchner Trinkwasser eines der besten Europas. Die Münchnerinnen und Münchner können es quellfrisch direkt aus dem Wasserhahn genießen.

Weitere Informationen:

Flyer: Vater der Hygiene - Zum 200. Geburtstag von Max Pettenkofer (PDF, 1441 KB)