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Photovoltaikanlage auf begrüntem Hausdach mit Blick über München

Tipps, wie Sie im Alltag zur Energiewende beitragen

23.06.2020
Am klimafreundlichsten ist die Energie, die gar nicht erst verbraucht wird. Wie Sie Ihren Energiebedarf im Alltag reduzieren und so aktiv zur Energiewende beitragen können, lesen Sie hier.
Ob Treibstoff, Strom oder Wärme – Je weniger wir benötigen, desto eher können Erneuerbare Energien den bestehenden Bedarf zu decken und die Energiewende voranzutreiben. Außerdem: Jede eingesparte Energieeinheit schont nicht nur Ihren Geldbeutel, sondern auch die Umwelt. Sieben Tipps zum Energiesparen, mit denen Sie aktiv zur Energiewende beitragen:

1. Wärmeverlust in Gebäuden reduzieren

Einer der wichtigsten Punkte bei der Energieeinsparung ist der richtige Umgang mit Wärme. Bisher geht sehr viel Wärmeenergie verloren, weil Gebäude schlecht oder gar nicht isoliert sind. Im Neubaubereich ist es deshalb sinnvoll, auf Passivhaus- oder sogar Plus-Energie-Standards zu setzen. Bestehende Gebäude – speziell Altbauten – sollten energieeinsparend saniert und umfassend gedämmt werden. Mit dieser Maßnahme reduzieren Sie den Wärmeverlust und reduzieren Ihren Heizenergieverbrauch deutlich. 


2. Heizkörper entlüften und richtig heizen 

Heizungen sind wahre Energiefresser – insbesondere, wenn Sie sie nicht regelmäßig entlüften. Kümmern Sie sich darum, bevor der Winter beginnt. Wichtig ist auch, dass Sie die Temperaturen individuell einstellen können. Nicht jedes Zimmer muss auf über 22 Grad aufgeheizt sein. Denken Sie daran: Jedes Grad weniger spart etwa sechs Prozent Heizenergie. Mit programmierbaren Thermostaten beispielsweise können Sie die Temperaturen der Heizkörper präzise einstellen und steuern.

Als Richtwert für die richtige Raumtemperatur gilt: im Schlafzimmer ca. 16 bis 18 Grad Celsius, in der Küche 18 bis 20 Grad Celsius, im Kinder- und Wohnzimmer 20 bis 22 Grad Celsius und im Bad rund 23 Grad Celsius. Und wenn Sie lüften, dann richtig: Kurzes Stoßlüften ist immer besser als die Fenster permanent gekippt zu lassen.


3. Stromfressende Haushaltsgeräte austauschen

Fast 50 Prozent aller Kühl- und Gefriergeräte in deutschen Haushalten sind älter als zehn Jahre – und damit wahre Stromfresser. Zwar fällt es schwer, ein noch funktionierendes Gerät auszutauschen, doch die Anschaffungskosten für ein neues Gerät gleichen sich im Handumdrehen durch den deutlich geringeren Stromverbrauch aus. Zum Vergleich: Ein A-Modell benötigt ungefähr 60 Prozent mehr Strom als ein vergleichbares Gerät mit der Energieeffizienzklasse A+++. 

Sie haben noch Fragen zum Thema Energiesparen im Haushalt? Weitere Informationen erhalten Sie über die SWM Energieberatung

4. Mobilität neu denken

Ein oder sogar zwei Autos pro Haushalt waren bis vor einigen Jahre noch normal. Mobilität wurde mit „motorisiertem Individualverkehr“ gleichgesetzt. Doch gerade in diesem Bereich steckt viel Potenzial zum Energiesparen: einerseits durch die Abkehr vom individuellen Pkw, andererseits durch den Wechsel zu Elektromobilität und vergleichbaren Technologien. Auch die verstärkte Nutzung des ÖPNV oder Mobilitätsmodelle wie Carsharing und Co. sind nachhaltiger und bringen einen genauso von A nach B. Wenn Sie dann auch noch die Möglichkeit haben, kürzere Strecken zu Fuß und per Fahrrad zu absolvieren, sparen Sie nicht nur Energie, sondern auch CO 2.
 

5. Regional und saisonal einkaufen

Im Verkehrs- bzw. Logistiksektor reist ein Großteil der Produkte zunächst rund um die Welt, bevor er beim Verbraucher ankommt. Sowohl der Transport als auch die Aufrechterhaltung von Kühlketten bei Lebensmitteln verbrauchen Unmengen an Energie. Anstatt Früchte aus Übersee und günstige Kleidung aus Asien zu beziehen, sollten Sie auf saisonale und regionale Produkte setzen. Das spart nicht nur Energie, sondern unterstützt auch den regionalen Einzelhandel, der fair und nachhaltig produziert.
 

6. Warmwasserverbrauch senken

Nach der Raumwärme ist Warmwasser der größte Energieverbrauchsposten in privaten Haushalten. Wer seinen Wasser-Fußabdruck verkleinern und seine monatlichen Energiekosten senken möchte, hat zahlreiche Möglichkeiten: Mit einen Sparduschkopf beispielsweise verbrauchen Sie etwa 50 Prozent weniger Wasser, ohne davon überhaupt etwas zu merken. Mit einem Sparspülkasten für das WC können Sie den Wasserverbrauch pro Spülgang von neun auf sechs Liter reduzieren. Gibt es eine Spartaste, sinkt er sogar auf drei Liter. Denken Sie auch an bereits bewährte Wasserspar-Klassiker wie den Hahn während des Zähneputzens zuzudrehen und die Hände mit kaltem statt warmem Wasser abzuwaschen. 
 

7. Auf regionalen Ökostrom umsteigen

Gar keine Energie mehr zu verbrauchen ist fast unmöglich. Allerdings können Sie den verbleibenden Energiebedarf soweit es geht aus regionalen und nachhaltig erzeugten Erneuerbaren Energien beziehen. Durch den Wechsel zu einem regionalen Ökostrom-Anbieter unterstützen Sie die Energiewende in Ihrer Region und verkleinern zudem Ihren CO2-Fußabdruck. Der Tarifwechsel ist in der Regel unkompliziert und kostenlos. Mittlerweile sind viele Ökostrom-Anbieter sogar günstiger als die Tarife konventioneller Anbieter.

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Weitere Tipps

Auch das können Sie selbst für ein nachhaltigeres München in Ihrem Alltag tun:
  • Haben Sie selbst eine Fläche für Photovoltaik, zum Beispiel auf Ihrem Hausdach? Dann nutzen Sie diese, um Ihren eigenen Ökostrom zu erzeugen.
  • Ändern Sie kleine Gewohnheiten, um Energie und Geld zu sparen: Wenn Sie Ihre nasse Wäsche beispielsweise an der Luft statt vom Wäschetrockner trocknen lassen, spart das gut Energie ein.
  • Schalten Sie das Licht aus, wenn Sie sich länger nicht in einem Raum aufhalten, oder bauen Sie LED-Energiesparlampen ein. Elektrogeräte wie den Fernseher sollten Sie ganz ausschalten, anstatt sie nur in den Stand-by-Modus zu versetzen. So lassen sich pro Jahr jede Menge Kilowattstunden einsparen.
  • Isolieren Sie die Wand hinter den Heizkörpern in Ihrer Wohnung, vermeiden Sie Zugluft und schließen Sie die Türen zwischen den Räumen, um die Heizungswärme so effektiv wie möglich zu nutzen.

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