Stadtwerke München Stadtwerke München
Suche
Benutzerdefinierte Suche
Menü
Header Fernwärme

Javascript ist aktuell deaktiviert. Diese Seite benötigt Javascript, um korrekt zu funktionieren.

Wie Sie JavaScript in Ihrem Browser aktivieren

Javascript is currently disabled. This site requires Javascript to function correctly.

How to enable JavaScript in your browser

Zukunftsprojekt Wärmewende

Umweltfreundliche Fernwärme für München

München hat eines der größten Fernwärmenetze in Europa. Derzeit erzeugen wir die Fernwärme zum größten Teil in sehr energieeffizienten Anlagen mit Kraft-Wärme-Kopplung (KWK), die Strom und Fernwärme gleichzeitig erzeugen. Diese fossil befeuerten Kraftwerke wollen wir jedoch langfristig durch Kraftwerke ersetzen, die erneuerbare Energie nutzen. Dazu haben wir unsere Fernwärme-Vision entwickelt: Bis 2040 wollen wir den Münchner Bedarf an Fernwärme CO2-neutral decken und dafür überwiegend Ökowärme aus Geothermie gewinnen.

Im Hinblick auf die Wärmewende modernisieren wir schrittweise das Fernwärmenetz in München. Ein wichtiger Schritt dabei ist, ab 2022 die Umstellung des Dampfnetzes fortzuführen. Denn momentan betreiben wir zwei unterschiedliche Systeme: ein seit 1908 gewachsenes Dampfnetz innerhalb des Mittleren Rings und die später entstandenen Heizwassernetze, unter anderem in Sendling, Perlach und Freimann. Geothermie liefert „nur“ ca. 120 Grad Celsius heißes Wasser, das nicht in das bestehende Dampfnetz eingebunden werden kann. Daher werden wir die noch vorhandenen Dampfnetzgebiete auf ein modernes Heizwassernetz umstellen. Eine wichtige Entscheidung für mehr Umwelt- und Klimaschutz.

Geothermie-Heizwerk Freiham
Geothermie-Heizwerk Freiham

Umstellung von Dampfnetz auf Heizwassernetz

Die Umstellung auf Heizwasser erfordert zwei aufeinander abgestimmte Maßnahmen. Für die Modernisierung der Fernwärmeleitungen in Straßen und Gehwegen bis zur Übergabestelle in den Heizungsräumen sind die SWM verantwortlich.

Zudem müssen in den Gebäuden die Kundenanlagen ausgetauscht werden, da sie nicht für Heizwasser geeignet sind. Dafür sind die Gebäudeeigentümer zuständig. Wir unterstützen sie dabei mit der Beratung durch unsere Expertinnen und Experten.

Flyer zur Umstellung der Heizwassernetze (PDF, 902 KB)

Umstellgebiete des Zukunftsprojekts Wärmewende
Umstellgebiete des Zukunftsprojekts Wärmewende

Ab 2022 stellen wir in jährlichen Schritten die verbliebenen Dampfnetz-Gebiete in Teilen von Berg am Laim und Ramersdorf, in Haidhausen, in der Au sowie in Schwabing und Teilen der Maxvorstadt auf Heizwasser um. 
Nach aktueller Zeitplanung werden die Gebiete in den folgenden Zeiträumen umgestellt:
 

Umstellgebiet
(siehe Detailplan Südost)
Stadtbezirk Umstelljahr

01

Berg am Laim/Ramersdorf 2022
02 Haidhausen 2023
03 Haidhausen 2024
04 Au 2025
05 Au 2026
06 Schwabing/Maxvorstadt 2027-2031

Vertrag und Versorgung

Da die Wärmelieferverträge bereits auf den Heizwasserbetrieb ausgerichtet sind, sind vertragliche Änderungen nicht nötig. Wir versorgen alle Kunden weiterhin zuverlässig mit Fernwärme. Bis zur Umstellung gelten die bisherigen technischen Bedingungen.
 

Technische Umbauten 

Der Wärmetauscher, der sich derzeit in den Übergabestationen der Gebäude im Dampfnetzgebiet befindet, eignet sich nicht für den Betrieb mit Heizwasser. Daher müssen die bestehenden Dampf-Übergabestation gegen moderne Heizwasser-Kompaktstationen ausgetauscht werden.

Weitere Veränderungen an der kundenseitigen Hausinstallation sind nur dann nötig, wenn das Heizungssystem noch nicht über eine geschlossene Ausdehnungsanlage verfügt.

Für den neuen Anschluss sind das für das Umstellgebiet gültige Datenblatt sowie die Technischen Anschlussbedingungen Heizwassernetz zu beachten.

Die eigentliche technische und bauliche Umstellung dauert für ein Gebäude etwa eine Woche. Ab dem Montag in dieser Woche stellen wir die Wärmeversorgung (Zentralheizung sowie zentrale Warmwasserversorgung) im gesamten Gebäude ab. Für Gewerbekunden, die auf Warmwasser angewiesen sind (Krankenhaus, Schule, Frisörsalon, Arztpraxis etc.), kann ggf. ein Heizprovisorium aufgestellt werden.

Die Bewohner des Gebäudes werden von den SWM mit einem Aushang vier Wochen vor der Umstellung über diese Einschränkungen informiert. Während der Umstellzeit dürfen sie kostenlos die M-Bäder nutzen. 

Wärmewende

Ihre Vorteile durch die Umstellung

  • Sie erhalten eine sehr effiziente und ökologische Wärmeversorgung, langfristig überwiegend aus Geothermie.
  • Sie sparen wertvollen Kellerraum, da moderne Kompaktstationen kleiner als herkömmliche Dampfübergabestationen sind.
  • Die Installation einer Heizwasser-Kompaktstation mit Plattenwärmetauscher ist wesentlich preiswerter als die Erneuerung einer Dampfübergabestation. 
  • Die moderne Rohrbau- und Hausanschlusstechnik sowie die Sicherheitsvorschriften führen zu erheblich niedrigeren Kosten bei Änderungen in den Anlagen. 
  • Die modernen Anlagen sind leiser, weil es keine Dampfschläge mehr geben kann.

Informationen für Installateure

Absenkung der Rücklauftemperatur

Die SWM wollen eine zukunftsweisende Fernwärmeversorgung erreichen, die auf innovativer Anlagentechnik in der Erzeugung, Verteilung und Nutzung in den Gebäuden aufbaut.

Hier sind wichtige Informationen für Ingenieurbüros, Fachfirmen und weitere Fernwärmeinteressierte zusammengefasst, damit die Vorteile der Fernwärme genutzt werden können.

Die Technischen Anschlussbedingungen (TAB) gliedern sich, je nach Wärmeträger, in die beiden Teile TAB Dampf und TAB Heizwasser.

TAB Dampfnetz

TAB Heizwassernetz

Allgemeine Informationen zur Fernwärme

Bei der Stromproduktion fällt auch Wärme an. In Heizkraftwerken (HKW) wird mit dieser Wärme dann
Wasser erhitzt. Das heiße Wasser wird über Rohre in die angeschlossenen Häuser transportiert, die so über eine Zentralheizung ihre Heizwärme und Warmwasser erhalten. Das abgekühlte Wasser fließt zu den HKW zurück, wo der Kreislauf von vorne beginnen kann.

Bis 2040 soll Fernwärme in München CO2-neutral erzeugt werden, vor allem durch Geothermie. Dabei wird heißes Tiefenwasser nach oben gepumpt und seine Wärme auf das Wasser im Fernwärmenetz übertragen. Das abgekühlte Wasser wird zurück in die Tiefe geführt – ohne Eingriff ins Ökosystem.