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32 Personalbericht 

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Ausblick

Ausblick

Rahmenbedingungen

Komplexer – schneller – flexibler: So knackig lässt sich die Zu-

kunft der Stadtwerke München auf den Punkt bringen. Energie-

wende, Digitalisierung, der ungebrochene Boom Münchens mit

seinen Herausforderungen an Infrastruktur und Mobilität wer-

den die Stadtwerke München und ihre Mitarbeiter in Zukunft

bewegen wie nie zuvor. Die Personalarbeit wird dabei eine

Schlüsselrolle einnehmen.

Für Personaler gibt es viel zu tun

Die Zukunft setzt bei Mitarbeitern eine permanente Veränderungs-

bereitschaft voraus, die integraler Bestandteil einer vollkommen

neuen Arbeitswelt wird. Hierin ist Arbeit zunehmend entkoppelt

von Zeit und Ort. Der Einzelne übernimmt immer mehr Verant-

wortung, handelt autonom, dezentral und dabei eng vernetzt

mit anderen. Dies setzt eine Kultur voraus, in der Fehler vor allem

als Lernchance gesehen werden. Unbekanntes ausprobieren, ein-

gespielte Abläufe neu denken, eingefahrene Wege verlassen:

Ohne die Bereitschaft dazu wird es in Zukunft schwierig, als

Unternehmen eine wettbewerbsfähige Leistung zu bieten. Dabei

bleiben Hierarchien zwar weiterhin ein Gerüst der Arbeitsorgani-

sation, treten im Arbeitsalltag aber zunehmend in den Hinter-

grund. Führungskräfte zeichnen sich weniger durch fachliche

Anweisungen aus – ihr Verantwortungsbereich ist hierfür schon

längst zu breit geworden. Vielmehr coachen und begleiten sie

ihre Mitarbeiter und schaffen so den Rahmen und die Bedingun-

gen, damit diese optimal wirken können. Die Herausforderungen

an Führung verändern sich also, gleichzeitig wird ihre Qualität

aber wichtiger denn je. Denn Führung muss zunehmend in einer

Zeit Orientierung bieten, in der Zusammenhänge komplexer und

oft nicht sichtbar sind. Das ist umso unverzichtbarer, da Menschen

schon heute deutlich erkennen wollen, dass ihre Arbeit sinnvoll

ist und zu einer wichtigen Gesamtleistung beiträgt.

Sinnstiftende Arbeit ist ein maßgeblicher Bestandteil des Lebens,

umso mehr, da die Grenzen zwischen Beruf und Privatleben immer

diffuser werden. Schon heute ist es wichtig, dass Arbeitnehmer

beides optimal miteinander vereinbaren können. Künftig liegt es

aber auch in der Verantwortung eines Arbeitgebers, die richtige

Balance zu finden: neue, flexible Arbeitsformen zu unterstützen,

gleichzeitig aber darauf zu achten, dass aus Work-Life-Balance

nicht vollständig Work-Life-Blending wird, d. h., Mitarbeiter stän-

dig „on“ sind und dadurch Gefahr laufen, auszubrennen.