Previous Page  8 / 24 Next Page
Information
Show Menu
Previous Page 8 / 24 Next Page
Page Background

VON DAMALS BIS HEUTE FÜRS

GEMEINWOHL

Das Dasein für den Bürgernutzen prägt die Geschichte der SWM – sie

ist deshalb auch ein Spiegel der gesellschaftlichen Entwicklung.

Im vierten und letzten Teil unserer Serie zur Historie zeigen wir dies.

K

aum etwas prägt das Bild

einer Stadt so sehr wie ihre

Dienstleistungen“, sagt der

Wirtschaftshistoriker Paul Erker.

Wieso? Weil die kommunalen Leis-

tungen die Menschen betreffen. Was-

ser, Elektrizität, Wärme, Busse, Tram

oder U-Bahn: Funktioniert davon

etwas nicht, spüren das die Bürger

sofort am eigenen Leib – und

beschweren sich bei der Stadt und

ihren Werken. Aber auch die Gestal-

tung der Zukunft wird aufmerksam

beobachtet. Schließlich dienen die

Leistungen von Stadtwerken dem

Gemeinwohl. „Kein anderes Unter-

nehmen steht so im Fokus der Öffent-

lichkeit wie kommunale Versorger“,

so Erker. Bürgerinteresse und die

Verpflichtung gegenüber dem Bür-

gernutzen

prägen

daher

die

Geschichte der Stadtwerke München.

Professor Erker und sein Histori-

ker-Kollege Johannes Bähr haben sie

seit den Anfängen erforscht – und

dabei technischen Fortschritt wie

gesellschaftliche Entwicklung nach-

gezeichnet.

Die Demokratie zieht ein

Der Anfang des 20. Jahrhunderts war

für die städtische Versorgung eine

wichtige Zeitenwende: Nach der

Revolution von 1918/19 und dem Ende

der Monarchie wuchs die kommunale

Handlungsfreiheit gegenüber dem

Was im Rathaus ent-

schieden wurde, wie

der öffentliche Nah-

verkehr funktionierte –

es betraf immer die

Menschen in München.

Man sieht es auf diesem

Bild von 1934.

S

E

R

I

E

H

I

S

T

O

R

I

E

8

Werke im Wandel

DIREKT