Previous Page  6 / 24 Next Page
Information
Show Menu
Previous Page 6 / 24 Next Page
Page Background

D

en eigenen Stromverbrauch

steuern und am Jahresende bei

der Abrechnung keine Überra-

schungen mehr erleben: Smart Meter

macht’s möglich. Mit entsprechender

Cloud-Technologie erkennt das „intel-

ligente Messsystem“ Ausreißer sofort

und auch, was die Ursache dafür ist.

In diesem Jahr begann der gesetz-

lich vorgeschriebene Einbau von

Smart Metern. Vorerst ist er nur für

Großverbraucher Pflicht, derenStrom-

verbrauch 10.000 Kilowattstunden

pro Jahr überschreitet. 2020 werden

dann auch Haushalte mit über

6.000 kWh eingebunden. Unabhängig

davon kann natürlich jeder auch frei-

willig „smart metern“. Und das lohnt

sich – es hilft dabei, Stromzu sparen!

Wie funktioniert ein Smart Meter?

In herkömmlichen Stromzählern dreht

sich je nach momentanem Verbrauch

ein Rädchen, mal schneller, mal lang-

samer. Alle zwölf Monate wird abgele-

sen, wie viel Strom geflossen ist. Ein

Smart Meter dagegen misst digital und

meldet den Verbrauch im 15-Minuten-

Takt andenStromversorger.

Das Forschungsprojekt „iE Services“

(siehe Info) geht noch weiter: Der

bestehende Smart Meter wird durch

eine intelligente Hardware-Software-

Kombination ergänzt. Hierdurch er-

hält der Nutzer eine Aufschlüsselung

des Gesamtverbrauchs, kann Rück-

schlüsse auf die einzelnen Geräte zie-

hen und damit die Stromfresser iden-

tifizieren. Darüber hinaus lassen sich

neue Energiedienstleistungen nut-

zen, wie z. B. detaillierte Energiever-

brauchsüberwachung sowie Ver-

brauchsanalysen der Geräte, um

Kosteneinsparungen zu identifizie-

ren. Auch über den Ausfall einer Kühl-

anlage kann der Besitzer informiert

werden. Die ersten innovativen Proto-

typen testet die Privatbäckerei Wim-

mer in ihren Filialen.Wir sprachenmit

dem Chef Martin Wimmer über seine

ersten Eindrücke und Erfahrungen.

Strom sparen mit dem digitalen Messgerät

SMARTMETER

Interviewmit MartinWimmer, Ge-

schäftsführer Privat Bäckerei Wimmer

Sie sind einer der Pilotpartner

der SWM in Sachen Smart Meter –

was reizte Sie, frühzeitig mit der

Technik zu starten?

Ich wollte einfach wissen, wie viel

Strom in die einzelnen Verbraucher

der Filialen fließen. Bislang konnte

ich nur den Gesamtverbrauch

vergleichen. Gab es große Unter-

schiede, wussten wir zudem nicht,

woran es lag.

Wie funktioniert es jetzt?

Wir können nun genau feststellen,

welches Gerät wann und in welcher

Filiale ungewöhnlich viel Strom

verbraucht. War es der Backofen,

die Kühlanlage oder die Kaffee-

maschine?

Welchen Vorteil hat das für Sie?

Ich kann sofort agieren. In den

Filialen stehen zum Teil unter-

schiedliche Gerätetypen. Benötigt

einer weit mehr Strom als die an-

deren, wird die Ursache analysiert

und das Gerät ggf. ausgetauscht.

Und wir können mit unseren Mit-

arbeitern gezielter überlegen, wo

und wie wir Strom sparen können.

www.baeckerei-wimmer.de

Die neuen intelligenten Stromzähler kommen – sie liefern

die Grundlage dafür, den Stromverbrauch zu analysieren

und zu reduzieren. Es gibt erste gute Erfahrungen.

WANNKOMMT DER SMART

METER ZU IHNEN?

Die

SWM

informieren Sie recht-

zeitig. Wer jetzt schon mehr

darüber wissen will:

www.swm.de/smart-meter

„iE Services” ist ein vom Bundes-

ministerium für Bildung und For-

schung gefördertes Projekt. Sein Ziel

ist es, intelligente Energiedienst-

leistungen speziell für Klein- und

Kleinstbetriebe zu erforschen. Die

SWM

sind Partner des Projekts.

www.ie-services.energy

6

Besser leben mit M.

DIREKT