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GESCHÄFTSBERICHT 2016  STADTWERKE MÜNCHEN

Konzernanhang

am Abschlussstichtag umgerechnet. Bei Restlaufzeiten von mehr als einem Jahr erfolgt die

Umrechnung zum Devisenkassamittelkurs unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips

(§ 252 Abs. 1 Nr. 4 HGB).

Bei der Umrechnung der in der Darstellung des Anteilsbesitzes enthaltenen Angaben „Eigen­

kapital“ und „Jahresergebnis“ wurde der Devisenbriefkurs zum Abschlussstichtag verwendet.

Latente Steuern

Latente Steuern werden grundsätzlich auf temporäre Unterschiede zwischen handels- und steuer-

bilanziellen Wertansätzen gebildet, soweit diese – nach Verrechnung mit aktiven latenten Steu-

ern – insgesamt zu passiven latenten Steuern führen. Für ihre Bewertung werden die Steuersätze

zugrunde gelegt, die im Zeitpunkt der Auflösung der zeitlichen Differenzen voraussichtlich gelten

werden. Keine latenten Steuern werden gebildet für temporäre Differenzen zwischen Handels- und

Steuerbilanz bei den Organgesellschaften in der Organschaft des Betriebs gewerblicher Art (BgA)

U-Bahn-Bau und -Verpachtung.

Bewertungseinheiten

Die Stadtwerke München GmbH sowie einzelne Tochterunternehmen setzen derivative Finanz­

instrumente ein, um Marktpreisrisiken aus dem Bezug und Absatz von Strom, Gas und Kohle sowie

Emissionsrechten, Öl- und Diesel-Produkten, Fernwärme und Wasser zu reduzieren. Des Weiteren

werden Sicherungszusammenhänge zur Zins- und Währungsabsicherung gebildet.

Die Derivate werden commodity- und jahresscheibenscharf soweit möglich als Bewertungseinhei-

ten mit dem jeweiligen Grundgeschäft bilanziell abgebildet. Des Weiteren werden zur Absicherung

gegen Währungsschwankungen in den Portfolios Kohle und Öl die entsprechenden Währungs­

absicherungsgeschäfte in USD einbezogen.

Die bilanzielle Abbildung der Bewertungseinheiten erfolgt anhand der Einfrierungsmethode.

Ist der Saldo aller beizulegenden Zeitwerte der Grund- und Sicherungsgeschäfte in der jeweili-

gen Bewertungseinheit negativ, so wird für den hieraus drohenden Verlust dem Vorsichtsprinzip

entsprechend Vorsorge durch eine entsprechende Rückstellung aus Bewertungseinheiten getroffen.

Ist der Saldo aller beizulegenden Zeitwerte der Grund- und Sicherungsgeschäfte in der jeweiligen

Bewertungseinheit positiv, so bleibt dieser unberücksichtigt.

Für derivative Finanzinstrumente entspricht der beizulegende Zeitwert dem Marktwert zum

Stichtag. Zur Ermittlung des Marktwertes wird soweit möglich auf den auf einem aktiven Markt

notierten Preis (z. B. Börsenpreis) zurückgegriffen. Soweit die Marktwerte nicht über einen aktiven

Markt verlässlich feststellbar sind, wird der Zeitwert anhand allgemein anerkannter Bewertungs-

modelle und -methoden (Discounted-Cashflow-Methode) ermittelt. Dabei stellen die verwendeten

marktgerechten Zinsstrukturkurven und Commodity-Terminpreise die wichtigsten Einflussgrößen

für die Modelle dar.

Erläuterungen zur Konzernbilanz

1. Anlagevermögen

Die Aufgliederung der in der Konzernbilanz zusammengefassten Posten des Anlagevermögens und

ihre Entwicklung im Geschäftsjahr 2016 sind im Anlagenspiegel innerhalb des Konzernanhangs

separat dargestellt.

Die Finanzanlagen beinhalten Einzelpositionen, die mit einem Buchwert von 51.672 Tsd. EUR ausge-

wiesen werden, deren zum Stichtag beizulegender Zeitwert aber 51.117 Tsd. EUR beträgt. Auf eine

Wertberichtigung wurde verzichtet, da es sich im Wesentlichen um Papiere handelt, die in üblichen