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in einem schwierigen Marktumfeld konnten die SWM ihr EBIT in 2016 um knapp 10 Prozent auf 518 Millionen

Euro steigern. Damit setzen die SWM die positive Entwicklung aus dem letzten Jahr fort, und es zeigt sich, dass

unser Stammgeschäft weiterhin auf einem grundsoliden Fundament steht. Ebenso haben unsere Kostensenkungs­

maßnahmen im Rahmen unseres Programms „Nachhaltig fit“ und steigende Erträge aus der regenerativen

Energieerzeugung dazu beigetragen. Wir sehen uns deshalb darin bestätigt, dass der frühe und entschlossene

Einstieg in die erneuerbaren Energien nicht nur ökologisch, sondern auch ökonomisch richtig war und die SWM

damit bessere Perspektiven haben als andere Energieversorger in Deutschland.

Dennoch schließen die SWM das Geschäftsjahr 2016 negativ ab, das Konzernergebnis nach Steuern beträgt

minus 164 Millionen Euro. Verantwortlich hierfür sind außergewöhnliche Sonderbelastungen aus dem Kern­

energieausstieg. Weiterhin waren bilanzielle Wertberichtigungen auf Anlagen zur Gasgewinnung notwendig,

da wir unsere Erwartungen hinsichtlich künftiger Gaspreise nochmals konservativer angesetzt haben.

Und auch in Zukunft bleibt das Marktumfeld in unseren Geschäftsfeldern schwierig. Die Energieversorgung ist

nach wie vor von gravierenden strukturellen Veränderungen geprägt, im Verkehr stehen hohe Investitionen in

den Ausbau und die Modernisierung der Infrastruktur und der Fahrzeuge an. Die Bädersanierungen setzen wir

fort. Für die SWM bedeutet dies, dass sie sich auch künftig in einem Spannungsfeld von rückläufigen Margen im

klassischen Kerngeschäft und einem enormen Kapitalbedarf für die Zukunftsaufgaben bewegen werden.

Diesen Herausforderungen begegnen wir mit Zuversicht. So haben wir im Herbst 2016 mit SWM22 ein weit­

reichendes Strategie- und Effizienzverbesserungsprojekt gestartet, das uns dabei helfen wird, das Ergebnis posi-

tiv zu gestalten, unsere Wettbewerbsfähigkeit weiter zu verbessern und Antworten für innovative und wichtige

urbane Themen unserer Zeit zu entwickeln. Wie wird München zukünftig aussehen? Welche wirtschaftlichen,

gesellschaftlichen und technologischen Trends werden unser Geschäft prägen? Welche neuen Ertrags- und

Effizienzpotenziale eröffnen sich uns daraus?

Mit diesen und vielen anderen Fragen haben wir uns in interdisziplinären Arbeitsgruppen intensiv auseinander­

gesetzt. Interdisziplinär deshalb, weil wir der festen Überzeugung sind, dass ein wesentlicher Schlüssel zu

unserem künftigen wirtschaftlichen Erfolg darin liegt, durch eine verbesserte Vernetzung über alle Konzern­

bereiche hinweg neue Leistungen anzubieten und damit neue Geschäftsfelder zu erschließen.

Das Projekt läuft über das gesamte Jahr 2017, aber wichtige Eckpunkte unserer Strategie wurden bereits

bestätigt bzw. weiterentwickelt:

}}

Wir bleiben Vorreiter beim Ausbau der erneuerbaren Energien und halten an unseren ambitionierten Zielen im

Strom- und Wärmebereich fest: Bis 2025 wollen wir so viel Ökostrom in eigenen Anlagen produzieren, wie

ganz München verbraucht. Mit unserer deutschlandweit einmaligen Fernwärme-Vision wollen wir München

bis 2040 zur ersten Großstadt der Bundesrepublik machen, in der Fernwärme vollständig aus erneuerbaren

Energien – insbesondere unter Nutzung der Geothermie – gewonnen wird.

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Zusammen mit unserer Tochter MVG werden wir unsere Mobilitätsdienstleistungen deutlich erweitern. Wir

wollen ermöglichen, dass man in München schnell, umweltschonend und stadtverträglich ans Ziel kommt.

}}

Das Glasfaser-Hochgeschwindigkeitsnetz, das wir mit unserer Telekommunikationstochter M-net verlegen,

werden wir weiter ausbauen.

SEHR GEEHRTE KUNDEN UND

GESCHÄFTSPARTNER DER SWM,

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GESCHÄFTSBERICHT 2016

STADTWERKE MÜNCHEN

Brief der Geschäftsführung