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GESCHÄFTSBERICHT 2016  STADTWERKE MÜNCHEN

Konzernanhang

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Anlagevermögen

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände sind mit den Anschaffungs-

kosten angesetzt und werden entsprechend dem Nutzungsverlauf planmäßig linear abgeschrie-

ben. Soweit dauernde Wertminderungen vorliegen, werden außerplanmäßige Abschreibungen

vorgenommen.

In Vorjahren entstandene Geschäfts- oder Firmenwerte aus der Kapitalkonsolidierung werden

grundsätzlich planmäßig linear über fünf Jahre abgeschrieben. Soweit dauernde Wertminderungen

vorliegen, werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten ohne Einbeziehung von

Fremdkapitalzinsen abzüglich planmäßiger und außerplanmäßiger Abschreibungen bewertet. Bei

Eigenleistungen umfassen die Herstellungskosten Fertigungslöhne, Fertigungsmaterial, Maschinen-

und Fuhrleistungen sowie angemessene Teile der Gemeinkosten.

Planmäßige Abschreibungen erfolgen überwiegend linear unter Zugrundelegung der betriebs­

gewöhnlichen Nutzungsdauer. Unterjährig erworbene Anlagegegenstände werden zeitanteilig (pro

rata temporis) abgeschrieben. Bei bestehenden degressiven Abschreibungen wird weiterhin auf die

lineare Methode übergegangen, sobald dies zu höheren Abschreibungen führt.

Bei Vermögensgegenständen des Anlagevermögens im Bereich der Gas- und Ölgewinnung wird

abweichend von den o. g. Grundsätzen der Werteverzehr planmäßig durch Leistungsabschreibun-

gen berücksichtigt.

Investitionszuschüsse werden aktivisch vom Anlagevermögen abgesetzt, wenn das jeweilige Unter-

nehmen sowohl Zuschussempfänger als auch Eigentümer des Vermögensgegenstands ist. Ansons-

ten werden die Investitionszuschüsse als passiver Rechnungsabgrenzungsposten ausgewiesen und

über 20 Jahre linear aufgelöst.

Seit 2008 werden Anschaffungs- oder Herstellungskosten von abnutzbaren beweglichen Wirt-

schaftsgütern des Anlagevermögens, die einer selbständigen Nutzung fähig sind, im Jahr der

Anschaffung sofort als Betriebsausgabe abgezogen, wenn die Anschaffungs- oder Herstellungs­

kosten, vermindert um einen darin enthaltenen Vorsteuerbetrag, 150,00 EUR nicht übersteigen.

Abnutzbare bewegliche Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens, die selbständig nutzbar sind und

deren Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um einen darin enthaltenen Vorsteuer-

betrag, 150,00 EUR, aber nicht 410,00 EUR übersteigen, werden seit 2010 in einen Sammelposten

mit sofortiger Abschreibung eingestellt.

Die Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten angesetzt. Bei dauerhafter Wertminderung werden

Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert am Bilanzstichtag vorgenommen. Sofern

die Gründe, die zu einem niedrigeren Wertansatz geführt haben, am Bilanzstichtag nicht mehr

bestanden, wurde eine Zuschreibung maximal bis zur Höhe der fortgeführten Anschaffungskosten

vorgenommen.

Umlaufvermögen

Die Bewertung der Vorräte (einschließlich der Kernbrennelemente) erfolgt zu Anschaffungs- oder

Herstellungskosten unter Berücksichtigung des strengen Niederstwertprinzips. Abwertungen für

Bestandsrisiken, die sich aus Lagerdauer und geminderter Verwertbarkeit ergeben, werden ange-

messen vorgenommen. Die Abschreibungen der Kernbrennelemente werden arbeitsabhängig nach

Maßgabe des Verbrauchs und leistungsabhängig nach Maßgabe der Nutzungsdauer des Reaktors

vorgenommen.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden zum Nennwert unter Berück-

sichtigung erforderlicher Wertberichtigungen, die sich am tatsächlichen Ausfallrisiko orientieren,

bilanziert.