Wenn Blitze zucken, der Sturm tobt, ein Fluss rauscht oder die Sonne scheint, wenn wir kochen, heizen, Licht anschalten oder Auto fahren, steckt hinter allen Vorgängen die universelle Kraft der Energie.
Im Grunde stammt fast jede Energiequelle der Erde von der Sonne ab: die fossilen Brennstoffe, die vor Millionen von Jahren durch Umwandlung der in Pflanzen und Tiere gespeicherten Sonnenenergie entstanden, wie auch die regenerativen Energiequellen, die sich tagtäglich durch die Sonnenkraft erneuern:
Fossile Brennstoffe wie Braun- und Steinkohle, Erdöl und Erdgas können nicht nachwachsen und stehen uns als Vorräte nur für einen begrenzten Zeitraum zur Verfügung. Sie sind weltweit die am meisten genutzte Energiequelle. Durch die massiven Eingriffe beim Abbau der Rohstoffe und wegen der Rückstände aus der Verbrennung stellen sie aber auch eines der größten globalen Umweltprobleme dar.
Den erschöpfbaren, fossilen Brennstoffen stehen die regenerativen Energiequellen gegenüber. Dazu zählen wir all jene Elemente oder Kräfte unseres Planeten, die sich ständig erneuern bzw. nachwachsen und so nahezu unerschöpflich sind. Strom wird in Deutschland heute zu rund drei Prozent mittels Einsatz aus regenerativen Energieträgern wie Wasser, Wind, Sonne, Erdwärme und Biomasse gewonnen. Der Anteil der noch kostenintensiven, umweltfreundlichen regenerativen Energie wird in nächster Zeit immer mehr ansteigen.
Primärenergie Naturvorkommen wie Stein- und Braunkohle, Erdöl oder Erdgas und erneuerbare Energiequellen werden als Primärenergie bezeichnet. Sie werden in Kraftwerken zu Nutzenergie umgewandelt.
Nutzenergie Die Nutzenergie entsteht aus der Umwandlung der Primärenergie. Wir nutzen sie als Heiz- und Prozesswärme sowie als elektrischen Strom.
Damit Strom und Wärme bedarfsgerecht zum Kunden fließen können, stehen den Stadtwerken München ein weitläufiges Stromnetz und das drittgrößte Fernwärmenetz Deutschlands zur Verfügung.
Stromnetz Als Stromverteiler fungiert unsere zentrale Netzleitstelle. Einem Verkehrsknoten gleich, verteilt sie den Strom im Münchner Netz und fordert bei Bedarf zusätzliche Kapazitäten an. Sollte z. B. durch Störungen unsere Eigenerzeugung beeinträchtigt sein, wird über die Hauptumspannwerke Föhring und Menzing aus dem europäischen Verbundnetz Strom zur Verfügung gestellt. Die Versorgung ist gesichert und so bekommt jeder den Strom, den er gerade braucht.
Fernwärmenetz München steht drauf! - Es ist unter dem Münchner Rathaus, unter dem Viktualienmarkt, selbst unter dem japanischen Teehaus im Englischen Garten. Das große „Spinnennetz“ besteht aus einem Dampfnetz und vier Heizwassernetzen. Die Rohre ergeben zusammen eine Leitungslänge von rund 555 Kilometern. Drei Heizkraftwerke, ein Blockheizkraftwerk und acht Heizwerke sorgen dafür, dass immer genug Heizwasser beziehungsweise Dampf zur Verfügung steht.