Häufig gestellte Fragen
Was wird vom Netzbetreiber in Rahmen der Inbetriebsetzung der ungezählten Kundenanlage geprüft?
Die Prüfung erfolgt nach der „VBEW-Checkliste – Mindestanforderungen für die Prüfung bei der Inbetriebsetzung“.
Wie sind Wärmepumpen und Speicherheizungen anzuschließen?
Die SWM bieten die Möglichkeit Verbrauchseinrichtungen, wie Wärmepumpen, Speicherheizungen und Warmwasserbereiter, zu steuern. Die Ausführung ist den Schaltbildern für gesteuerte Verbrauchseinrichtungen zu entnehmen.
Welche Funktion haben die Steuerleitungsadern und wie sind sie zu nummerieren?
Die Funktion und die Nummerierung der Steuerleitungsadern sind in der Anlage 7 zur TAB 2007 definiert.
Wie ist der Schutzpotentialausgleich auszuführen?
Das Niederspannungsnetz der SWM wird in der Netzform TN-C-System betrieben. Der Schutzpotentialausgleich ist nach Anlage 3 zur TAB 2007 auszuführen.
Wie sind Zählerplätze zu kennzeichnen und eindeutig zuzuordnen?
Für die korrekte Zuordnung des Zählerplatzes zum Letztverbraucher/Kunde ist das ausführende Installationsunternehmen verantwortlich. Die eindeutige Kennzeichnung der Zählerplätze ist in der Anlage 4 zur TAB 2007 beschrieben.
Dürfen Überspannungs-Schutzeinrichtungen im ungezählten Bereich des Hauptstromversorgungssystems eingebaut werden?
Im ungezählten Bereich des Hauptstromversorgungssystems können Überspannungs-Schutzeinrichtungen von Typ 1 eingebaut werden. Die Ausführung hat der Richtlinie für den Einsatz von Überspannungs-Schutzeinrichtungen Typ 1 in Hauptstromversorgungssystemen zu entsprechen.
Wie sind Netzanschlüsse über 250 A für einen oder mehrere Anschlussnutzer auszuführen?
Die Ausführung ist den Technischen Mindestanforderungen für den Bau und Montage von Niederspannungshauptverteilungen (NSHV) zu entnehmen.
Welche NH-Sicherungsleisten dürfen im Netzanschlussfeld der NSHV und im Mehrfach-Netzanschluss eingebaut werden?
Die bei den SWM einsetzbaren Fabrikate von NH-Sicherungsleisten können der Anlage 2 zur TAB 2007 entnommen werden.
Wie ist die Messeinrichtung von Wechsel- auf Drehstrom umzurüsten?
Die Zählerplatzverdrahtung und die erforderlichen SH-Schalter sind nachzurüsten. Die vom Zählerfeld zum oberen Anschlussraum abgehenden drei braunen Adern (L1 / L2 / L3) sind mit einer Klemme zusammenzufassen und wechselstromseitig an die Messeinrichtung anzuschließen. Eine Überbrückung von L1 / L2 / L3 an der Hauptleitungsabzweigklemme im oberen Anschlussraum ist nicht zulässig. Ein vollständiger Berührungsschutz ist zu gewährleisten!
Ist die Verwendung von NZ-Tafeln noch zulässig?
Die TAB 2007 gilt für Anlagen, die neu an das Verteilungsnetz angeschlossen werden bzw. bei einer Erweiterung oder Veränderung der elektrischen Anlage. Die Verwendung von NZ-Tafeln ist nur noch unter gewissen Voraussetzungen zulässig. Um eine sichere und störungsfreie Stromversorgung zu gewährleisten, sind entsprechend der VDE-AR-N 4101 Zählerschränke mit Türen zu verwenden.
Beispiele für Änderungen bzw. Erweiterung von bestehenden Zähleranlagen werden in der „VBEW-Ausarbeitung zur Änderung und Erweiterung von bestehenden Zähleranlagen“ beschrieben.
Was ist beim Einbau einer Blindstromkompensation zu beachten?
Im Merkblatt Blindstromkompensation wird auf die technischen Grundlagen der Blindstromkompensation, die Kompensationsarten und die Bemessung einer Kompensationsanlage (Beispiel) sowie auf die mit der Kompensation verbundenen Probleme (Stichwort: Netzrückwirkungen) eingegangen.
Wo sind SWM Schließzylinder für die Zugänglichkeit zum Hausanschlussraum erhältlich?
Der Anschlussnehmer hat die freie Zugänglichkeit (insbesondere im Gefahrenfall) zum Hausanschluss- bzw. Zählerräume zu gewährleisten. Dies kann durch eine der folgend aufgeführten Maßnahmen realisiert werden.
- Einbau eines Einsteckschlosses für die Aufnahme von zwei Schließzylindern. Es sind bauseits ein SWM Schließzylinder und ein Schließzylinder der Hausschließanlage einzubauen.
- Anbringung eines Schlüsselkästchens mit SWM Schließzylinder, in dem der Schlüssel für den Zugang zum Hausanschluss- und Zählerraum eingelegt ist.
Die SWM Schließzylinder sind beim Installateur-Service gegen Entgelt erhältlich.
Kann ich eine technische Beratung vor Ort haben?
Ja, dies ist möglich. Die Beratung ist kostenpflichtig und ein Termin ist über die Installateur-Beratung zu vereinbaren.
Wie sind die Vordrucke „Fertigstellungsanzeigen und Antrag zur Inbetriebsetzung“ auszufüllen?
Der nachfolgende Mustervordruck der „Fertigstellungsanzeigen und Antrag zur Inbetriebsetzung“ dient zur Unterstützung beim Ausfüllen des Vordrucks. Vollständig und richtig ausgefüllte Vordrucke, auch mit den erforderlichen Unterschriften versehen, führen zu keiner zeitlichen Verzögerung des Inbetriebsetzungsprozesses.
Hier finden Sie einen beispielhaft ausgefüllten Mustervordruck:
