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Stromtipps

  
Keine Frage, wir brauchen Strom. Doch nicht immer müssten wir so viel verbrauchen. Licht bleibt brennen, obwohl niemand im Raum ist. Wir fahren über das Wochenende weg und der Fernseher bleibt im Stand-by-Betrieb an. Es sind oft nur kleine Dinge, in denen man nachlässig ist, und die doch ins Gewicht fallen. Versuchen Sie es mit folgenden Tipps.

  Netzteile in Steckdose

  7 Regeln für die Umwelt

  1. Löschen Sie das Licht, wenn Sie einen Raum verlassen und lassen Sie Radio, Fernseher, Computer oder Drucker nicht nebenbei laufen. Wenn Handy, elektrische Zahnbürste oder Rasierapparat gerade nicht geladen werden, sollten die Ladestationen vom Netz genommen werden. Sonst ziehen sie unnötig Strom.

  2. Meiden Sie den Stand-by-Betrieb – häufig zu finden bei Fernsehern, Stereoanlagen, Computermonitoren, Druckern etc. Auch als energieeffizient ausgewiesene Geräte verbrauchen im Stand-by-Betrieb unnötig Strom.

  3. Steckernetzteile sind "heimliche Stromverbraucher". Entfernen Sie sie aus der Steckdose, wenn das daran angeschlossene Gerät nicht benutzt wird.

  4. Lesen Sie die Gebrauchsanweisung Ihrer Wasch- bzw. Spülmaschine und halten Sie sich an Dosierungs- und Füllmengenvorschriften sowie Pflegehinweise.

  5. Halten Sie Ihre Geräte sauber! – Verkalkte Waschmaschinen und Kaffeemaschinen oder vereiste Kühlschränke verbrauchen mehr Strom als einwandfrei gewartete, saubere Geräte.

  6. Tauschen Sie überalterte Geräte bei Gelegenheit aus. Moderne Farbfernseher z. B. haben gegenüber alten Modellen bis zu 80 Prozent weniger Energieverbrauch.

  7. Beachten Sie bei Neuanschaffungen das Energielabel, den Stand-by-Verbrauch und ob es beim Ausschalten auch vollständig vom Netz getrennt werden kann. Entscheidungshilfen bieten Label wie der Blaue Engel, das Energiesparzeichen der GED (Gemeinschaft Energielabel Deutschland) oder das europäische GEEA Energielabel. Bedenken Sie immer: Je niedriger die Anschlussleistung, desto geringer der Stromverbrauch.
 Sparschwein

  Technik hilft sparen

  • Achten Sie bei Ihrer nächsten Neuanschaffung auf das Energielabel. Es gibt Auskunft über alle wichtigen verbrauchstechnischen Daten. Ihr auserwählter Wunschkandidat sollte in jedem Fall die Energieeffizienzklasse »A« haben.

  • Vergleichen Sie zwischen unterschiedlichen Geräten und Herstellern. Es lohnt sich.

  • Auch wenn das bestzertifizierte Gerät im Vergleich zu anderen Geräten teurer sein sollte – das Einsparpotenzial durch niedrigeren Verbrauch im Vergleich zur Konkurrenz ist oftmals so groß, dass sich der Mehraufwand bei der Anschaffung durch deutlich niedrigere Kosten im Verbrauch schnell rentiert.

  • Mit einer ausschaltbaren Steckerleiste können Sie gleich mehrere Geräte auf einmal vom Netz nehmen – ideal für PC oder Hi-Fi- Anlagen. Fragen Sie beim Kauf, ob das Gerät problemlos an eine solche Steckerleiste angeschlossen werden kann. Denn Video- und DVD-Rekorder könnten gespeicherte Daten wie Uhrzeit oder Programmierungen verlieren. Zusätzlicher Vorteil: Gute Steckerleisten haben einen Überspannungsschutz, manchmal sogar einen Blitzschutz. Achten Sie auf die VDE- und TÜV-Zeichen.

  • Verwenden Sie Akkus statt Batterien. Nicht nur die Umweltbilanz spricht für wiederaufladbare Zellen. Wer Batterien durch Akkus ersetzt, schont auch noch seinen Geldbeutel. Mit zwei herkömmlichen Mignon-Batterien können Sie rund fünf Stunden Musik mit Ihrem MP3-Player hören. Bereits mit zwei Ni-Cd-Akkus erhöht sich die Dauer auf 1.250 Stunden (das entspricht 250 Batterien).

  • Viele Computer verfügen über eine Energiesparfunktion. Sie sorgt dafür, dass nur Hardware-Komponenten Strom verbrauchen, die gerade in Gebrauch sind. Alle anderen schaltet der Rechner ab. Oft muss die Sparfunktion nach dem Kauf noch aktiviert werden. Bildschirmschoner senken den Verbrauch nicht. Besser Sie deaktivieren den Monitor bei längeren Pausen oder schalten ihn ganz aus.

 Elektroherd 

  Tipps für Ihren Backofen

  • Heizen Sie nicht unnötig vor. Sie sparen etwa 17 Prozent Strom! Ausnahmen: z. B. Biskuit- und Blätterteig oder Filet.

  • Öffnen Sie die Backofentür nicht öfter als nötig.

  • Braten Sie nur Fleischstücke über 1 Kilogramm. Für kleinere Mengen ist die Kochstelle sparsamer.

  • Bereiten Sie komplette Menüs im Backofen zu. Durch das gleichzeitige Garen von Gemüse, Beilagen und Fleisch wird die eingesetzte Energie optimal genutzt.

  • Braten und backen Sie im Umluftherd auf verschiedenen Ebenen. Eine Geschmacksübertragung ist nicht zu befürchten.

  • Nutzen Sie die Nachwärme durch frühzeitiges Abschalten ca. 5 bis 10 Minuten vor Ende der Back- bzw. Garzeit.

  Energiesparlampe

  Tipps in Sachen Energiesparlampen und Licht

  • Wählen Sie die passende Beleuchtungsart: geringe Umgebungs- und gute, direkte Arbeitsplatzbeleuchtung!

  • Wände, Decken und Fußböden sollten möglichst hell sein.

  • Um die Lichtausbeute der Lampen und Leuchten zu erhalten, sollten Sie diese regelmäßig reinigen. Allerdings müssen die Leuchten vor der Reinigung spannungsfrei und erkaltet sein.

  • Prüfen Sie, wo Sie herkömmliche Lampen durch Leuchtstofflampen oder Kompakt-Leuchtstofflampen ersetzen können. Eine Energiesparlampe mit 20 Watt Leistung bietet die gleiche Helligkeit wie eine herkömmliche Glühlampe mit 100 Watt. Mit Energiesparlampen sparen Sie bis zu 80 Prozent Strom. Sie haben außerdem eine 8 bis 10fach längere Lebensdauer als Glühlampen!

 Spühlmaschine

  Tipps für Ihre Geschirrspülmaschine

  • Stellen Sie die Salz- und Klarspülerdosierung Ihrer Geschirrspülmaschine gemäß Wasserhärtebereich ein.

  • Sammeln Sie gebrauchtes Geschirr in der Maschine. Halten Sie die Tür geschlossen, damit Speisereste nicht antrocknen.

  • Spülen Sie nur bei voller Beladung und wählen Sie das passende Spülprogramm nach Geschirrart und Verschmutzung.

  • Wählen Sie Sparprogramme bei leichter Verschmutzung.

  • Ein Vorspülen des Geschirrs in der Maschine ist nur bei starken Verschmutzungen nötig.

  Kühlschrank

  Tipps für Ihre Kühl- und Gefriergeräte

  • Das Fassungsvermögen des Kühlschranks sollte in etwa dem Bedarf Ihres Haushalts entsprechen. Folgende Faustregel hilft: Ein Single-Haushalt benötigt etwa 100 bis 140 Liter Inhalt, bei einer vierköpfigen Familie sollte man dagegen mit 50 Litern pro Person rechnen.

  • Stellen Sie das Gerät in kühler, trockener, gut belüfteter Umgebung auf. Sorgen Sie hinter dem Gerät für ausreichende Luftzufuhr, halten Sie vorhandene Lüftungsgitter frei und reinigen Sie diese regelmäßig.

  • Wählen Sie beim Kühlschrank + 5 bis + 7 °C als Lagertemperatur, beim Gefrierschrank - 18 °C.

  • Öffnen Sie die Tür stets nur für kurze Zeit. Übersichtlich sortierte Lebensmittel erleichtern den schnellen Zugriff.

  • Stellen Sie Lebensmittel nur abgekühlt und abgedeckt in Ihren Kühl- oder Gefrierschrank.

  • Prüfen Sie regelmäßig die Gummidichtungen auf Undichtigkeiten und Verschmutzungen.

  • Tauen Sie Ihre Geräte regelmäßig ab, damit dicke Eisschichten nicht unnötig den Stromverbrauch erhöhen.

  

  Tipps zum Thema Kochen auf dem Herd

  • Achten Sie darauf, dass Kochzonen- und Topfbodendurchmesser übereinstimmen.

  • Verwenden Sie nur Töpfe mit gut wärmeleitenden und ebenen Böden, damit die Hitze optimal übertragen wird.

  • Garen Sie Ihre Speisen mit wenig Flüssigkeit im geschlossenen Topf. Achten Sie dabei darauf, dass der Topfdeckel exakt schließt. Ein Schräglegen des Deckels kostet Sie die 2 bis 3fache Menge an Strom! – Verkneifen Sie sich deshalb auch neugieriges »Topfgucken«.

  • Garen im Schnellkochtopf spart bis zu 30 Prozent Strom und die Hälfte der Zubereitungszeit.

  • Schalten Sie die Kochstelle frühzeitig ab. Nutzen Sie die Restwärme 5 Minuten vor Ende der Garzeit.

  • Bereiten Sie Kaffee oder Tee mit einer Kaffee- bzw. einer Teemaschine zu. Wasser kochen Sie am stromsparendsten in einem elektrischen Wasserkocher.

 Mikrowelle 

  Tipps zu Ihrem Mikrowellengerät

  • Sie sparen viel Zeit und Energie gegenüber einem Herd, wenn Sie Ihr Mikrowellengerät zur Zubereitung kleiner bis mittlerer Mengen benutzen. Bei mehr als 2 Portionen sollten Sie den Backofen bevorzugen.

  • Geben Sie nur wenig Wasser hinzu, Fett ist nicht nötig.

  • Nutzen Sie immer geeignetes Mikrowellenkochgeschirr und decken Sie die Lebensmittel ab, damit sie nicht austrocknen.

  Wäschetrockner

  Tipps zu Waschmaschine und Wäschetrockner

  • Verzichten Sie auf das Vorwaschprogramm, außer die Wäsche ist stark verschmutzt. Hartnäckige Flecken vor dem Waschen mit ökologisch verträglichen Mitteln vorbehandeln, zum Beispiel mit Gallseife.

  • Dosieren Sie Ihr Waschmittel gemäß Wasserhärtebereich.

  • Nutzen Sie das gesamte Fassungsvermögen der Waschtrommel. Damit sparen Sie 15 bis 20 Prozent Strom.

  • Nutzen Sie für Kochwäsche das 60 Grad-Waschprogramm. Es spart gegenüber 95 Grad bis zu 40 Prozent Strom.

  • Vermeiden Sie Knitter durch zu langes Liegenlassen der gewaschenen, feuchten Wäsche in der Waschmaschine.

  • Lassen Sie Ihre Wäsche an der Luft trocknen! Machen Sie sich die Mühe, die Wäsche vor dem Aufhängen in Form zu ziehen und zu glätten. So sparen Sie Zeit und Strom beim Bügeln.
     
Wäschetrockner:
  • Hohe Schleudertouren (> 1.000 U/ min) verringern die Restfeuchte in der Wäsche und verkürzen den Programmablauf. Sie sparen Zeit und Energie.

  • Nutzen Sie die Füllmenge aus, vermeiden Sie aber auch eine Überbeladung, damit keine Knitter entstehen.

  • Reinigen Sie nach jedem Trockenvorgang das Flusensieb und – bei Kondensationsgeräten – den Kondensationsbehälter.

  • Wenn möglich, bevorzugen Sie ein Abluftgerät.

  

  Weitere Energie-Spartipps

Hier können Sie sich unsere Broschüre mit wertvollen Energie-Spartipps downloaden. Sie enthält weitere Anregungen, wie Sie Energie effizient einsetzen und so gleichzeitig Geld sparen und die Umwelt entlasten.

 » PDF-Download (ca. 1,8 MB)

Werfen Sie auch einen Blick auf unsere Energiesparfilme und informieren Sie sich in unseren Online-Energieberatungscenter.

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